Bachelorarbeit, 2018
104 Seiten
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund zu Kapitalkostenmodellen
2.1 Capital Asset Pricing Model (CAPM)
2.2 Fama-French-Dreifaktorenmodell (FF3FM)
3 Bestimmung des Unternehmenswertes in der Praxis
3.1 Discounted Cashflow-Verfahren (DCF)
3.2 Weighted Average Cost of Capital (WACC)
4 Empirischer Vergleich von Theorie und Praxis
4.1 Beschreibung der Datenbasis
4.2 Berechnung des Unternehmenswertes nach CAPM
4.3 Berechnung des Unternehmenswertes nach FF3FM
5 Auswertung und Diskussion der Ergebnisse
6 Schluss
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist der empirische Vergleich der Eignung des Capital Asset Pricing Models (CAPM) und des Fama-French-Dreifaktorenmodells (FF3FM) für die Bewertung von an deutschen Börsen gelisteten Unternehmen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, ob das komplexere Fama-French-Modell gegenüber dem etablierten Standardinstrument CAPM eine präzisere Schätzung von Unternehmenswerten ermöglicht oder ob die Vereinfachungen des CAPM in der Praxis ausreichen.
2.1 Capital Asset Pricing Model (CAPM)
Das CAPM entsteht in seinen Grundzügen aus den Überlegungen von Morkowitz. [24] Dieser deckte auf, dass neben dem potentiellen finanziellen Ergebnis einer Anlage auch das Risiko einer Investition in einer Investitionsentscheidung zu berücksichtigen ist. Der Ansatz von Morkowitz war es das Risiko eines Gesamtportfolios durch Diversifikation zu verringern. Er zeigte, dass die Varianz eines Portfolios geringer ist als die Summe der gewichteten einzelnen Varianzen der im Portfolio enthaltenen Investments. Aus dieser Beobachtung heraus entwickeln Sharpe, Lintner und Mossin in den 1960er Jahren das CAPM. [28], [20], [25] Es führt die Investitionsentscheidung und die Diversifikation eines Portfolios auf den Erwartungswert und die Varianz der Rendite zurück. [24] Historisch gesehen ist das CAPM in die Strömung der Neoklassik einzuordnen. Diese Einordnung ist essentiell, um ein Verständnis für die Grundidee und die Grenzen des Modells zu erlangen. Die Neoklassik beschreibt alle Akteure, einschließlich dem Investor, als „homo oeconomicus“, einem streng rational gesteuerten Individuum, das nicht durch psychologische Faktoren beeinflussbar ist und daher alle seine Entscheidungen im rationalen Vergleich zu den anderen Marktteilnehmern trifft. Gleichzeitig geht man neben dem „homo oeconomicus“ von effizienten Märkten aus. Diese werden von Fama 1970 mit der Prämisse beschrieben, dass Preise in einem Markt, die alle Informationen widerspiegeln, als effizient zu bezeichnen sind. [09] Folglich stellt Bräutigam vier Bedingungen auf, die erfüllt sein müssen, damit ein effizienter Markt existieren kann: Es gibt keine Informationsasymmetrien zwischen den Marktteilnehmern und alle Informationen sind verfügbar, es herrscht vollkommene Konkurrenz zwischen den Marktteilnehmern, es gibt keine Transaktionskosten oder Kosten für die Beschaffung von Informationen und alle Teilnehmer handeln nach den Charakteristiken des „homo oeconomicus“ - also nach den Grundzügen eines streng rationalen und homogenen Entscheiders, der bei jeder Entscheidungsfrage eine Maximierung seines Nutzens anstrebt und Risikoavers ist. [07], [08]
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Unternehmensbewertung ein und stellt die beiden zu vergleichenden Modelle sowie die methodische Herangehensweise vor.
2 Theoretischer Hintergrund zu Kapitalkostenmodellen: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Fundamente des CAPM und des Fama-French-Dreifaktorenmodells unter Berücksichtigung ihrer neoklassischen Annahmen.
3 Bestimmung des Unternehmenswertes in der Praxis: Hier werden das DCF-Verfahren sowie die Berechnung des gewichteten Kapitalkostensatzes (WACC) als Basis für die praktische Bewertung dargestellt.
4 Empirischer Vergleich von Theorie und Praxis: In diesem Teil wird die empirische Untersuchung vorbereitet, inklusive der Datenselektion und der konkreten Durchführung der Modellberechnungen für die gewählten Unternehmen.
5 Auswertung und Diskussion der Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die deskriptiven Analysen der Betafaktoren sowie die Ergebnisse der Unternehmenswertermittlung und diskutiert die Abweichungen der Modelle.
6 Schluss: Der Schluss fasst die Erkenntnisse zusammen, reflektiert die Einschränkungen der Untersuchung und gibt einen Ausblick auf den möglichen Stellenwert der Modelle in der Praxis.
Unternehmensbewertung, CAPM, Fama-French-Modell, Kapitalkosten, DCF-Verfahren, WACC, Betafaktor, Markteffizienz, Unternehmenswert, Investitionsentscheidung, Finanzwirtschaft, Aktienrendite, Marktsegmentierung, Regressionsanalyse, Prognosegüte.
Die Arbeit vergleicht die Eignung des klassischen CAPM mit dem Fama-French-Dreifaktorenmodell bei der Bewertung deutscher Unternehmen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Theorie der Kapitalkostenmodelle, der praktischen Unternehmensbewertung mittels Discounted Cashflow-Verfahren und dem empirischen Vergleich der Prognosegenauigkeit.
Die Forschungsfrage prüft, ob das Fama-French-Modell trotz höherer Komplexität eine genauere Unternehmensbewertung als das Standardmodell CAPM am deutschen Markt liefert.
Es werden Regressionsanalysen zur Bestimmung von Risikofaktoren durchgeführt und die „Orakel-Methode“ zur wertmäßigen Evaluierung der Prognosemodelle angewandt.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Modelle, die detaillierte Beschreibung der Vorgehensweise bei der Datengewinnung und schließlich die konkrete Berechnung für 30 Unternehmen, unterteilt in Cluster.
Wesentliche Begriffe sind Unternehmensbewertung, CAPM, Fama-French-Modell, Kapitalkosten, WACC und Markteffizienz.
Die Arbeit stellt fest, dass die Datenbasis für den europäischen Markt begrenzt ist und die Faktoren des Modells, die ursprünglich für den US-Markt entwickelt wurden, auf dem deutschen Markt teilweise mangelnde Signifikanz aufweisen.
Die Arbeit betont, dass bilanzpolitische Maßnahmen der Unternehmen die Datenqualität beeinflussen und somit die Aussagekraft der verwendeten Schätzmodelle einschränken können.
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