Bachelorarbeit, 2019
119 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
1.1 Forschungsstand und Zielstellung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Begriffsdefinitionen
2.1.1 Begriff „Luxus“
2.1.2 Begriff „Luxusmarke“
2.1.3 Begriff „Luxusuhr“
2.1.4 Begriff „Uhrensammler“
2.1.5 Begriff „klassischer Luxusuhrenkäufer“
2.2 Offline-Handel: Der stationäre Handel
2.2.2 Die klassischen, stationären Vertriebskanäle der Uhrenindustrie
2.2.3 Das Problem: Der Graumarkt
2.3 Der Distanzhandel
2.3.1 Onlinehandel: Das netzbasierte Vertriebssystem
2.3.2 Das netzbasierte Vertriebssystem in der Uhrenbranche
2.4 Die Omni-Channel-Strategie als Erfolgsfaktor für eine Luxusuhrenmarke
3. Methodik — Eine empirische Untersuchung zur Einführung eines netzbasierten Vertriebssystems
3.1 Quantitative Forschung
3.2 Zielgruppen der Empirie
3.3 Der Online-Fragebogen als ausgewähltes Erhebungsinstrument
3.3.1 Rekrutierung der Probanden
3.3.2 Aufbau und Durchführung der Online-Untersuchung
4. Darstellung der Ergebnisse
4.1 Ergebnisse des Uhrenkäufers
4.1.1 Fragen an den klassischen Uhrenkäufer
4.1.2 Fragen an den Uhrensammler
4.2 Ergebnisse der Uhrenhersteller
4.3 Ergebnisse des Experten
5. Diskussion und Handlungsempfehlung
5.1 Zusammenfassung und Interpretation
5.1.1 Auswertung der Uhrenkäufer
5.1.2 Auswertung der Uhrenhersteller und des Experten
5.2. Handlungsempfehlungen an die Uhrenindustrie
6. Fazit
6.1 Kritische Würdigung
6.2 Ausblick
Diese Bachelor-Thesis untersucht, ob und inwiefern die Einführung eines netzbasierten Vertriebskanals für die Luxusuhrenindustrie sinnvoll ist. Ziel ist es, die Perspektive der Uhrenhersteller sowie die Meinungen von klassischen Uhrenkäufern und Uhrensammlern gegenüberzustellen, um fundierte Handlungsempfehlungen für die Branche abzuleiten und eine bestehende Forschungslücke bezüglich der Online-Distribution im Luxusuhrensegment zu schließen.
2.1.1 Begriff „Luxus“
Der Terminus „Luxus“ besitzt eine zweitausendjährige Geschichte und wird von seinen Interpreten jeweils unterschiedlich ausgelegt. Aus etymologischer Sicht handelt es sich bei dem Begriff um den Ausdruck von Licht (lat. lux) und parallel auch um eine Form der Verschwendung (lat. luxeria). Die existierende Mehrdeutigkeit ist vorprogrammiert, da der Luxus-Begriff eine Kategorie, ein subjektives Empfinden und eine latent moralisch-kritische Anmerkung beinhaltet. Des Weiteren ist der Terminus vom „politisch-ökonomischen“ Umfeld sowie dem „moralisch-ethische[n] ... Standpunkt des Betrachters“ abhängig und hat somit Einfluss auf das Luxusverständnis, wobei Luxus ein Produkt oder eine Dienstleistung sein kann.
Ein wenig anderes Verständnis bringen Müller und Koch für Luxus auf. Für sie ist der Begriff auf der materiellen Ebene ein von Relativität und Dynamik geprägtes Phänomen: „Relativ, weil sozial, kulturell oder geografisch unterschiedliche Vorstellungen darüber bestehen, was die Norm ist; dynamisch, weil sich im Zeitablauf der Wert von Gütern und damit die möglichen Normen verändern“. Ihre Grunderkenntnis dabei ist, dass die Silhouette von Luxusprodukten sich durch ihre Besonderheit, Außergewöhnlichkeit und Exklusivität (z.B. durch Material, Geschichte, Funktionalität, geringe Stückzahlen) nach außen widerspiegelt. Eine Reduktion auf einzelne sichtbare Merkmale wie einen hohen Verkaufspreis oder eine hohe Produktqualität werden dem Luxusaspekt unzureichend gerecht. Eher die individuelle Abgrenzung vom Normalen, wie die überdurchschnittliche Finissage eines Uhrwerks für einen optischen Zweck sowie die Demonstration von Nichtnotwendigem — beispielsweise am Handgelenk — ist der Gegenstand von Luxus. Diese Tatsache ist auch indirekt der Bedürfnispyramide von Maslow zu entnehmen (Abbildung 1).
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Problemstellung im Kontext der Digitalisierung und definiert die Zielsetzung sowie die Hypothesen der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen: Hier werden zentrale Begriffe wie Luxus, Luxusmarke, Luxusuhr und Uhrensammler definiert sowie die Vertriebsstrukturen (stationär, Distanzhandel, Graumarkt) theoretisch eingeordnet.
3. Methodik — Eine empirische Untersuchung zur Einführung eines netzbasierten Vertriebssystems: Es wird das empirische Untersuchungsdesign beschrieben, inklusive der quantitativen Forschungsmethode und der Rekrutierung der Zielgruppen.
4. Darstellung der Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Daten aus der Online-Umfrage, unterteilt in die Ergebnisse der Uhrenkäufer, Hersteller und des Experten.
5. Diskussion und Handlungsempfehlung: Die Ergebnisse werden interpretiert und diskutiert, um darauf basierend konkrete Empfehlungen für die Uhrenindustrie zu formulieren.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, reflektiert kritisch das Untersuchungsdesign und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsmöglichkeiten.
Luxusuhr, Luxusmarke, Online-Vertrieb, Stationärer Handel, Omni-Channel-Strategie, Graumarkt, Uhrensammler, Klassischer Uhrenkäufer, Digitalisierung, Kundenerlebnis, Distribution, Kaufpräferenzen, Customer Journey, Luxussegment, E-Commerce.
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Potenziale, die für Luxusuhrenhersteller bei der Einführung netzbasierter Vertriebssysteme entstehen.
Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Luxusbegriffen, der Vergleich zwischen stationärem Handel und Online-Vertrieb sowie die Rolle der Omni-Channel-Strategie für ein optimales Kauferlebnis.
Das Ziel besteht darin, durch eine empirische Untersuchung herauszufinden, ob ein netzbasierter Vertriebskanal sinnvoll für die Luxusuhrenindustrie ist und wie dieser gestaltet werden sollte.
Es wurde eine quantitative Forschungsmethode mittels Online-Fragebögen angewandt, um die Meinungen von Uhrenkäufern, Herstellern und einem Branchenexperten zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Definitionen, eine detaillierte Erläuterung der Methodik sowie die Darstellung und Diskussion der empirischen Ergebnisse.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Luxusuhren, Omni-Channel-Management, Graumarktproblematik und Online-Distribution geprägt.
Der Graumarkt stellt eine potenzielle Gefahr dar, da er oft Uhren unter Konzessionspreis vertreibt, was Jean-Claude Biver als "Krebsgeschwür" für die Markenprästige bezeichnet.
Die Mehrheit der befragten Marken erkennt das Potenzial, betont jedoch die Notwendigkeit einer "intelligenten" Verknüpfung mit dem stationären Handel, um die Customer Journey nicht zu unterbrechen.
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