Bachelorarbeit, 2019
120 Seiten
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Die Auswirkungen der globalen Bekleidungsproduktion
3 Vergleichende Analyse der im Fokus stehenden Länder
3.1 Länderprofil
3.2 Die politische Situation
3.2.1 Politisches Grundwissen
3.2.2 Tribalismus, Ethnizität und deren Konflikte
3.2.3 Korruption
3.3 Bevölkerungsstruktur und soziokulturelle Faktoren
3.3.1 Bevölkerungswachstum
3.3.2 Der Welthunger-Index
3.3.3 Altersstruktur
3.3.4 Migration
3.3.5 Entwicklung der Erwerbsfähigen
3.4 Ökonomische Situation
3.4.1 Wirtschaftliche Entwicklung
3.4.2 Staatsverschuldung
3.4.3 Der Außenhandel im Überblick
4 Untersuchung des Bildungssektors
4.1 Überblick über das allgemeine Schulsystem
4.1.1 Bildungssystem in Kenia und Äthiopien
4.1.2 Private Schulen im Vergleich zu öffentlichen Schulen
4.2 Einblick in die weiterführende Bildung
4.2.1 Berufliche Bildung und berufliche Perspektiven
4.2.2 Allgemeine Hochschulbildung
5 Untersuchung der lokalen Bekleidungsindustrie
5.1 Einblick in den textilen Sektor der im Fokus stehenden Länder
5.1.1 Die Entwicklung des textilen Sektors in Kenia und Äthiopien
5.1.2 Überblick bekannter Produzenten und Fabriken in der Bekleidungsbranche
5.1.3 McKinsey-Studie – Schwerpunkt zukünftiger Beschaffungsmarkt
5.2 Relevante Rahmenbedingungen – Zollvorteile und der Import von Altkleidern
5.2.1 Freihandelsabkommen – AGOA, COMESA, EBA
5.2.2 Problem – Vermarktung von Altkleidern
6 Die Umwelt- und Sozialstandards in der Bekleidungsindustrie
6.1 Einführung
6.1.1 Begriffsdefinition Sozial- und Umweltstandards
6.2 Allgemeiner Überblick über arbeitsrechtliche Bedingungen und den Arbeitsschutz
6.2.1 Arbeitsschutz
6.2.2 Arbeitszeitregelung
6.2.3 Lohnregelung
6.2.4 Kinderarbeit
6.2.5 Diskriminierung am Arbeitsplatz – Schwerpunkt Frauenrecht
6.3 Entwicklungspolitische Zusammenarbeit
6.3.1 DAAD und BMZ – Schwerpunkt Bildung
6.3.2 Die MDGs und die SDGs
6.3.3 Der Marshallplan für Afrika
7 Zusammenfassung und Fazit
7.1 Stärken und Schwächen der im Fokus stehenden Länder
7.2 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit evaluiert Kenia und Äthiopien als potenzielle Produktionsstandorte für die textile Industrie und untersucht, inwiefern die lokale Entwicklung durch gezielte Ausbildungsförderung unterstützt werden kann und welche sozialen sowie ökologischen Rahmenbedingungen hierbei eine entscheidende Rolle spielen.
3.2.1 Politisches Grundwissen
Seit der Unabhängigkeit Kenias gilt der Staat als Republik mit ausreichender Regierungs- und Machtbefugnis. (Vgl. Ehlert 2019) Ab dem Zeitpunkt der Unabhängigkeit besitzt Kenia eine klassische Form der demokratischen Präsidialpolitik mit einem Mehrparteiensystem. (Vgl. Jansen & Lerch 2010)
Damit lässt sich Kenia zu den präsidialen Demokratien zählen und ist mit der parlamentarischen Demokratie eine Grundform der Repräsentativen Demokratie (siehe Abb. 5). Bei diesem System spielt das Parlament bei politischen Entscheidungen wie der Gesetzgebung, der Kontrolle des Staatsbudgets und der Regierung eine signifikante Rolle. (Vgl. Demokratiezentrum Wien 2019)
Darüber hinaus werden das Parlament sowie der Präsident vom kenianischen Volk gewählt und es herrscht eine strikte Gewaltenteilung; also eine Trennung von Regierung und Parlament. (Vgl. Demokratiezentrum Wien 2019) In der Exekutive besitzt der Staatspräsident Uhuru Kenyatta weitreichende Vollmachten die ihm ausreichende Regierungs- und Machtbefugnisse verschaffen. Ihm unterliegt sowohl die Regierung als auch die Gesamtheit aller militärischen Organe. (Vgl. Auswärtiges Amt 2017) Im kenianischen System fungiert der Präsident ebenfalls als Regierungschef, er regiert gemeinsam mit dem Vizepräsidenten. (Vgl. Aussenwirtschaftszentrum Bayern (AWZ), 2018)
Das politische System Kenias befindet sich seit dem Jahr 2008 in einem regen Umbruch. Am 04.08.2010 wurde eine neue Verfassung eingeführt, die zur Demokratisierung des Landes führte und den Staatsaufbau veränderte. Dabei wurde der bisher zentralistisch gesteuerte Staat dezentralisiert, um das Parlament zu stärken und die Macht des Präsidenten einzuschränken. (Vgl. Ehlert 2019) Die Dezentralisierung der Verwaltung trat am 4. März 2013 in Kraft. (Vgl. Auswärtiges Amt 2017) Im Zuge dessen gab es weitreichende Änderungen der Verfassung, indem eine neue Nationalversammlung, der Senat, die Bezirksgouverneure, Bezirksversammlungen und Frauenvertreterinnen gewählt wurden. (Vgl. Auswärtiges Amt 2017)
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung der globalen Bekleidungsproduktion ein, definiert die Zielsetzung der Arbeit und erläutert den Aufbau der Untersuchung im Hinblick auf Kenia und Äthiopien.
