Bachelorarbeit, 2015
45 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Ursprung des Stoffeintrags in Fließgewässer
2.1. Arten des Stoffeintrags
2.1.1 Oberflächenabfluss
2.1.2 Bodenwasserabfluss
2.1.3 Grundwasserbürtiger Abfluss
2.1.4 Atmosphärische Deposition und Direkteintrag
2.2. Stoffmengen
2.3. Bedeutung des Stoffeintrags für Fließgewässer
3. Grundlagen der Gewässerrandstreifen
3.1. Definition und Aufbau eines Gewässerrandstreifens
3.1.1 Definition
3.1.2 Aufbau
3.2. Örtliche Gegebenheiten zur späteren Abschätzung der Pufferwirkung
3.2.1 Mittlere Hangneigung
3.2.2 Zusammensetzung des landwirtschaftlich genutzten Bodens
3.2.3 Bewuchs des Gewässerrandstreifens
3.2.4 Breite des Gewässerrandstreifens
3.2.5 Form des Gewässerrandstreifens
4. Pufferwirkung der Gewässerrandstreifen
4.1. Pufferwirkung auf die unterschiedlichen Eintragswege
4.1.1 Atmosphärische Deposition und Direkteintrag
4.1.2 Grundwasserbürtiger Abfluss
4.1.3 Bodenwasserabfluss und Oberflächenabfluss
4.1.4 Die Ergebnisse der Untersuchungen von KNAUER und MANDER (1989)
4.1.5 Ergebnisse der Untersuchungen von FABIS et al. (1994)
4.2. Zusammenfassung
5. Vorgehensweise für eine ingenieurmäßige Abschätzung der Pufferwirkung
5.1. Aufnahme der Gegebenheiten vor Ort
5.2. Verfahren zur ingenieurmäßigen Abschätzung der Pufferwirkung
5.2.1 Betrachten des möglichen Abflussverhaltens
5.2.2 Einfluss der Struktur des Gewässerrandstreifens
5.2.3 Schrittweises Vorgehen
6. Bewertung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Pufferwirkung von Gewässerrandstreifen gegenüber diffusen Nähr- und Schadstoffeinträgen aus landwirtschaftlich genutzten Flächen. Ziel ist es, auf Basis einer Literaturstudie ein ingenieurmäßiges Verfahren zu entwickeln, mit dem die Wirksamkeit von Randstreifen unter Berücksichtigung örtlicher Gegebenheiten qualitativ abgeschätzt werden kann.
4.1.1 Atmosphärische Deposition und Direkteintrag
Die wohl offensichtlichste Pufferwirkung ist durch den vorhandenen Abstand der bewirtschafteten Fläche zum Gewässer gegeben. Hierbei spielt dieser Abstand, also die Breite des Gewässerrandstreifens, eine tragende Rolle.
Die Direkteintragung durch Wind oder Landmaschinen kann verhindert werden wenn den ausgebrachten oder aufgewirbelten Substanzen eine Pufferzone geboten wird in denen sie sich absetzen können, bevor sie das Oberflächengewässer erreichen. Gerade bei Wendemanövern von Landwirtschaftsmaschinen während des Ausbringens von Dünger wird dieser Effekt deutlich, da der Gewässerrandstreifen oft mit gedüngt wird. Fehlt dieser, wird das Düngemittel direkt in das Gewässer eingebracht.
Nach DVWK-S 90 (1990) kann ein fünf Meter breiter Uferstreifen fast 100% der durch Vernebelung aufgebrachten Pflanzenschutzmittel zurückhalten.
Jedoch muss davon ausgegangen werden, dass sowohl Windstärke und Richtung als auch die Höhe und Art des Bewuchses eine entscheidende Rolle spielen. So kann sich die Windgeschwindigkeit (nach DVWK-S 90 1990) schon bei einem schmalen Gehölzstreifen um bis zu 60% reduzieren.
