Examensarbeit, 2006
153 Seiten, Note: 1
1.) EINLEITUNG
2.) DER SUCHTBEGRIFF
2.1) Sucht oder Abhängigkeit?
2.2) Einteilung der Süchte
2.3) Charakteristik einer Sucht
2.4) Faktoren und Motive einer Sucht
3.) INTERNETSUCHT
3.1) Daten zur Internet- und Computernutzung
3.2) Internetsucht – Fakt oder Fiktion? Ein Forschungsüberblick
3.2.1) Internetsucht ist möglich
3.2.2) Internetsucht gibt es nicht
3.3) Erscheinungsbild der Internetsucht
3.3.1) Anzeichen für die Internetsucht
3.3.2) Warum macht das Internet süchtig?
3.3.3) Welche Bereiche des Internet sind besonders betroffen?
3.3.4) Auswirkungen der Internetsucht
3.3.4.1) Soziale Auswirkungen
3.3.4.2) Gesundheitliche Auswirkungen
3.3.4.3) Berufliche und schulische Auswirkungen
3.3.5) Wann ist man internetsüchtig?
3.4) Internetsucht bei Kindern und Jugendlichen
3.4.1) Betroffene Bereiche
3.4.1.1) Computer- und Onlinespiele
3.4.1.2) Kontakte knüpfen
3.4.2) Interventionsmöglichkeiten für Eltern betroffener Kinder
4.) EMPIRISCHE STUDIE ZUM PROBLEMBEWUSSTSEIN JUGENDLICHER BEZÜGLICH IHRES INTERNET- UND ONLINESPIELE-KONSUMS
4.1) Fragestellung
4.2) Charakterisierung des Interviews
4.3) Überlegungen beim Erstellen der Interviewfragen
4.4) Interviewfragen
4.5) Vorgehensweise bei der Erhebung
4.5.1) Zugang zum Untersuchungsfeld
4.5.2) Durchführung der Interviews und Aufzeichnung
4.5.2.1) Angaben zur person
4.5.2.2) Einleitung
4.5.2.3) Leitfaden
4.6) Überlegungen zur Interpretation der Interviews
4.6.1) Transkription
4.6.2) Redigierte Aussagen
4.6.2.1) Selektieren der bedeutungstragenden Aussagen
4.6.2.2) Auslassen von Redundanzen und Füllseln
4.6.2.3) Transformieren in unabhängige Aussagen des Interviewpartners
4.6.2.4) Paraphrasieren
4.6.3) Auswertung der Interviews
4.7) Interpretation der Interviews
4.7.1) Redigierte Aussagen der interviewten Jugendlichen
4.7.1.1) Redigierte Aussagen Felix
4.7.1.2) Redigierte Aussagen Marcel
4.7.1.3) Redigierte Aussagen Gerrit
4.7.1.4) Redigierte Aussagen Anne
4.7.1.5) Redigierte Aussagen Marc
4.7.1.6) Redigierte Aussagen Timm
4.7.1.7) Redigierte Aussagen Sebastian
4.7.1.8) Redigierte Aussagen Harry
4.7.2) Auswertung der Aussagen der interviewten Jugendlichen
4.7.2.1) Welches Vorwissen haben die Jugendlichen zum Thema Sucht und nehmen sie diese als eine reale Problematik wahr?
4.7.2.2) Was sind die Hauptaktivitäten der Befragten am Computer und im Internet?
4.7.2.3) Welche Bedeutung haben digitale Unterhaltungsmedien im Leben der Jugendlichen?
4.7.2.4) Welchen Einfluss haben die Eltern auf den Computer- und Internetkonsum der Jugendlichen?
4.7.2.5) Sehen die Jugendlichen ein Problem in ihrem Computer- und Internetkonsum?
4.7.2.6) Deuten Computer- und Internetgebrauch der Befragten auf eine Suchtgefährdung hin?
4.8) Zusammenfassung der Ergebnisse
5.) RESÜMEE
6.) AUSBLICK
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, zu untersuchen, ob Jugendliche, die Internet und Onlinespiele exzessiv nutzen, ein Problembewusstsein für eine mögliche Suchtgefährdung entwickelt haben, und wie ihr Umgang mit diesen Medien in den Schulalltag und das familiäre Umfeld integriert ist.
3.3.1) ANZEICHEN FÜR DIE INTERNETSUCHT
Wie wohl mittlerweile schon deutlich wurde, handelt es sich bei der Internetsucht um ein Krankheitsbild mit vielfältigen Symptomen und oft weit reichenden Konsequenzen. Wie bei jeder anderen Sucht auch ist die Ausprägung von Person zu Person verschieden. Um den Betroffenen allerdings die Möglichkeit einer Selbsteinschätzung zu geben, gibt es einige Fragebögen, die eine persönliche Einstufung erleichtern sollen. So soll beispielsweise der online abrufbare Fragebogen von Kimberly Young helfen, Warnsignale zu erkennen, die auf eine Internetsucht hindeuten. Sie stellt folgende acht Fragen:
• Fühlen Sie sich vom Internet eingenommen? Denken Sie an vorangegangene Online-Aktivitäten oder antizipieren Sie kommende?
