Bachelorarbeit, 2018
58 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Literaturübersicht
2.1. Rekonstruktion des wirtschaftlichen Diskurses über die Bankenkonsolidierung
2.1.1. Faktoren und Treiber
2.1.2. Entwicklung in den USA
2.1.3. Entwicklung in Deutschland
2.2. Legitimitätstheorie
2.2.1. Legitimierungsstrategien
2.2.2. „Banking ist notwendig, Banken nicht“
3. Theoretischer Rahmen
3.1. Restrukturierungsrethorik
3.1.1. Restrukturierung mit dem Ziel der Legitimation
3.1.2. Analyse der öffentlichen Diskussion zur Feststellung von Legitimierung
3.2. Stakeholdertheorie nach Clarkson
3.3. Forschungsfragen
4. Empirie
4.1. Methoden und Kategorien
4.2. Die Fusion Deutsche Bank und Postbank
4.2.1. Kompletter Artikelbestand
4.2.2. Schlüsselerkenntnisse aus der Presse
4.3. Zwischenfazit
5. Diskussion der Fusion zwischen der Deutschen Bank und der Postbank
6. Fazit
7. Quellen
Diese Bachelorarbeit untersucht mittels einer qualitativen Kommunikationsanalyse, wie die deutsche Presse über die Fusion der Deutschen Bank AG mit der Deutschen Postbank AG berichtet und inwiefern diese Berichterstattung zur Legitimierung der Bankenkonsolidierung beiträgt.
Ethos
Die Kategorie Ethos (deutsch: Gesinnung) repräsentiert weniger die verwendeten Wörter als mehr die Qualifikation und den Charakter, welche der Sprechende besitzt eben jene Wörter zu sagen. Ethos ist aber nur auf eben jenes Feld beschränkt. Quasi ist er die Legitimität, die der Sprecher von den Zuhörenden erhält, aufgrund seiner Ausbildung, persönlichen Autorität, Stellung in dem Unternehmen, persönlicher Beziehung oder sonstigen Gründen.
Kodierregel: Die Aussage legt sehr viel Wert auf die Person, Behauptungen bleiben unkommentiert stehen.
Ankerbeispiel:
• „Wir sind für alle Kunden attraktiv, unabhängig von Einkommen oder Alter“, sagt Frank Strauß (Deutsche Bank AG, 2017a, S.2)
1. Einleitung: Einführung in die Problematik der Bankenkonsolidierung in Deutschland und Vorstellung der Forschungsabsicht.
2. Literaturübersicht: Definition der Grundlagen zur Legitimitätstheorie und Rekonstruktion des wirtschaftlichen Diskurses zur Bankenkonsolidierung.
3. Theoretischer Rahmen: Etablierung des theoretischen Modells zur Restrukturierungsrhetorik und Spezifizierung der Stakeholdertheorie.
4. Empirie: Beschreibung der methodischen Vorgehensweise, Erläuterung der Artikeldatenbasis und Darstellung der Daten.
5. Diskussion der Fusion zwischen der Deutschen Bank und der Postbank: Verknüpfung der theoretischen Faktoren mit den Ergebnissen der empirischen Zeitungsanalyse.
6. Fazit: Zusammenfassung der Forschungsergebnisse und Beantwortung der Forschungsfragen sowie Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
7. Quellen: Auflistung der verwendeten Literatur, wissenschaftlichen Journale und Zeitungsartikel.
Bankenkonsolidierung, Legitimitätstheorie, Stakeholdertheorie, Fusion, Deutsche Bank, Postbank, Kommunikationsanalyse, Restrukturierungsrhetorik, Presseberichterstattung, Ethos, Pathos, Logos, Cosmos, Autopoiesis, Bankensektor
Die Arbeit analysiert die öffentliche Kommunikation und Berichterstattung über die geplante Fusion der Deutschen Bank AG und der Deutschen Postbank AG im Kontext der Legitimität von Restrukturierungsprozessen.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung der Legitimität, die Rhetorik der Bankenkonsolidierung, die Stakeholdertheorie sowie die quantitative und qualitative Analyse der Presseberichterstattung.
Das Ziel ist es, auf Basis der Kategorien von Erkama & Vaara zu untersuchen, ob und wie verschiedene rhetorische Argumentationsstrategien zur Legitimierung der Fusionsabsichten gegenüber Stakeholdern eingesetzt werden.
Die Arbeit nutzt eine deduktive, qualitative Kommunikationsanalyse von Zeitungsartikeln (Literatur- und Inhaltsanalyse) in Kombination mit einer Fallstudienmethodik.
Der Hauptteil umfasst eine fundierte Literaturrecherche, die Herleitung des theoretischen Rahmens, eine detaillierte methodische Vorgehensweise bei der Datenerhebung sowie die anschließende Diskussion der Ergebnisse im Kontext der theoretischen Modelle.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Legitimierung, Restrukturierungsrhetorik, Bankenmarkt, Stakeholderinteressen und Medienwahrnehmung charakterisiert.
Die Arbeit stellt fest, dass sich die Zielgruppen und die damit verbundenen Erwartungshaltungen unterscheiden; während regionale Zeitungen oft mitarbeiterorientiert berichten, fokussieren überregionale Medien stärker auf Anteilseignerinteressen.
Obwohl die Regulatorik als treibender Faktor für die Bankenkonsolidierung identifiziert wurde, spielt sie entgegen der Erwartungen in der öffentlichen Presseberichterstattung eine eher untergeordnete Rolle.
Entgegen der teilweise kritischen Berichterstattung über drohende Stellenstreuungen („Blutbad“) zeigen die Daten eine hohe Bereitschaft der Mitarbeiter, freiwillige Abfindungsprogramme anzunehmen, was auf eine kognitive Legitimierung des Fusionsprozesses hindeutet.
Die Fusion wird in den analysierten Medien weitgehend akzeptiert und nicht grundlegend infrage gestellt, was darauf schließen lässt, dass der Prozess der Bankenkonsolidierung insgesamt eine hohe kognitive Legitimität erreicht hat.
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