Masterarbeit, 2018
72 Seiten, Note: 3,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2. Grundlagen
2.1 Definition Nachhaltigkeit
2.2 Corporate Social Responsibility
2.2.1 Definition
2.2.2 Arten von CSR
2.2.3 Nichtstrategischer CSR
2.2.4 Strategisches CSR
2.3 CSR – Richtlinie
2.3.1 Definition
2.3.2 Ziele und Anwendungskreis
2.3.3 Nichtfinanzielle Aspekte im Sinne des § 289c HGB
2.3.4 Berichterstattung
3. Analyse der Umsetzung der neuen CSR-Richtlinie
3.1 Methodik
3.2 Arten der qualitativen Inhaltsanalyse
3.3 Durchführung der Methodik
3.3.1 Bestimmung des Ausgangsmaterials
3.3.1.1 Volkswagen AG
3.3.1.2 Henkel AG & Co.KGaA
3.3.1.3 HUGO BOSS AG
3.3.1.4 Deutsche Bank AG
3.3.1.5 RWE AG
3.3.2 Entwicklung des Kategoriensystems
4. Kritische Analyse in Anlehnung an § 289c HGB
4.1 Transparenz
4.1.1 Umweltbelangen
4.1.2 Arbeitnehmerbelangen
4.1.3 Sozialbelangen
4.1.4 Beachtung der Menschenrechte
4.1.5 Bekämpfung von Korruption
4.2 Vergleichbarkeit
5. Abschlussanalyse
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit durch die Anwendung und Implementierung der CSR-Richtlinie eine Steigerung der Transparenz und Vergleichbarkeit in den Nachhaltigkeitsberichten börsennotierter Unternehmen erreicht wurde. Hierzu werden exemplarisch Nachhaltigkeitsberichte von fünf Unternehmen analysiert, um die Auswirkungen der gesetzlichen Regulierung auf die Berichterstattungspraxis zu bewerten.
1.1 Problemstellung
In den letzten ist es Jahren deutlich erkennbar, dass das Thema Nachhaltigkeit und umweltbe wusstes Handeln zunehmend von der Öffentlichkeit wahrgenommen und thematisiert wird. Ein Grund hierfür ist unwiderlegbar die derzeitige Situation des Klimawandels. Es wird deutlich, dass der prognostizierte Klimawandel keine Hypothese ist sondern die tatsächliche Entwicklung widerspiegelt. Viele Menschen versuchen durch Eigeninitiative ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten indem sie u.a. bewusst in verpackungslosen Geschäften ihre Lebensmittel einkaufen oder erneuerbare Energie beziehen. Dennoch werden Ressourcen knapper und die Möglichkei ten zu vertretbaren Umweltnutzung ist trotz gestiegener Nachfrage nur begrenzt möglich, wodurch das Interesse der Gesellschaft an sozial ökologisch und ökonomisch handelnden Un ternehmen gestiegen ist.
Heutzutage ist das nachhaltige Bewusstsein der Bevölkerung gerade in den Industriestaaten ausgeprägter als je zuvor und erschwert Unternehmen umweltschädlich und verantwortungslos zu handeln, ohne dabei ihrem Ruf am Markt zu schaden. Auch die Strategie, sich alleine auf den finanziellen Erfolg zu konzentrieren, ist nur erschwert möglich. Der öffent liche Druck führt dazu, dass sich vermehrt Unternehmen mit der Thematik auseinandersetzen und ihre Handlungen jährlich in Form eines Nachhaltigkeitsberichtes oder eines sogenannten Corporate Social Responsibility (CSR) Bericht veröffentlichen. Hier dokumentieren die Unter nehmen wie sie verantwortungsbewusst mit der Umwelt aber auch mit ihren Mitarbeitern, Kun den und Investoren umgehen. Die Unternehmen liefern essentielle Informationen, wie u.a. über deren Nachhaltigkeitstätigkeiten und Beitrag zum Umweltschutz, an die externen Shareholder und verschaffen sich einen Wettbewerbsvorteil am Markt gegenüber denjenigen Unternehmen, die keinen Bericht veröffentlichen.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Nachhaltigkeitsberichterstattung ein und formuliert die Forschungsfrage zur Wirksamkeit der CSR-Richtlinie bezüglich Transparenz und Vergleichbarkeit.
