Masterarbeit, 2018
150 Seiten, Note: 1,7
1. Zur Situation der stationären Altenhilfe in Deutschland
1.1. Herausforderungen für Führungskräfte der stationären Altenhilfe vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels
1.2. Relevanz des Themas im Kontext interner und externer Systeme
1.3. Machtstrukturen in der Einrichtungsleiterposition
1.4. Entwicklung der Forschungsfrage
1.5. Struktur der Master-Thesis
2. Theoretischer Hintergrund
2.1. Definitionen von Macht
2.1.1. Macht im Blickwinkel verschiedener Wissenschaftsdisziplinen
2.1.2. Macht unter organisationalen und hierarchischen Gesichtspunkten
2.1.3. Macht transformiert auf die Position der Einrichtungsleitung
2.2. Definitionen von Ohnmacht
2.2.1. Abhängigkeitsverhältnisse im organisationalen Kontext
2.2.2. Die Abhängigkeit aus der Perspektive der Einrichtungsleitung
2.3. Stand der Forschung
3. Zielsetzung und methodisches Vorgehen
3.1. Exploratives Studiendesign zur Erkenntnisgewinnung
3.2. Durchführung der qualitativen Studie
3.3. Theoretisches Sampling
3.4. Verwendete Instrumente zur Durchführung der Studie
3.4.1. Das Experteninterview
3.4.2. Der Interviewleitfaden
3.4.3. Transkriptionen der durchgeführten Interviews
3.4.4. Qualitative Auswertungsmethode
4. Darstellung der Ergebnisse aus der qualitativen Studie
4.1. Darstellung der Kategorien zu Macht in der Einrichtungsleiterposition
4.1.1. Personenmerkmale
4.1.1.1. Einflussnahme durch Position
4.1.1.2. Einflussnahme durch Qualifikation
4.1.1.3. Einflussnahme durch Persönlichkeit
4.1.1.4. Einflussnahme durch Erfahrung
4.1.1.5. Einflussnahme durch Netzwerke
4.1.1.6. Einflussnahme durch Identifikation
4.1.2. Führungsmerkmale
4.1.2.1. Einflussnahme durch Gestaltung
4.1.2.2. Einflussnahme durch Einsatzplanung
4.1.2.3. Einflussnahme durch Entscheidung
4.1.2.4. Einflussnahme durch Korrekturen
4.1.2.5. Einflussnahme durch Partizipation
4.1.2.6. Einflussnahme durch Delegation
4.1.3. Beziehungsmerkmale
4.1.3.1. Einflussnahme durch Vertrauen
4.1.3.2. Einflussnahme durch Fürsorge
4.1.3.3. Einflussnahme durch Informationen
4.1.3.4. Einflussnahme durch Unterstützung
4.1.3.5. Einflussnahme durch Kontrolle
4.1.3.6. Einflussnahme durch Belohnung
4.1.3.7. Einflussnahme durch Sanktionen
4.2. Darstellung der Kategorien zu Ohnmacht in der Einrichtungsleiterposition
4.2.1. Externe Faktoren
4.2.1.1. Abhängigkeit von Gesellschaft
4.2.1.2. Abhängigkeit von Gesetzgeber und Politik
4.2.1.3. Abhängigkeit vom System
4.2.1.4. Abhängigkeit von Kostenträgern
4.2.2. Unmittelbare Faktoren
4.2.2.1. Abhängigkeit von Prüfbehörden
4.2.2.2. Abhängigkeit von Berufsverbänden
4.2.2.3. Abhängigkeit vom Träger
4.2.2.4. Abhängigkeit von der Geschäftsführung
4.2.3. Interne Faktoren
4.2.3.1. Abhängigkeit von Kollegen
4.2.3.2. Abhängigkeit von Qualifizierungen
4.2.3.3. Abhängigkeit von Pflegedienstleitung/ Bereichsleitung
4.2.3.4. Abhängigkeit von Pflegefachkräften/ Mitarbeitern
4.2.3.5. Abhängigkeit von Kunden
4.3. Ergebnisinterpretationen
4.3.1. Interpretation der Ergebnisse zu den Einflussmöglichkeiten
4.3.1.1. Interpretation der Personenmerkmale
4.3.1.2. Interpretation der Führungsmerkmale
4.3.1.3. Interpretation der Beziehungsmerkmale
4.3.2. Interpretation der Ergebnisse zu den Phänomenen der Ohnmacht
4.3.2.1. Externe Faktoren
4.3.2.2. Unmittelbare Faktoren
4.3.2.3. Interne Faktoren
4.3.3. Beantwortung der Forschungsfrage
5. Schlussbetrachtung
5.1. Zusammenfassung der Forschungsergebnisse und -interpretationen
5.2. Limitationen der qualitativen Forschungsergebnisse
5.3. Implikationen für die weiterführende Forschung
5.4. Fazit
Die Master-Thesis untersucht die Autonomie und Handlungsspielräume von Einrichtungsleitungen in stationären Altenpflegeeinrichtungen in Deutschland. Im Fokus steht die Forschungsfrage, in welchem Umfang die Leitungskräfte ihre Macht über verschiedene Einflussmöglichkeiten wahrnehmen und inwieweit sie durch Abhängigkeiten von externen und internen Instanzen ohnmächtig agieren.
