Bachelorarbeit, 2017
52 Seiten, Note: 1,3
1. Einführung
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Begriffsabgrenzung 'Produkt'
2.2. Der Qualitätsbegriff und die Dimensionen der Produktqualität
2.3. Ansätze zur Messung der objektiven Produktqualität
2.4. Die subjektive Wahrnehmung der Produktqualität
2.4.1. Grundlagen der Qualitätswahrnehmung
2.4.2. Prozess der Qualitätswahrnehmung
2.5. Die ökonomische Bedeutung der Produktqualität unter Berücksichtigung der Zufriedenheit von Konsumenten
2.6. Begriffsabgrenzung 'Kosmetikindustrie'
3. Forschungsdesign und Methodik
4. Die subjektive Qualitätswahrnehmung von Kosmetikprodukten in Deutschland
4.1. Einflussgrößen der subjektiven Qualitätswahrnehmung von Kosmetika
4.2. Der Prozess der Qualitätswahrnehmung von Kosmetika
4.2.1. Persönliche Einflüsse
4.2.2. Erste Phase: Qualitätssignalerfassung und Kategorisierung
4.2.3. Zweite Phase: Meinungsbildung durch Qualitätsattribute
4.2.4. Dritte Phase: Qualitätsbeurteilung
4.2.5. Bedürfnisbefriedigung: Das Means-End-Chain Modell
4.3. Fazit: Einflussgrößen und Verlauf der Qualitätswahrnehmung
5. Messung der objektiven Produktqualität von Kosmetikprodukten in Deutschland
5.1. Testende Institutionen und Zielsetzung des Warentests
5.2. Die Methodik der objektiven Qualitätsmessung von Kosmetikprodukten durch die Stiftung Warentest
5.2.1. Marktanalyse, Markenauswahl und Beschaffung
5.2.2. Qualitätsmessung: Durchführung der Prüfung
5.2.3. Bewertung: Teilqualitätsgewichtung und Gesamturteil
5.2.4. Publikation
5.3. Fazit: Aussagekraft des vergleichenden Warentests
6. Fazit
Diese Arbeit untersucht die Wahrnehmung und Messung von Produktqualität in der deutschen Kosmetikindustrie, um zu verstehen, wie Konsumenten Qualität beurteilen und wie objektive Testverfahren diese abbilden können.
4.2.2. Erste Phase: Qualitätssignalerfassung und Kategorisierung
In der ersten Phase der Qualitätswahrnehmung erfolgt, wie bereits dargestellt, die Erfassung und Selektion von Qualitätssignalen aus der Umwelt, sowie deren anschließende Kategorisierung (vgl. Kapitel 2.4.2.).
Unsere Konsumentin wird besonders in dieser Phase von zwei weiteren Faktoren beeinflusst: Komparative und situationsbezogene Einflüsse. Kann unsere Konsumentin aus einer großen Auswahl von konkurrierenden Make-up Produkten wählen, legen Untersuchungen nahe, dass sie intensiver und kritischer Qualitätssignale analysieren wird als bei einer kleinen Auswahl (vgl. Payne 1976). Ebenso reagiert die Konsumentin auf situative Einflüsse: Hat die Konsumentin ausreichend Zeit oder erfüllt der Kauf einen als wichtig empfundenen Zweck, bspw. bei einem Geschenk, werden Qualitätssignale sorgfältiger analysiert als im gegenteiligen Szenario (vgl. Wimmer 1975). Unter Zeitdruck hingegen tendieren Konsumenten dazu, negative Qualitätssignale deutlich schwerer zu gewichten, was den Kaufentscheidungsprozess wesentlich beeinflusst und kaufhemmend wirken kann (vgl. Wright 1974 und Wright/Weitz 1977). Außerdem erfahren unter Zeitdruck extrinsische Qualitätssignale eine noch größere Beachtung, da diese einfacher zu deuten sind als intrinsische Signale (vgl. Knappe 1981, S. 215ff.).
