Masterarbeit, 2019
79 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Grundlagen der Arbeit
2.1 Wertschöpfungskette von Versicherungsunternehmen
2.2 Digitalisierung in der Versicherungswirtschaft
2.3 Definition und Entwicklung der InsurTechs
3. Kooperationen zwischen Versicherungsunternehmen und InsurTechs
3.1 Vorteile einer Kooperation
3.2 Mögliche Kooperationsformen
3.3 Bestehende Kooperationen
4. Ansatzpunkte für InsurTechs in der Wertschöpfungskette von Versicherungsunternehmen
4.1 Potenzialanalyse in der Wertschöpfungskette
4.2 Ansätze in den Funktionen Vertrieb, Kundenbetreuung und Marketing
4.3 Ansätze in der Funktion Schaden- und Leistungsmanagement
4.4 Ansätze in den Funktionen Produktentwicklung, Underwriting und Risikotragung
4.5 Fehlende Ansätze in weiteren Bereichen
5. Fazit, kritische Würdigung und Ausblick
Die vorliegende Master Thesis untersucht die Kooperationsmöglichkeiten zwischen traditionellen Versicherungsunternehmen (VU) und InsurTechs. Ziel ist es zu analysieren, in welchen Bereichen der Wertschöpfungskette ein sinnvolles Zusammenwirken möglich ist und wie Synergien zwischen der Agilität der Start-ups und der Marktmacht der Versicherer generiert werden können.
3.1 Vorteile einer Kooperation
In diesem Kapitel wird erörtert, ob eine Kooperation zwischen Versicherern und InsurTechs sinnvoll ist. Hierzu werden zunächst Argumente gesammelt, welche für eine Kooperation sprechen. Grundsätzlich sollte die Frage gestellt werden, warum VU mit InsurTechs kooperieren sollten. Schließlich ist insbesondere die Gruppe der digitalen Versicherer mit den Etablierten im Wettbewerb um denselben Markt. Einige Unternehmen haben allerdings festgestellt, dass eine Kooperation anstatt einer Konfrontation sinnvoller sein kann, denn grundsätzlich gilt: Was die einen haben, das fehlt den anderen. Sowohl InsurTechs als auch VU besitzen Vorteile, welche zugunsten beider Parteien genutzt werden können.
InsurTechs fehlt es in erster Linie an Kunden. Selbstverständlich kann argumentiert werden, dass es sich noch um Start-ups handelt, welche kurz vor dem Durchbruch stehen. Dagegen spricht aber, dass bisher kaum ein Technologieunternehmen einen nennenswerten Erfolg bei der Kundenakquise erreichen konnte. Eine mangelnde Kundenanzahl können VU hingegen nicht beklagen, da der klassische Vertrieb nach wie vor das zuverlässigste Instrument für die Kundengewinnung ist.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Digitalisierung ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Kooperationsmöglichkeiten zwischen traditionellen VU und InsurTechs.
2. Grundlagen der Arbeit: Das Kapitel erläutert die Wertschöpfungskette von Versicherungsunternehmen, den Einfluss der Digitalisierung und definiert den Begriff der InsurTechs.
3. Kooperationen zwischen Versicherungsunternehmen und InsurTechs: Es werden die wechselseitigen Vorteile einer Zusammenarbeit untersucht, verschiedene Kooperationsformen definiert und eine Übersicht über bestehende Partnerschaften gegeben.
4. Ansatzpunkte für InsurTechs in der Wertschöpfungskette von Versicherungsunternehmen: Hier erfolgt eine detaillierte Potenzialanalyse, unterteilt in die verschiedenen Funktionsbereiche der Wertschöpfungskette, und es werden Bereiche identifiziert, in denen sich derzeit keine Kooperationsansätze zeigen.
5. Fazit, kritische Würdigung und Ausblick: Das Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen, würdigt die Ergebnisse kritisch und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung im Versicherungsmarkt.
Digitalisierung, Versicherungsunternehmen, InsurTech, Wertschöpfungskette, Kooperation, Start-up, Geschäftsmodell, Vertrieb, Schadenmanagement, Kundenzentrierung, künstliche Intelligenz, Blockchain, Datenanalyse, Disruption, Risikotragung
Die Arbeit befasst sich mit dem Wandel der Versicherungswirtschaft durch digitale Technologien und der Frage, wie etablierte Versicherer und junge Technologie-Start-ups (InsurTechs) erfolgreich zusammenarbeiten können.
Zu den Schwerpunkten zählen die Digitalisierung der Wertschöpfungskette, die Klassifizierung von InsurTech-Geschäftsmodellen, die Analyse von Kooperationsvorteilen sowie die Identifikation spezifischer Ansatzpunkte für technologische Innovationen.
Das Hauptziel ist die Beantwortung der Frage, welche konkreten Kooperationsmöglichkeiten zwischen traditionellen Versicherungsunternehmen und InsurTechs existieren, um Synergien in der Wertschöpfung zu heben.
Der Autor verwendet eine qualitative Fachliteraturanalyse, ergänzt durch Unternehmensinformationen und die Auswertung von Presseberichten zu bestehenden Kooperationen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Versicherungswertschöpfungskette, die Analyse der Interaktionsformen zwischen den Akteuren und eine detaillierte Untersuchung von Potenzialen in den Bereichen Vertrieb, Schadenmanagement und Produktentwicklung.
Neben dem Kernthema InsurTech und Digitalisierung sind vor allem Begriffe wie Wertschöpfungskette, Kooperationsmanagement, Prozessautomatisierung und künstliche Intelligenz zentral.
Diese dienen als Beispiele für die zweite Generation von InsurTechs, die entweder auf enge Kooperationen setzen oder durch schlanke, voll digitalisierte Prozesse versuchen, Kostenvorteile gegenüber klassischen Versicherern zu generieren.
Der Autor sieht darin ein vielversprechendes Instrument, um durch dezentrale Speicherung und automatisierte Smart Contracts das Vertrauen der Kunden zu erhöhen und Schadenregulierungsprozesse effizienter zu gestalten.
Ja, der Autor identifiziert die passive Rückversicherung und das klassische Asset Management als Bereiche, in denen für InsurTechs auf absehbare Zeit kaum Ansatzpunkte für eine sinnvolle Zusammenarbeit bestehen.
Es wird betont, dass eine tiefgreifende Partnerschaft zu einer höheren Abhängigkeit führt und das Risiko birgt, wertvolles Know-how oder strategische Eigenständigkeit an den Partner zu verlieren.
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