Bachelorarbeit, 2018
98 Seiten, Note: 1,85
1. [Vorwort_Wurzelspitzen]
3. [Blick der Ethnologin_Rituale des Alltags]
5. [Vorgehensweise]
7. [Ausgangspunkt_Attraktor im Alltag]
10. [Status quo: Trend Kahlschlag. Er/ sie/ es stutzt. Wir stutzen.]
13. [Literaturbericht_Forschungsstand]
18. [Wovon reden wir hier eigentlich?]
27. [Empirie]
38. [Orte der Verhandlung_Alltag durchgekämmt]
50. [Ort des Geschehens_Körper]
55. [Macht steckt in jedem Haar_Körper als Kontrollgegenstand]
60. [Zum Zopf gebunden_Zusammenfassung]
64. [Wachsen lassen_Reflexion]
67. [Ausblick_Nachwuchs]
Die Arbeit untersucht die Verhandlungen und gesellschaftliche Wahrnehmung von weiblicher* Körperbehaarung. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Körperbehaarung in Medien verhandelt wird und welche Rolle Schönheitsideale, Konsumdruck und gesellschaftliche Normen bei der Entscheidung zur (Nicht-)Enthaarung spielen.
[Status quo: Trend Kahlschlag. Er/ sie/ es stutzt. Wir stutzen.]
Die Presse titelt: „Der Trend geht gen Kahlschlag“, „Schamlos“ oder „Kahlschlag längst Normalität“. Dazu werden Stars wie Paris Hilton, Gwyneth Paltrow und Victoria Beckham zitiert, welche 2009 auf den absolut „smoothen“, also völlig blanken Intimbereich schworen und dafür ins Waxing-Studio gingen. Der deutsch-französische Fernsehsender „arte“ stellte „aalglatte Haut überall“ fest und befragte den nicht nur in Deutschland seit den 1990ern deutlich wahrzunehmenden Trend zum „unten ohne“ in dem Poilorama „Haarige Sache – Nacktmull oder Äffchen?“ auf seinen Gehalt. Die Soziologin Waltraud Posch beschreibt den „Kahlschlag überall“, als notwendig, „um als gepflegter, auf sich achtender, sich wohlfühlender Mensch durchzugehen.“ Die Bloggerin Daniela Herzog sieht die Verantwortung für den „blitzblank-Look“ in der sexuellen Revolution der 1960er Jahre.
[Vorwort_Wurzelspitzen]: Das Vorwort führt in die Thematik ein, definiert zentrale Begriffe wie Körperwachstum und das umgangssprachliche "waxen" und stellt grundlegende Fragen zur sozialen Bedeutung von Körperbehaarung.
[Blick der Ethnologin_Rituale des Alltags]: Dieses Kapitel betrachtet Kultur und Rituale im Alltag und hinterfragt, warum bestimmte Schönheitsnormen wie die glatte Haut zur kulturellen "Normalität" geworden sind.
[Vorgehensweise]: Hier wird der essayistische und explorative Forschungsstil der Arbeit erläutert, der qualitative Interviews und eine Medienbeobachtung zur Datenerhebung nutzt.
[Ausgangspunkt_Attraktor im Alltag]: Anhand von Fallbeispielen wie Werbekampagnen von Adidas und H&M wird illustriert, wie Körperbehaarung medial als "Problem" oder "Tabubruch" konstruiert wird.
[Status quo: Trend Kahlschlag. Er/ sie/ es stutzt. Wir stutzen.]: Dieses Kapitel analysiert den Trend zum "Kahlschlag" im Intimbereich, belegt durch Pressemeldungen und den Einfluss der Pornoindustrie auf das Schönheitsideal.
[Literaturbericht_Forschungsstand]: Es wird dargelegt, dass wissenschaftliche Literatur zu diesem Thema spärlich ist und die Arbeit sich explorativ neuen Ansätzen widmet.
[Wovon reden wir hier eigentlich?]: Eine biologische Definition von Haararten (Terminalhaar, Vellus-Haar) wird hier im Kontext ihrer sozialen Konnotationen diskutiert.
[Empirie]: In diesem Teil wird die systematische Medienbeobachtung von 66 Artikeln vorgestellt, die als Grundlage für die Analyse der gesellschaftlichen Verhandlung von Körperbehaarung dient.
[Orte der Verhandlung_Alltag durchgekämmt]: Die Analyse der Medien als "Sozialisationsagenten" und Orte, an denen Körperbilder produziert werden, steht im Vordergrund.
[Ort des Geschehens_Körper]: Theoretische Grundlagen zur Soziologie des Körpers (u.a. Bourdieu, Foucault, Plessner) werden erörtert, um die "Einverleibung" sozialer Normen zu erklären.
[Macht steckt in jedem Haar_Körper als Kontrollgegenstand]: Dieses Kapitel verknüpft die Machtverhältnisse des neoliberalen Systems mit dem Zwang zur Selbstoptimierung durch Enthaarung.
[Zum Zopf gebunden_Zusammenfassung]: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen: Es gibt einen ständigen Kampf um Körperbilder zwischen Anpassung und Widerstand.
[Wachsen lassen_Reflexion]: Eine reflexive Auseinandersetzung mit dem eigenen Forschungsprozess und der Herausforderung, eine Bachelorarbeit zu diesem Thema zu schreiben.
[Ausblick_Nachwuchs]: Abschließend werden Anregungen für zukünftige Forschungsfragen, etwa zur Bedeutung von Selfies oder zur digitalen Virtualität, gegeben.
Körperbehaarung, Weiblichkeit, Schönheitsideal, Enthaarung, Neoliberalismus, soziale Normen, Medienanalyse, Selbstoptimierung, Geschlechterkonstruktion, Körpersoziologie, Intimfrisur, Machtverhältnisse, Körperkultur, Körperbildstörung, Empowerment.
Die Arbeit untersucht die gesellschaftliche Verhandlung von weiblicher* Körperbehaarung und die damit verbundenen Schönheitsnormen im 21. Jahrhundert.
Zu den Schwerpunkten gehören Medienkritik, feministische Perspektiven auf den Körper, die Soziologie der Körperbilder sowie der Einfluss ökonomischer Interessen auf das individuelle Verhalten.
Ziel ist es, den Selbstanpassungs- und Optimierungszwang hinsichtlich der eigenen Körperbehaarung zu reflektieren und die Mechanismen aufzudecken, die zu einer Tabuisierung von natürlicher Körperbehaarung bei Frauen* führen.
Die Autorin nutzt eine explorative, qualitative Forschungsstrategie, bestehend aus einer Medieninhaltsanalyse (Strukturanalyse) von 66 Artikeln sowie informellen Gesprächen mit dem Umfeld.
Der Hauptteil analysiert die mediale Konstruktion von Haarlosigkeit als "Normalität", die Rolle von Prominenten als Vorbilder sowie die Rolle des neoliberalen Marktes bei der Vermarktung von Enthaarungstechniken.
Körperbehaarung, Weiblichkeit*, Neoliberalismus, Schönheitsideal, Soziale Normen und Machtverhältnisse sind die zentralen Begriffe.
Sie ordnet diesen Trend ambivalent ein: Einerseits zeigt er erste Ansätze von Widerständigkeit, andererseits bleibt er oft an den Pflegeimperativ gebunden (färben, trimmen, in Form bringen).
Die Arbeit identifiziert die Pornoindustrie als wegweisende Instanz für die Verbreitung eines haarlosen Intim-Ideals, welches mittlerweile auch den gesellschaftlichen Mainstream beeinflusst.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

