Bachelorarbeit, 2017
47 Seiten, Note: 2,0
Diese Arbeit analysiert das unzuverlässige Erzählen in den Filmen von David Fincher und Christopher Nolan. Dabei werden die Besonderheiten ihrer Erzähltechniken, die zur bewussten Täuschung der Zuschauer eingesetzt werden, untersucht und verglichen. Ziel ist es, die unterschiedlichen Strategien des unzuverlässigen Erzählens aufzuzeigen und zu analysieren, wie sie in den jeweiligen Filmen eingesetzt werden, um die Interpretation des Zuschauers zu beeinflussen.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die die Thematik des unzuverlässigen Erzählens im Film einführt und die Besonderheiten des Erzählens bei Fincher und Nolan hervorhebt. Im Anschluss werden die theoretischen Grundlagen des unzuverlässigen Erzählens im Film dargelegt. Dazu gehören die Abgrenzung von Begriffen wie Plot Point, Plot Twist und Final Plot Twist sowie die Bestimmung von Protagonist und Antagonist. Der Hauptteil der Arbeit analysiert die unzuverlässigen Erzähltechniken von Fincher und Nolan. Bei Fincher werden die Ausweglosigkeit der Protagonisten und der Informationsexzess als zentrale Elemente des unzuverlässigen Erzählens beleuchtet. Bei Nolan liegt der Fokus auf der Ambivalenz der Protagonisten und Antagonisten sowie dem Informationsdefizit, das er in seinen Filmen bewusst einsetzt. Abschließend werden die Ergebnisse der Analyse in einem Fazit zusammengefasst.
Unzuverlässiges Erzählen, David Fincher, Christopher Nolan, Plot Twist, Informationsexzess, Informationsdefizit, Ambivalenz, Ausweglosigkeit, Film, Analyse, Vergleich, Genre, Interpretation, Zuschauer, Täuschung, Erwartungshaltung.
Es beschreibt eine Erzählweise, bei der der Zuschauer bewusst getäuscht wird, sodass sich am Ende herausstellt, dass die gezeigten Ereignisse anders abgelaufen sind als dargestellt.
Fincher nutzt oft einen "Informationsexzess" und thematisiert die Ausweglosigkeit seiner Figuren. Nolan hingegen arbeitet häufig mit einem "Informationsdefizit" und zeitlichen Verschachtelungen.
Ein Plot Twist ist eine überraschende Wendung in der Handlung, die eine Umdeutung der bisher gesehenen Ereignisse erfordert.
Der Begriff wurde ursprünglich in der Literaturwissenschaft geprägt, insbesondere durch Wayne Booth in seinem Werk "The Rhetoric of Fiction" Anfang der 60er Jahre.
Diese Filme fordern den Zuschauer aktiv heraus, mitzudenken und die Wahrheit hinter den Bildern selbst zu entschlüsseln, was über das bloße Konsumieren hinausgeht.
Nolan lässt oft offen, wer Protagonist und wer Antagonist ist, was das Gefühl der Unzuverlässigkeit verstärkt und den Zuschauer im Unklaren lässt.
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