Examensarbeit, 2017
64 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Migration: Umfang des Phänomens in Deutschland, begriffliche Abgrenzung und Herausarbeitung charakteristischer Merkmale
2.1 Umfang und zentrale Eigenschaften der Migration in Deutschland
2.2 Der Terminus Migrant
2.3 Migration und Pädagogik: Der Übergang von der „Ausländerpädagogik“ zur „interkulturellen Pädagogik“
3 Migration und Schule: Die Situation allochthoner Kinder und Jugendlicher im deutschen Schulsystem
3.1 Bildungsbeteiligung der zugewanderten Schülerschaft im Vergleich zu deutschen Kindern / Jugendlichen an verschiedenen Schultypen der Sekundarstufe
3.2 Abgänger / -innen und Absolventen / -innen mit und ohne Migrationshintergrund an allgemeinbildenden Schulen
3.3 Schulleistungsstudien
3.3.1 Konzeption und Ergebnisse der Schulleistungsstudie IGLU
3.3.2 Resultate der Schulleistungsstudien PISA
4 Ursachen für die Benachteiligung von Schülern und Schülerinnen mit Migrationshintergrund im Schulsystem der Bundesrepublik Deutschland
4.1 Familiäre Zusammenhänge
4.2 Institutionelle Diskriminierung
4.3 Sprachliche Defizite
5 Voraussetzungen für eine erfolgreiche Schullaufbahn
5.1 Die Rolle der vorschulischen Bildung
5.2 Die Bedeutung der Sprache im monolinguistischen Schulsystem
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Benachteiligung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund im deutschen Schulsystem, um die Ursachen dieses Phänomens zu ergründen und Voraussetzungen für eine erfolgreichere Bildungskarriere abzuleiten.
3.3.1 Konzeption und Ergebnisse der Schulleistungsstudie IGLU
Entwickelt wurde die IGLU-Studie als eine internationale Vergleichsstudie. Im Jahr 2001 wurde sie zum ersten Mal durchgeführt (ein Jahr später als die erste PISA-Studie). Sie beschränkte sich auf Grundschulen, insbesondere die Schülerschaft der vierten Klasse. Ausgerichtet wurde die Studie vor allem auf das Leseverständnis. Für die Leistungstests fanden Fragebögen Verwendung. Damit das Gesamtbild besser in Augenschein genommen werden konnte, wurden auch für Lehrer, Schulleitung und Eltern Fragebögen entwickelt. Auf diese Weise konnten die Studieninitiatoren klären, ob Leistungsunterschiede im Leseverständnis der befragten Grundschülerinnen und -schüler mit deutschen und mit zugewanderten Elternteilen bestehen und wie stark diese ausgeprägt sind.
Untermauert werden kann, dass diese IGLU-Studie bestätigt, dass die befragten Schülerinnen und Schüler beim Leserverständnis gut abschneiden. Ihr Kompetenzniveau kann dem Vergleich zu demjenigen, das bei den europäischen Nachbarn erreicht wird, allemal standhalten. Positiv zu vermerken ist fernerhin, dass das besagte gute Niveau für weite Teile der Schülerschaft erreicht wird und nicht nur für ein bestimmtes Schülersegment.
Was die Situation der Migrantenkinder betrifft, ist das zentrale Resultat, dass die Grundschüler und -schülerinnen deutscher Eltern gegenüber Migrantenkindern einen Leistungsvorsprung beim Leseverständnis besitzen, weswegen sie in der Schule erfolgreicher sind. Anders formuliert: Kinder von Zuwanderern schneiden beim Leseverständnis, aber auch bei der miterfassten naturwissenschaftlichen und mathematischen Kompetenz schlechter ab als ihre deutschen Gegenparts.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die bildungspolitische Debatte um benachteiligte Migrantenkinder und stellt das persönliche Interesse sowie die Forschungsfrage der Arbeit vor.
2 Migration: Umfang des Phänomens in Deutschland, begriffliche Abgrenzung und Herausarbeitung charakteristischer Merkmale: Dieses Kapitel definiert den Begriff Migration, klassifiziert verschiedene Migrantengruppen und diskutiert pädagogische Ansätze im historischen Wandel.
3 Migration und Schule: Die Situation allochthoner Kinder und Jugendlicher im deutschen Schulsystem: Hier wird die Bildungsbeteiligung und der Leistungsstand von Migrantenkindern anhand internationaler Studien analysiert und mit der Situation deutscher Kinder verglichen.
4 Ursachen für die Benachteiligung von Schülern und Schülerinnen mit Migrationshintergrund im Schulsystem der Bundesrepublik Deutschland: Dieses Kapitel identifiziert familiäre Hintergründe, institutionelle Diskriminierung und sprachliche Defizite als zentrale Ursachen der Benachteiligung.
5 Voraussetzungen für eine erfolgreiche Schullaufbahn: Es werden Strategien zur Verbesserung der Situation erörtert, insbesondere die Bedeutung der vorschulischen Bildung und die notwendige Anpassung des monolinguistischen Schulsystems.
6 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und plädiert für eine Bildungspolitik, die Mehrsprachigkeit als Chance begreift und Diskriminierung abbaut.
Migration, Migrationshintergrund, Bildungssystem, Schulleistungsstudien, Benachteiligung, Bildungsbeteiligung, Interkulturelle Pädagogik, Sprachdefizite, Institutionelle Diskriminierung, Schulerfolg, PISA-Studie, IGLU-Studie, Bildungsverlierer, Bildungsaspiration, Mehrsprachigkeit.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Benachteiligung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem und untersucht die Gründe für ihre oft schlechteren Bildungschancen.
Die Arbeit behandelt die Definition von Migration, die Bildungsbeteiligung in verschiedenen Schulformen, die Ergebnisse internationaler Schulleistungsstudien sowie Ursachen wie Sprache, Herkunft und Diskriminierung.
Die zentrale Forschungsfrage lautet, wie die Benachteiligung von Schülern mit Migrationshintergrund im deutschen Schulsystem zu erklären ist und welche Voraussetzungen geschaffen werden sollten, um diese zu mindern.
Die Arbeit ist theoretisch auf dem Sockel einer Sekundäranalyse aufgebaut und verwendet methodisch eine umfassende Literaturrecherche.
Der Hauptteil analysiert die Schulsituation anhand von Statistiken und Studien, erörtert die Ursachen für die Benachteiligung (familiär, institutionell, sprachlich) und diskutiert Lösungsansätze.
Die wichtigsten Schlagworte sind Bildungsbenachteiligung, Migrationspädagogik, Sprachförderung, Schulleistungsstudien (PISA/IGLU) und die Kritik am monolinguistischen Schulmodell.
Die Arbeit stellt fest, dass ein frühes Einreisealter positive Auswirkungen auf die schulische Entwicklung hat, da es einen längeren Zeitraum für die Integration und den Spracherwerb ermöglicht.
Das Schulsystem wird kritisiert, weil die frühe Selektion nach der Grundschulzeit in wichtigen Entwicklungsphasen dazu führt, dass Kinder mit Migrationshintergrund überproportional häufig auf Schulformen mit niedrigerem Abschluss verwiesen werden.
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