2 Die Auswirkungen der globalen Bekleidungsproduktion: Das Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung der Globalisierung in der Textilbranche und analysiert den Strukturwandel von den frühen Industrienationen hin zu modernen Produktionsstandorten in Entwicklungsländern.
3 Vergleichende Analyse der im Fokus stehenden Länder: Hier erfolgt eine detaillierte Gegenüberstellung der Länderprofile Kenia und Äthiopien unter Berücksichtigung politischer, demografischer und ökonomischer Faktoren für die Bekleidungsproduktion.
4 Untersuchung des Bildungssektors: Dieses Kapitel analysiert das Schul- und Bildungssystem in Kenia und Äthiopien sowie dessen Bedeutung für die Qualifizierung von Arbeitskräften für die Textilbranche.
5 Untersuchung der lokalen Bekleidungsindustrie: Hier werden der aktuelle Stand der textilen Industrie, bekannte Produzenten sowie Rahmenbedingungen wie Freihandelsabkommen und die Auswirkungen des Imports von Altkleidern diskutiert.
6 Die Umwelt- und Sozialstandards in der Bekleidungsindustrie: Dieses Kapitel definiert und bewertet Sozial- und Umweltstandards sowie die Rolle der deutschen Entwicklungszusammenarbeit bei der Förderung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen.
7 Zusammenfassung und Fazit: Das Kapitel schließt mit einer SWOT-Analyse der beiden Länder sowie einer Beantwortung der Forschungsfragen zur Entwicklungspotenzialen und zukünftigen Herausforderungen.
Kenia, Äthiopien, Textilmanagement, Bekleidungsproduktion, Ausbildungsförderung, Sozialstandards, Umweltstandards, Globalisierung, Industrialisierung, Bildungssektor, Wirtschaftswachstum, Entwicklungspolitik, Lieferkette, Arbeitsbedingungen, Export.
Die Arbeit evaluiert Kenia und Äthiopien als Produktionsstandorte für die Textil- und Bekleidungsindustrie und untersucht, ob und wie diese Länder durch gezielte Bildungsinvestitionen ihre wirtschaftliche Situation verbessern können.
Die Arbeit behandelt die politische und ökonomische Stabilität, das Bildungssystem, die aktuelle industrielle Leistungsfähigkeit der Textilbranche sowie die Einhaltung globaler Sozial- und Umweltstandards.
Das Ziel ist es, herauszufinden, welche Stärken und Schwächen Kenia und Äthiopien als Produktionsstandorte besitzen und wie diese zur Armutsreduktion und zur Verbesserung von Lebensstandards beitragen können.
Es handelt sich um eine vergleichende Analyse, die auf einer umfassenden Literaturrecherche, der Auswertung von Wirtschaftsdaten (z. B. BIP, HDI, CPI) und der Anwendung von SWOT-Analysen für beide Länder basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine vergleichende Analyse der politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen, eine Untersuchung des Bildungssektors und eine detaillierte Analyse der lokalen Bekleidungsindustrie sowie relevanter Sozial- und Umweltstandards.
Zu den Kernbegriffen gehören Textilmanagement, nachhaltige Produktion, Entwicklungszusammenarbeit, Bildungsförderung, Armutsreduktion und wirtschaftliche Industrialisierung.
China agiert als einflussreicher Investor in Kenia und Äthiopien. Durch den Bau von Infrastruktur wie Bahnstrecken soll die Handelslogistik verbessert und die globale Vernetzung der Länder gestärkt werden.
Kenia kämpft stark mit dem Import und Verkauf von Gebrauchtkleidung, was die lokale Textilindustrie schwächt. Äthiopien hat hingegen offizielle Importregelungen, die den Import von gebrauchter Kleidung verbieten.
Industrieparks sind ein zentraler Pfeiler der äthiopischen Strategie (GTP II), um ausländische Investoren anzuziehen, Produktionsstufen zu bündeln und das Exportvolumen bis 2030 signifikant zu steigern.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