2. Grundlagen: Hier werden die theoretischen Begrifflichkeiten von Nachhaltigkeit, CSR und der regulatorische Rahmen der CSR-Richtlinie inklusive der Berichtspflichten nach HGB erläutert.
3. Analyse der Umsetzung der neuen CSR-Richtlinie: Dieses Kapitel beschreibt die methodische Vorgehensweise der qualitativen Inhaltsanalyse sowie die Auswahl der untersuchten Unternehmen und die Entwicklung des Kategoriensystems.
4. Kritische Analyse in Anlehnung an § 289c HGB: Hier erfolgt die empirische Auswertung der Nachhaltigkeitsberichte anhand der Kategorien Transparenz und Vergleichbarkeit für die fünf ausgewählten Unternehmen.
5. Abschlussanalyse: Dieses Kapitel resümiert die Ergebnisse der empirischen Analyse und bewertet, inwieweit die Ziele der CSR-Richtlinie in der Praxis umgesetzt wurden.
6. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt eine kritische Einschätzung zur Notwendigkeit weiterer regulatorischer Anpassungen.
Nachhaltigkeit, CSR-Richtlinie, Corporate Social Responsibility, Transparenz, Vergleichbarkeit, CSR-Bericht, HGB, Nachhaltigkeitsbericht, qualitative Inhaltsanalyse, Stakeholder, Risikodarstellung, Berichterstattung, Unternehmensstrategie, Nichtfinanzielle Erklärung, Umweltbelangen.
Die Arbeit untersucht, wie sich die neue CSR-Richtlinie auf die Nachhaltigkeitsberichterstattung deutscher börsennotierter Unternehmen auswirkt.
Die zentralen Themen sind Nachhaltigkeit, Corporate Social Responsibility (CSR), die CSR-Richtlinie (CSR-RUG) sowie Transparenz und Vergleichbarkeit in Berichten.
Das Ziel ist zu analysieren, ob durch die CSR-Richtlinie tatsächlich mehr Transparenz und eine bessere Vergleichbarkeit der Berichte für externe Stakeholder geschaffen wurde.
Die Verfasserin verwendet eine inhaltlich strukturierende qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring mit einem theoriegeleiteten Codierungsschema.
Der Hauptteil analysiert die Nachhaltigkeitsberichte von fünf Unternehmen (VW, Henkel, Hugo Boss, Deutsche Bank, RWE) anhand von Transparenz- und Vergleichbarkeitskriterien.
Wichtige Begriffe sind CSR-Richtlinie, Transparenz, Vergleichbarkeit, nichtfinanzielle Erklärung, Nachhaltigkeitsbericht und Wesentlichkeit.
Die Unternehmen wurden aus fünf verschiedenen Branchen ausgewählt, wobei Kriterien wie Börsennotierung, Konzernstatus und ein separater Bericht für das Geschäftsjahr 2017 ausschlaggebend waren.
Die Analyse zeigt kritisch auf, dass Unternehmen die Nettomethode nutzen, um Risiken als „nicht wesentlich“ zu definieren und so die Offenlegungspflichten im Bericht zu umgehen.
Henkel wurde aufgrund fehlender Markierungen und der unübersichtlichen Struktur des Berichts als mangelhaft bewertet, da dies die Analyse der nichtfinanziellen Aspekte erschwerte.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass trotz der Richtlinie noch Spielräume bestehen, die Unternehmen zu ihren Gunsten nutzen, weshalb der Gesetzgeber die Anforderungen weiter präzisieren sollte.
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