1. Einleitung: Diese Einleitung beschreibt das Ziel, eine Vorgehensweise zur Abschätzung der Pufferwirkung von Gewässerrandstreifen anhand einer Literaturstudie zu entwickeln, da die Literatur hierzu widersprüchliche Angaben macht.
2. Ursprung des Stoffeintrags in Fließgewässer: Dieses Kapitel klassifiziert Stoffeinträge in punktförmige und diffuse Quellen und erläutert die verschiedenen Transportwege wie Erosion, Abschwemmung, Dränung und atmosphärische Deposition.
3. Grundlagen der Gewässerrandstreifen: Hier werden Definition, Aufbau und die entscheidenden örtlichen Einflussfaktoren wie Hangneigung, Bodenbeschaffenheit und Bewuchs für die Pufferwirkung eines Gewässerrandstreifens behandelt.
4. Pufferwirkung der Gewässerrandstreifen: Dieses Kapitel analysiert die Pufferwirkung auf verschiedene Eintragswege und wertet dazu wissenschaftliche Untersuchungen aus, um Rückschlüsse auf die Effektivität von Randstreifen zu ziehen.
5. Vorgehensweise für eine ingenieurmäßige Abschätzung der Pufferwirkung: Hier wird ein systematisches Verfahren vorgestellt, um die Pufferwirkung in der Praxis anhand von Vor-Ort-Aufnahmen und der Bewertung standortspezifischer Faktoren qualitativ abzuschätzen.
6. Bewertung und Ausblick: Dieses Kapitel resümiert, dass Gewässerrandstreifen zwar eine wichtige Schutzfunktion haben, ihre Wirksamkeit jedoch stark variiert und von der Einzugsgebietssituation abhängt, weshalb für präzisere Aussagen weitergehende Untersuchungen erforderlich sind.
Gewässerrandstreifen, Pufferwirkung, Stoffeintrag, Bodenerosion, Abschwemmung, Nährstoffeintrag, Schadstoffeintrag, Landwirtschaft, Filterwirkung, Gewässergüte, Wasserrahmenrichtlinie, Umweltschutz, Oberflächenabfluss, Bodenwasserabfluss, Gewässer.
Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit von Gewässerrandstreifen als Pufferzonen, um Fließgewässer vor Stoffeinträgen aus der landwirtschaftlichen Flächennutzung zu schützen.
Die zentralen Themen umfassen die Eintragswege von Nähr- und Schadstoffen, die Einflussfaktoren auf die Pufferleistung (z. B. Breite, Bewuchs, Hangneigung) sowie die ingenieurmäßige Bewertung solcher Schutzstreifen.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines Verfahrens zur qualitativen Abschätzung der Pufferwirkung von Gewässerrandstreifen, um trotz der Schwierigkeit exakter Quantifizierung eine ingenieurmäßige Bewertung zu ermöglichen.
Die Arbeit basiert im Wesentlichen auf einer Literaturstudie, in der vorhandene Daten und Untersuchungen ausgewertet werden, um daraus eine praktische Vorgehensweise für die Abschätzung vor Ort abzuleiten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Eintragswege, die Analyse der Grundlagen von Randstreifen, die Auswertung existierender Studien zur Filterwirkung sowie die Entwicklung des Bewertungssystems.
Die wichtigsten Begriffe sind Gewässerrandstreifen, Pufferwirkung, Stoffeintrag, Bodenerosion, Nähr- und Schadstoffe, Landwirtschaft, Filterwirkung und Gewässergüte.
Künstliche Fließrinnen im Randstreifen können die Pufferwirkung deutlich mindern, da sie den Abfluss bündeln und somit an der Filtervegetation vorbeileiten, anstatt ihn abzubremsen.
Die regelmäßige Pflege ist notwendig, um die aufgenommenen Nährstoffe dauerhaft aus dem System zu entfernen; andernfalls droht bei Pflanzensterben ein Wiedereintrag der Stoffe oder eine Übersättigung des Randstreifens.
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