• Fühlen Sie eine Notwendigkeit, das Internet zeitlich immer mehr nutzen zu müssen, um ein gewisses Maß an Zufriedenheit zu erreichen?
• Haben Sie wiederholt erfolglos versucht, die Internetnutzung zu kontrollieren, zu reduzieren oder zu stoppen?
• Fühlen Sie sich unruhig, launisch, depressiv oder irritiert, wenn Sie versuchen, die Internetnutzung zu reduzieren?
• Sind Sie länger online als eigentlich beabsichtigt?
• Haben Sie signifikante Beziehungen, Ihren Beruf, Ihre Karriere wegen des Internets gefährdet oder gar riskiert?
• Haben Sie Familienangehörige, Therapeuten oder andere angelogen, um Ihren exzessiven Gebrauch des Internets zu verbergen?
• Nutzen Sie das Internet als eine Möglichkeit, um vor Problemen, Missstimmungen (z.B. Gefühle der Hilflosigkeit, Depression, Schuld, Angst) zu fliehen?
1.) EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die wachsende Bedeutung von Internet und Computer in der Gesellschaft sowie die damit einhergehende Debatte um potenzielle Suchtgefahren für Kinder und Jugendliche.
2.) DER SUCHTBEGRIFF: Dieses Kapitel definiert und differenziert den Begriff der Sucht sowie Abhängigkeit und erläutert die verschiedenen Arten von Süchten, inklusive stoffungebundener Verhaltensweisen.
3.) INTERNETSUCHT: Das Kapitel bietet einen Forschungsüberblick zur Internetsucht, analysiert das Erscheinungsbild, die Ursachen sowie Auswirkungen und diskutiert die Problematik bei Kindern und Jugendlichen.
4.) EMPIRISCHE STUDIE ZUM PROBLEMBEWUSSTSEIN JUGENDLICHER BEZÜGLICH IHRES INTERNET- UND ONLINESPIELE-KONSUMS: Hier wird die Methodik der durchgeführten Interviews dargelegt, die Ergebnisse werden präsentiert und hinsichtlich des Problembewusstseins der befragten Jugendlichen ausgewertet.
5.) RESÜMEE: Das Resümee fasst die Erkenntnisse der theoretischen und empirischen Untersuchung zusammen und reflektiert die Ergebnisse kritisch im Hinblick auf die Debatte um die Existenz einer Internetsucht.
6.) AUSBLICK: Der Ausblick betont die Notwendigkeit weiterer intensiver Forschung und unterstreicht die Rolle von Pädagogen und Eltern bei der Förderung eines bewussten Umgangs mit digitalen Medien.
Internetsucht, Computer, Jugendliche, Medienkonsum, Spielsucht, Online-Spiele, Problembewusstsein, Eltern-Kind-Beziehung, Medienkompetenz, Verhaltenssucht, Prävention, Internetabhängigkeit, empirische Studie, Freizeitverhalten, digitale Unterhaltungsmedien.
Die Arbeit untersucht das Phänomen der Internetsucht und des exzessiven Konsums von Onlinespielen, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, und analysiert, ob Betroffene ein Bewusstsein für die damit verbundenen Risiken haben.
Die Schwerpunkte liegen auf den theoretischen Definitionen von Sucht, der wissenschaftlichen Debatte zur Existenz einer Internetsucht sowie der empirischen Untersuchung des Mediennutzungsverhaltens Jugendlicher.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob Jugendliche, die Computer und Internet intensiv nutzen, eine Suchtproblematik bei sich selbst wahrnehmen oder ihren Konsum als unbedenklich einstufen.
Zur Datengewinnung wurden qualitative Experteninterviews mit Jugendlichen durchgeführt, deren Internet- und Spielkonsum bereits als erhöht bekannt war.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Aufarbeitung des Suchtbegriffs sowie die Auswertung der durchgeführten Interviews, in denen Einstellungen und Gewohnheiten der Jugendlichen beleuchtet werden.
Wichtige Begriffe sind Internetabhängigkeit, mediale Sozialisation, elterliche Aufsicht, präventive Ansätze und die Unterscheidung zwischen intensivem Hobby und pathologischem Suchtverhalten.
Die Interviews zeigen, dass Jugendliche oft versuchen, ihre Spielzeit durch Tricks (z.B. Lügen über Speicherpunkte) zu verlängern, besonders wenn Eltern keine fundierte Medienkenntnis besitzen.
Soziale Integration gilt als Schutzfaktor; das Internet dient bei den Jugendlichen oft zur Kontaktpflege oder als Mittel gegen Langeweile, während das Gefühl, "außen vor" zu sein, wenn man nicht mitreden kann, den Konsum befeuert.
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