1. Zur Situation der stationären Altenhilfe in Deutschland
Die stationäre Altenhilfe in Deutschland ist in den Medien seit Jahrzehnten von Begriffen wie Pflegenotstand und Fachkräftemangel gekennzeichnet (Kreimer 2004: 100f.; Klöppner, Kuchenbuch/ Schumacher 2017). Mit dem Begriff des Pflegenotstandes sind in erster Linie die desolate Gesundheitspolitik sowie die Herabwertung des Pflegeberufes seit den 80er-Jahren gemeint und weniger der personelle bzw. finanzielle Mangel in der Pflegebranche (Sperl 1996: 147). Der Begriff des Fachkräftemangels in der Altenpflege bezieht sich auf den demographischen Wandel, mit dem niedrige Geburtenraten und eine steigende Lebenserwartung einhergehen, sowie auf das negative Image des Altenpflegeberufes, das wenige junge Menschen in den Beruf lockt (Klöppner et al. 2017: 1). Demnach ist die Situation hinsichtlich der Versorgung von Pflegebedürftigen in stationären Altenhilfeeinrichtungen bereits seit den 80er und 90er- Jahren aufgrund fehlender Pflegekräfte sehr kritisch. Diese Situation hat sich mit der Einführung der Pflegeversicherung im Jahre 1995 weiter verschärft.
So wurden beispielsweise gerontopsychiatrisch veränderte Pflegebedürftige nach SGB XI mit einem Personalschlüssel von 1:19 versorgt, obwohl der erhöhte Versorgungsaufwand dieses Personenkreises der damals zuständigen Bundesregierung klar übermittelt wurde und das Kuratorium Deutscher Altenhilfe einen Personalschlüssel von 1:1,67 errechnet hatte (Kreimer 2004: 99f.). Durch diese niedrigen Personalschlüssel zeichneten sich zu jener Zeit Mängel hinsichtlich Personal und Ausstattung in den Pflegeeinrichtungen ab, die sich negativ auf die Arbeitsbedingungen von Pflegenden auswirkten. Den hohen Anforderungen in der Versorgung pflegebedürftiger Menschen mit mangelnden Personal- und Sachressourcen folgten Faktoren wie krankheitsbedingte Ausfälle, Kündigungen und wenig gesellschaftliche Anerkennung, die den Pflegeberuf in der gesellschaftlichen Wahrnehmung unattraktiv erscheinen ließen.
1. Zur Situation der stationären Altenhilfe in Deutschland: Dieses Kapitel erläutert die historisch gewachsene Problematik des Pflegenotstands und Fachkräftemangels und deren Auswirkungen auf die tägliche Führungsarbeit.
2. Theoretischer Hintergrund: Hier werden die wissenschaftlichen Grundlagen zu Macht und Ohnmacht definiert und auf den spezifischen Kontext der Altenpflege übertragen.
3. Zielsetzung und methodisches Vorgehen: Das Kapitel beschreibt das explorative Studiendesign, die Durchführung qualitativer Experteninterviews und die anschließende Inhaltsanalyse.
4. Darstellung der Ergebnisse aus der qualitativen Studie: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die Kategorien der Macht sowie der Ohnmacht und interpretiert die Einflussmöglichkeiten der Einrichtungsleitung.
5. Schlussbetrachtung: Das Kapitel fasst die Forschungsergebnisse zusammen, reflektiert die Limitationen und gibt Implikationen für die weiterführende Forschung.
Altenpflege, Einrichtungsleitung, Fachkräftemangel, Führungsinstrumente, Machtdimensionen, Ohnmacht, Pflegenotstand, Personalgewinnung, Personalbindung, Qualitative Forschung, Experteninterviews, Hierarchiestrukturen, Organisationsmanagement, Soziale Beziehung, Wirkungszusammenhänge
Die Arbeit untersucht die Machtverhältnisse und den Handlungsspielraum von Einrichtungsleitungen in stationären Altenpflegeheimen vor dem Hintergrund struktureller Abhängigkeiten.
Die zentralen Themen sind Machtdimensionen in Führungspositionen, Ohnmachtsphänomene durch externe und interne Abhängigkeiten sowie Strategien des Personalmanagements.
Das Ziel ist es, zu analysieren, in welchem Umfang Einrichtungsleitungen trotz gesetzlicher und struktureller Zwänge Einfluss nehmen können und wo ihre Grenzen liegen.
Es wurde eine qualitative empirische Sozialforschung mittels leitfadengestützter Experteninterviews durchgeführt, die nach der Methode von Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Identifikation und Darstellung von Macht- und Ohnmachtkategorien sowie deren anschließende Ergebnisinterpretation und Beantwortung der Forschungsfrage.
Wichtige Begriffe sind Altenpflege, Einrichtungsleitung, Macht, Ohnmacht, Fachkräftemangel, Personalmanagement und qualitative Inhaltsanalyse.
Die Studie zeigt, dass Identifikation mit der Leitungsperson und den Idealen der Einrichtung ein zentrales Instrument zur Mitarbeiterbindung im Personalmangel darstellt.
Die Abhängigkeit vom Träger schränkt den Gestaltungsspielraum oft durch zentrale Qualitätsvorgaben, Budgetbeschränkungen und weisungsgebundene Strukturen stark ein.
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