Fachbuch, 2019
73 Seiten
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Bearbeitungsmethode
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Konzeptionelle Grundlagen
2.1 Definition und Erfolgsfaktoren von Mitarbeiterzufriedenheit
2.2 Konzept der Gewaltfreien Kommunikation nach Rosenberg
2.2.1 Entstehung und Grundannahmen
2.2.2 Antipathie und Empathie in der GFK
2.2.3 Der Prozess der Gewaltfreien Kommunikation in 4 Schritten
2.2.3.1 Beobachtungen
2.2.3.2 Gefühle
2.2.3.3 Bedürfnisse
2.2.3.4 Bitten
2.3 Interkulturalität
2.3.1 Interkulturelle Kommunikation
2.3.2 Interkulturelle Kompetenz
2.3.2.1 Modell nach Bolten
2.3.2.2 Drei Teilkompetenzen der interkulturellen Kompetenz nach Erll und Gymnich
2.3.2.3 Entwicklung der Interkulturellen Sensibilität nach Bennett
3 Soll Konzept
3.1 Situierung des Kontextes
3.2 Ziele des Konzeptes
3.3 Darstellung des Konzeptes
3.3.1 Kulturelles Bewusstwerden
3.3.2 Wandel der Urteile
3.3.3 Situative Bekenntnis von Gefühlen
3.3.4 Kompetenzen des Lebens
3.3.5 BWG-Plus als Grundlage für Zufriedenheit
3.3.6 Zusammenfassung des Modells
3.4 Handlungsempfehlungen zur Umsetzung
4 Schlussbetrachtung
4.1 Zusammenfassung
4.2 Kritische Würdigung
4.3 Ausblick
Diese Arbeit zielt darauf ab, ein Kompetenzmodell zu entwickeln, das die Prinzipien der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) mit interkultureller Kompetenz vereint, um die Mitarbeiterzufriedenheit in internationalen Teams zu steigern und Konfliktpotenziale proaktiv zu minimieren.
2.2.3.1 Beobachtungen
„Beobachten ohne zu bewerten ist die höchste Form menschlicher Intelligenz.“ Das Analysieren von anderen Menschen, insbesondere wenn Verhaltensweisen nicht unseren Wünschen entsprechen, wird im Alltag meist in Form von moralischen Urteilen gedacht und kommuniziert. Situationen werden daher häufig nicht wahrgenommen wie sie sind, sondern automatisch entstehen Vorurteile oder Bewertungen der Situation in Gedanken. Jeder Mensch ist geprägt von bestimmten Bewertungsmaßstäben und Beurteilungskriterien, die es unserem Gehirn ermöglichen, bestimmte Geschehnisse in eine bestehende Struktur einzuordnen. Diese jedoch in Form von Schuldzuweisungen, Kritik oder Vergleichen zu äußern, ist nach Rosenberg eine Variante lebensentfremdener Kommunikation.“
Der erste Schritt der Gewaltfreien Kommunikation beinhaltet daher ein Bewusstwerden darüber, was tatsächlich beobachtet, gesehen und gehört wird, ohne dabei die Beobachtung mit den automatisch ablaufenden Bewertungen zu verknüpfen. Bei konsequenter Verfolgung dieses Schrittes wird bestenfalls verhindert, dass Menschen in unseren Äußerungen eine Beleidigung, einen Angriff, ein Niedermachen oder eine Interpretation hören. „Die GFK tritt nicht dafür ein, dass wir vollkommen objektiv bleiben und uns jeglicher Bewertung enthalten. Sie verlangt nur, dass wir zwischen unseren Beobachtungen und Bewertungen immer sauber trennen.“ Grundlage dafür bildet der Zeitrahmen und die konkrete Handlung – genau das, was eine Kamera aufnehmen und abspielen kann. Entsprechend steht GFK dafür, „[…] statische Verallgemeinerungen […] “ zu verhindern und eine „[…] prozessorientierte Sprache […] “ zu entwickeln.
Bezugnehmend auf das vorangegangene Beispiel wäre die Aussage: „Du bist völlig unfähig und machst immer Fehler!“ eine klare Bewertung und ein moralisches Urteil von der Führungskraft. Dem Vorzuziehen wäre die GFK getreue Aussage: „In den letzten zwei Präsentationen, die du vorgestellt hast, gab es jeweils einen Zahlendreher in der Budgetsumme.“
1 Einleitung: Diese Kapitel legt den Grundstein für die Arbeit, indem es die Problemstellung, die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise erläutert.
2 Konzeptionelle Grundlagen: Dieser Teil beleuchtet die Definition der Mitarbeiterzufriedenheit, das Modell der Gewaltfreien Kommunikation nach Rosenberg sowie diverse Modelle der interkulturellen Kompetenz.
3 Soll Konzept: Hier wird das entwickelte interkulturelle Kompetenzmodell "BWG-Plus" detailliert vorgestellt, seine Ziele definiert und konkrete Schritte zur Umsetzung aufgezeigt.
4 Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, würdigt die Arbeit kritisch und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen.
Mitarbeiterzufriedenheit, Gewaltfreie Kommunikation, GFK, Interkulturelle Kompetenz, Unternehmenskultur, Konfliktmanagement, Kommunikationstraining, BWG-Plus Modell, Interkulturelle Sensibilität, Selbstreflexion, Empathie, Bedürfnisorientierung, Teamführung, Organisationsentwicklung, Arbeitswelt.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit durch die Kombination von Gewaltfreier Kommunikation und einem interkulturellen Kompetenzmodell.
Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretischen Grundlagen der Mitarbeiterzufriedenheit, der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg sowie verschiedenen Modellen interkultureller Kompetenz.
Das Ziel ist die Entwicklung eines Modells, das Menschen in internationalen Teams dabei unterstützt, durch bewusstes Kommunikationsverhalten Konflikte zu vermeiden und die Zufriedenheit am Arbeitsplatz zu erhöhen.
Es handelt sich um eine theoretische Konzepterstellung, die auf einer kritischen Auseinandersetzung mit vorliegender Fachliteratur, Studien und relevanten Online-Inhalten basiert.
Im Hauptteil (Kapitel 3) wird das "BWG-Plus Modell" detailliert ausgearbeitet. Es umfasst fünf aufeinander aufbauende Schritte zur Sensibilisierung und Kompetenzentwicklung für internationale Teams.
Die zentralen Schlüsselbegriffe sind Mitarbeiterzufriedenheit, Gewaltfreie Kommunikation, interkulturelle Kompetenz, Teamführung und Unternehmenskultur.
Das Modell integriert gezielt die Prinzipien der GFK in einen interkulturellen Rahmen, um nicht nur Fachwissen, sondern eine lebenslange "Kompetenz des Lebens" zu schaffen, die über reines Kulturwissen hinausgeht.
Empathie wird als das Herzstück der GFK bezeichnet, da sie die notwendige Verbindung zwischen Menschen schafft, um auch in schwierigen Situationen friedvolle Lösungen statt Konflikte zu ermöglichen.
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