Bachelorarbeit, 2019
47 Seiten, Note: 1,8
1 Einleitung
2 Die Föderalismusreform
2.1 Der Föderalismus in der Bundesrepublik Deutschland
2.2 Die Föderalismusreform 2006
2.2.1 Kernpunkte und Zielsetzung der Föderalismusreform 2006
2.3 Die Föderalismusreform im Beamten-, Besoldungs- und Versorgungsrecht
2.3.1 Die historische Entwicklung des Besoldungs- und Versorgungsrechts
2.3.2 Umsetzung der Föderalismusreform im Beamten- und Besoldungsrecht
3 Vergleich der Besoldung und Versorgung innerhalb der Bundesländer nach der Föderalismusreform 2006
3.1 Besoldung
3.2 Beihilfe
4 Verfassungsrechtliche Grenzen der Besoldung und Versorgung
5 Die Auswirkungen des Besoldungsgefälles in Rheinland-Pfalz
6 Vorschläge für einen Maßnahmenplan
6.1 Employer Branding
6.2 Aspekte für eine positive Arbeitgebermarke
6.2.1 Arbeitsplatzsicherheit
6.2.2 Arbeitsplatz in Wohnortnähe und Vielfalt der Möglichkeiten
6.2.3 Vereinbarkeit von Familie und Beruf
6.2.4 Bindung durch Bildung
6.3 Die Kommunikation
7 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Föderalismusreform von 2006 auf das Beamten-, Besoldungs- und Versorgungsrecht, mit besonderem Fokus auf das Land Rheinland-Pfalz und der daraus resultierenden Problematik der Personalfluktuation zum Bund.
2.3.1 Die historische Entwicklung des Besoldungs- und Versorgungsrechts
Das Berufsbeamtentum in seiner heutigen rechtlichen Ausgestaltung ist von einer langen geschichtlichen Entwicklung geprägt. Ursprünge des deutschen Berufsbeamtentums gehen weit zurück in die Zeit der Feudalherrschaft. Als Schöpfer des Berufsbeamtentums gilt Friedrich Wilhelm I von Preußen, der den Beinamen „Soldatenkönig“ trug und Preußen von 1713-1740 regierte.
Das heutige Beamtenrecht basiert maßgeblich auf den Grundlagen der Weimarer Reichsverfassung vom 11. August 1919. Dort wurde das Berufsbeamtentum in den Artikeln 128 bis 131 erstmals institutionalisiert. Damit wurde das gesamte Beamtenrecht unter einen umfassenden Gesetzesvorbehalt gestellt und dem Reich die Gesetzgebungskompetenz verliehen. Auf dieser Grundlage wurde eine Vielzahl von Gesetzen und Verordnungen erlassen, die das Berufsbeamtentum detailliert begründeten. Mit dem Inkrafttreten des Deutschen Beamtengesetzes vom 26. Januar 1937 wurde das erste einheitliche Reichsrecht ins Leben gerufen.
1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Neuordnung des föderativen Systems durch die Reform von 2006 und die daraus resultierenden Unterschiede im Beamtenrecht.
2 Die Föderalismusreform: Es werden die theoretischen Grundlagen des Föderalismus sowie die Ziele, Kernpunkte und die Umsetzung der Reform von 2006 dargestellt.
3 Vergleich der Besoldung und Versorgung innerhalb der Bundesländer nach der Föderalismusreform 2006: Dieses Kapitel analysiert die zunehmenden Divergenzen bei der Besoldung und Beihilfe zwischen Bund und Ländern.
4 Verfassungsrechtliche Grenzen der Besoldung und Versorgung: Hier wird die verfassungsrechtliche Zulässigkeit der Besoldungsunterschiede anhand der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts geprüft.
5 Die Auswirkungen des Besoldungsgefälles in Rheinland-Pfalz: Das Kapitel untersucht die Folgen der ungleichen Besoldung, insbesondere die erhöhte Personalfluktuation rheinland-pfälzischer Beamter zum Bund.
6 Vorschläge für einen Maßnahmenplan: Es werden Strategien wie Employer Branding und verbesserte Rahmenbedingungen zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität entwickelt.
7 Fazit und Ausblick: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die politischen Ziele der Reform kritisch im Hinblick auf die Realität der Betroffenen.
Föderalismusreform, Beamtenrecht, Besoldung, Versorgung, Rheinland-Pfalz, Besoldungsgefälle, Personalfluktuation, Arbeitgebermarke, Employer Branding, Alimentationsprinzip, Beihilfesystem, Dienstherrnwechsel, öffentliche Verwaltung, Wettbewerbsfähigkeit, Familienfreundlichkeit
Die Arbeit thematisiert die Folgen der Föderalismusreform 2006 für das Beamten-, Besoldungs- und Versorgungsrecht, insbesondere in Bezug auf die Disparitäten zwischen Bund und dem Land Rheinland-Pfalz.
Die zentralen Themen umfassen die föderale Struktur Deutschlands, die gesetzgeberische Kompetenzverteilung, das Alimentationsprinzip, die Besoldungsentwicklung sowie Strategien zur Personalbindung im öffentlichen Dienst.
Das Ziel ist es, die Auswirkungen der Reformumsetzung nach 12 Jahren zu analysieren, die Folgen der Besoldungsaufspaltung für Rheinland-Pfalz zu untersuchen und Lösungswege für die aufgetretenen Fehlentwicklungen aufzuzeigen.
Die Arbeit nutzt eine Literatur- und Rechtsquellenanalyse sowie die Auswertung statistischer Daten und tabellarischer Vergleiche zur Darstellung der Besoldungsstrukturen und Personalbewegungen.
Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung, den Ländervergleich, die verfassungsrechtlichen Grenzen, die Auswirkungen des Besoldungsgefälles auf die Personalfluktuation und konkrete Maßnahmenpläne zur Attraktivitätssteigerung.
Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Föderalismusreform, Besoldung, Rheinland-Pfalz, Personalfluktuation, Arbeitgebermarke und Alimentationsprinzip.
Das Alimentationsprinzip dient als verfassungsrechtlicher Maßstab, der den Dienstherrn verpflichtet, eine amtsangemessene Alimentierung sicherzustellen, und fungiert somit als Schutz gegen eine unangemessene Unteralimentation.
Das Land erkennt die Notwendigkeit zur Verbesserung der Besoldung und der Rahmenbedingungen, plant Anpassungen und diskutiert die Einführung von Maßnahmen zur Personalbindung wie Employer Branding.
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