Um die Qualität des Make-ups einschätzen zu können, greift die Konsumentin auf Eigenschaften des Produktes bzw. der Qualität zurück: Den Qualitätssignalen (vgl. Kapitel 2.4.1.). Wie Abbildung 5 entnommen werden kann, sind dabei intrinsische und extrinsische Signale zu differenzieren, welche beide wesentliche Faktoren der Qualitätswahrnehmung darstellen. Zu beachten ist, dass Qualitätssignale in Relation mit einem gewünschten Mehrwert, dem Qualitätsattribut, Bedeutung zukommen (vgl. Steenkamp 1990, S.313). Die Definition des gewünschten Grundnutzens erfolgt daher teilweise schon vor der Analyse von Qualitätssignalen. Die Auswertung der Qualitätssignale des Make-ups erfolgt bei unserer Konsumentin deshalb im Licht des gewünschten Mehrwerts, bspw. dem Wunsch eines gesteigerten Wohlbefindens.
1. Einführung: Die Einleitung erläutert die Relevanz der Produktqualität als strategisches Mittel und definiert das Ziel, die Wahrnehmung und Messung in der Kosmetikindustrie zu untersuchen.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel legt die Basis durch die Definition des Produktbegriffs, des Qualitätsbegriffs und der Analyse von Wahrnehmungsprozessen.
3. Forschungsdesign und Methodik: Es wird das Vorgehen beschrieben, wie die Forschungsfragen anhand von Literaturrecherche und der Analyse von Stiftung Warentest-Berichten beantwortet werden.
4. Die subjektive Qualitätswahrnehmung von Kosmetikprodukten in Deutschland: Hier wird der Prozess der Konsumentenwahrnehmung detailliert beleuchtet, einschließlich persönlicher Einflüsse, Kategorisierung und Bedürfnisbefriedigung.
5. Messung der objektiven Produktqualität von Kosmetikprodukten in Deutschland: Dieses Kapitel analysiert das Testverfahren der Stiftung Warentest, von der Marktanalyse über die Durchführung bis zur Bewertung.
6. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, einer kritischen Würdigung der Methodik und einem Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Produktqualität, Kosmetikindustrie, Qualitätswahrnehmung, Qualitätssignale, Qualitätsattribute, Means-End-Chain Modell, Stiftung Warentest, Konsumentenverhalten, objektive Qualitätsmessung, Marktanalyse, Kaufentscheidung, Teilqualitäten, Warentest, Konsumentenzufriedenheit, Produktbewertung
Die Arbeit befasst sich mit der zentralen Fragestellung, wie Produktqualität definiert, wahrgenommen und gemessen wird, wobei der Fokus spezifisch auf der Kosmetikindustrie in Deutschland liegt.
Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Konzepte von Produktqualität, die psychologischen Prozesse der subjektiven Qualitätswahrnehmung bei Konsumenten sowie die methodische Umsetzung der objektiven Qualitätsmessung durch Testinstitutionen.
Das primäre Ziel besteht darin, die Einflussfaktoren der subjektiven Qualitätswahrnehmung bei Kosmetika zu identifizieren und das Verfahren zur objektiven Qualitätsmessung, insbesondere durch die Stiftung Warentest, wissenschaftlich zu durchleuchten.
Es wird eine deskriptive Literatur-Review durchgeführt, ergänzt durch die qualitative und quantitative Auswertung von Sekundärliteratur sowie spezifischen Testberichten der Stiftung Warentest.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der subjektiven Wahrnehmungsprozesse (unter Verwendung von Modellen wie Means-End-Chain) und eine fundierte Untersuchung des methodischen Vorgehens der Stiftung Warentest bei der Prüfung von Kosmetikartikeln.
Charakterisierende Begriffe sind unter anderem Produktqualität, Qualitätswahrnehmung, Qualitätssignale, Stiftung Warentest, Kosmetikindustrie und Konsumentenverhalten.
Die Unterscheidung hilft zu verstehen, wie Konsumenten Produkte bewerten: Intrinsische Signale sind physische Bestandteile, während extrinsische Signale (wie Preis oder Marke) von außen hinzukommen und besonders bei Unsicherheit oder Zeitdruck die Kaufentscheidung stark beeinflussen.
Dieses Modell verdeutlicht, dass Konsumenten Produkte nur als Mittel zum Zweck nutzen, um persönliche Ziele oder Bedürfnisbefriedigung (z.B. Wohlbefinden durch ein Deodorant) zu erreichen, was wiederum ihre Qualitätswahrnehmung maßgeblich steuert.
Die Stiftung Warentest gewichtet verschiedene Teilqualitäten unterschiedlich, wobei sie zwischen Aspekten der Wirksamkeit, der Handhabung und der Einhaltung von Standards unterscheidet, um ein umfassendes Gesamturteil zu bilden.
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