Fachbuch, 2019
74 Seiten
1 Einleitung
2 Migration in der Bundesrepublik Deutschland
2.1 Bedeutung des Begriffs Migration
2.2 Geschichtlicher Verlauf der Migrationspolitik
2.3 Ursachen der Migration
2.4 Begriffserklärung Entwicklung
2.5 Entwicklung und Migration
2.6 Aktuelle Migrantensituation in Deutschland
2.7 Migrationsbericht 2015 (Vergleich zu Berichtsjahr 2014)
3 Demografischer Wandel in Deutschland
3.1 Inländische Fertilität
3.2 Inländische Mortalität
3.3 Nettozuwanderung
4 Fachkräftemangel in Deutschland
4.1 Ursachen des Fachkräftemangels
4.2 Aktueller Stand des Fachkräftemangels in Deutschland
4.3 Auswirkungen des Fachkräftemangels
4.4 Maßnahmen zur Bekämpfung des Fachkräftemangels
5 (Aktuelle Probleme der Migrationspolitik) Integrationsprobleme der Migranten
5.1 Sprache und Bildung
5.2 Die erste, zweite und dritte Migrantengeneration
5.3 Ghettobildungen
5.4 Arbeitsmarktwandel in Deutschland
6 Schlussbetrachtung
Die Arbeit analysiert die Zuwanderungsstruktur der nach Deutschland migrierenden Personen im Kontext des demografischen Wandels und des zunehmenden Fachkräftemangels, um die sozioökonomischen Auswirkungen der Migration auf die Bundesrepublik zu beleuchten.
2.2.1 Anwerbung von Gastarbeitern ab 1950
Mit beeindruckender Konjunktur in den 1950er Jahren erholte sich Deutschland langsam aber sicher von dem zweiten Weltkrieg. Die Arbeitslosenquote sank im gesamten Bundesgebiet (in der Folge kurz „BRD“) stark. Nichtsdestotrotz verspürte man einen Mangel an Arbeitskräften in saisonalen und Billig-Lohn-Branchen. Die Landwirtschaft, die Nahrungsmittelindustrie sowie das Baugewerbe hatten die meisten Schwierigkeiten bei der Beschaffung von (neuen) Arbeitskräften, wonach auch der Arbeitskräftemängel in diesen Arbeitsbereichen am intensivsten war.
Hinsichtlich der hohen Arbeitslosigkeit und der schwachen Wirtschaft Italiens zeigte die italienische Regierung bereits drei Jahre später (1953) großes Interesse an ein Anwerbearrangement mit der BRD. Aufgrund einer Entlastung der erwerbslosen Mütter und Ehefrauen, die einer Beschäftigung nachgingen sowie der geringen Arbeitslosenquote der Männer, die bei etwa 1,8 Prozent lag, stimmte die Bundesrepublik dem Arrangement zu und unterschrieb am 20. Dezember 1955 das Abkommen mit Italien. Die Mehrheit der aus Italien angeworbenen Arbeitskräfte bestand grundsätzlich aus Männern, die meist für physisch anspruchsvolle Arbeitsvorgänge im Baugewerbe und der Landwirtschaft beschäftigt wurden. 1960 wurden 93.284 italienische Arbeitskräfte registriert, wovon 1.912 Frauen waren, die überwiegend in der Textilbranche eingesetzt wurden.
Angesichts der hohen Nachfrage an Arbeitskräften in Deutschland bei gleichzeitigem stetigem Arbeitskräftemangel wurden im Jahr 1960 weitere Abkommen mit Griechenland und Spanien unterzeichnet. Daraufhin folgte die Türkei 1961, Marokko (1963), Portugal (1964), Tunesien (1965) und das ehemalige Jugoslawien (1968).
Infolge fehlender Qualifikationen übernahmen ausländische Arbeitskräfte grundsätzlich physisch anstrengende und schmutzige Arbeit in eher niedrig angesehenen Arbeitsbranchen wie beispielsweise der Kunststoff-, Gummi- und Asbestindustrie wie auch dem Hoch- und Tiefbau. Etwa 20% der Beschäftigten dieser Arbeitsbereiche waren ausländischer Herkunft, was einheimischen Arbeitnehmern zu einem leichteren beruflichen Aufstieg verhalf.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische und aktuelle Bedeutung von Migration für Deutschland sowie den Fokus der Arbeit auf die Arbeitsmigration und deren Zusammenhang mit dem Fachkräftemangel.
2 Migration in der Bundesrepublik Deutschland: Dieses Kapitel skizziert den geschichtlichen Verlauf der Migrationspolitik von den frühen Gastarbeiter-Anwerbungen bis hin zur aktuellen Debatte um ein modernes Einwanderungsgesetz.
3 Demografischer Wandel in Deutschland: Hier werden die Faktoren des demografischen Wandels – Fertilität, Mortalität und Nettozuwanderung – analysiert, die zu einem Bevölkerungsrückgang und einer Veralterung führen.
4 Fachkräftemangel in Deutschland: Das Kapitel untersucht die Ursachen und Auswirkungen des Fachkräftemangels und beleuchtet staatliche Maßnahmen zu dessen Bekämpfung durch gezielte Anwerbung.
5 (Aktuelle Probleme der Migrationspolitik) Integrationsprobleme der Migranten: Hier werden zentrale Herausforderungen der Integration wie Sprache, Bildung, der Wandel der Migrantengenerationen und Phänomene wie die Ghettobildung diskutiert.
6 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit einer gesunden, koordinierten Zuwanderungspolitik für die Zukunft Deutschlands.
Arbeitsmigration, Fachkräftemangel, demografischer Wandel, Gastarbeiter, Integration, Bildung, Migrationspolitik, Zuwanderung, Einwanderungsgesetz, Fertilität, Mortalität, Arbeitsmarktwandel, Ghettobildung, Bevölkerungsstruktur, Qualifikationsniveau.
Die Arbeit befasst sich mit der Arbeitsmigration in Deutschland seit 1950 und untersucht deren Auswirkungen auf die soziale sowie wirtschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik.
Die Schwerpunkte liegen auf der Migrationsgeschichte, dem demografischen Wandel, dem Fachkräftemangel und den damit verbundenen Herausforderungen bei der Integration.
Das Ziel ist die Analyse der Zuwanderungsstruktur und deren sozioökonomische Folgen für Deutschland, insbesondere im Hinblick auf den Fachkräftemangel und den demografischen Wandel.
Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analytische Literaturrecherche sowie die Auswertung statistischer Daten aus Migrationsberichten und demografischen Studien.
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung der Migration, die demografische Situation, die Analyse des Fachkräftemangels in verschiedenen Branchen und die Problematiken der Integration.
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Arbeitsmigration, Fachkräftemangel, demografischer Wandel, Integration und Zuwanderungsstruktur.
Der "Pillenknick" führte zu einem drastischen Rückgang der Fertilitätsrate, was zusammen mit der steigenden Lebenserwartung die demografische Alterung in Deutschland massiv verstärkt hat.
Es scheiterte, da Unternehmen aufgrund von Einarbeitungskosten einen längeren Aufenthalt der Arbeitskräfte bevorzugten und Migranten sich zudem dauerhaft in die soziale Gesellschaft integrierten.
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