Masterarbeit, 2016
83 Seiten, Note: 1,7
1. EINLEITUNG
2. DER EUROPÄISCHE AAL (ANGUILLA ANGUILLA L.)
2.1 Der Lebenszyklus des europäischen Aals
2.1.1 Die ozeanische Larvenperiode
2.1.2 Vom Glasaal bis zum Gelbaal
2.1.3 Lebensweise des europäischen Aals im Gelbaalstadium
2.1.4 Die Wanderung der Blankaale
2.2 Gefährdung des europäischen Aals
2.3 Bedeutung für die Wahl einer Detektionsmethode
3. DAS PROJEKTGEBIET MOSEL
3.1 Die Moselkraftwerke
3.2 Abiotische Faktoren
3.3 Bedeutung für die Wahl einer Detektionsmethode
4. METHODEN ZUR FISCHDETEKTION
4.1 Grundlagen
4.2 Radiotelemetrie
4.2.1 LOTEK Transmitter
4.2.2 Praxisbeispiele herkömmlicher Radiotelemetrie
4.2.3 NEDAP Trail® System
4.2.4 Praxisbeispiele NEDAP Trail System
4.3 Akustische Telemetrie
4.3.1 VEMCO Transmitter
4.3.2 Praxisbeispiele
4.4 PIT-Marken
4.4.1 BIOMARK Transponder
4.4.2 Praxisbeispiele
4.5 Sonar Systeme
4.5.1 Detektorreusen
4.5.2 DIDSON Sonar
4.5.3 Die EtWas FISH-ID V.1.0 Software
4.6 Gegenüberstellung der Systeme
5. KONZEPT FÜR EINE MESSKAMPAGNE AN DEN MOSELKRAFTWERKEN
5.1 Die Aalschutzinitiative (ASI) Rheinland-Pfalz/RWE Power AG
5.1.1 Bisherige Projekte
5.1.2 Das Frühwarnsystem
5.2 Wahl einer Detektionsmethode
5.2.1 Anforderungen an die Detektionsmethode
5.2.2 Vorüberlegungen
5.2.3 Fazit
5.3 Möglicher Versuchsaufbau und Durchführung
5.3.1 Beschaffung und besendern der Versuchstiere
5.3.2 Versuchsaufbau und Einbau der Kontrollstationen
5.3.2.1 Standort Detzem
5.3.2.2 Standort Koblenz
5.3.2.3 Einbau der Kontrollstationen
5.3.2.4 Geschätzte Kosten
5.3.3 Versuchsdurchführung und Datenerhebung
5.3.4 Eignung des Systems zur Kontrolle des Frühwarnsystems
6. ERGEBNIS UND AUSBLICK
Das primäre Ziel dieser Arbeit besteht darin, ein geeignetes System für eine Messkampagne zur Detektion von Blankaalen in der Mosel zu identifizieren. Basierend auf den spezifischen Randbedingungen des Projektgebiets soll ein Konzept für eine Messkampagne zur Aaldetektion erarbeitet werden, um die Wirksamkeit bestehender Frühwarnsysteme zu evaluieren.
2.1 Der Lebenszyklus des europäischen Aals
Der europäische Aal besitzt einen der komplexesten Lebenszyklen, der in Europa heimischen Fischarten. Dieser Umstand gestaltet auch die Erforschung seiner Lebensweisen schwierig.
Nach TESCH (1999) lässt sich der Lebenszyklus des europäischen Aals in zwei völlig eigenständige Abschnitte unterteilen:
1. Die ozeanische Larvenperiode,
2. Die Periode auf dem Kontinent.
Diese wiederum umfassen insgesamt neun Stadien (1-4 in der ozeanischen Larvenperiode, 5-9 in der Periode auf dem Kontinent). Im Folgenden sollen die verschiedenen Perioden beziehungsweise Stadien kurz beschrieben werden. Besonderes Augenmerk wird hierbei auf das letzte Stadium, das des abwanderungswilligen Blankaals gelegt, da dieses Stadium den mit dem Folgenden beschriebenen telemetrischen Methoden untersucht werden soll.
1. Einleitung: Beschreibt den Rückgang der Aalbestände durch Wasserkraftwerke und die Notwendigkeit von Monitoring-Systemen in der Mosel.
2. DER EUROPÄISCHE AAL (ANGUILLA ANGUILLA L.): Erläutert den komplexen Lebenszyklus des Aals von der ozeanischen Larvenphase bis zur Blankaalphase sowie dessen Gefährdung.
3. DAS PROJEKTGEBIET MOSEL: Analysiert die infrastrukturellen Gegebenheiten der Moselkraftwerke und abiotische Faktoren, die für die Detektion relevant sind.
4. METHODEN ZUR FISCHDETEKTION: Bietet einen detaillierten Überblick über telemetrische und akustische Systeme zur Fischdetektion sowie PIT-Marken und Sonar-Technologien.
5. KONZEPT FÜR EINE MESSKAMPAGNE AN DEN MOSELKRAFTWERKEN: Entwirft ein konkretes Konzept zur Aaldetektion mittels des NEDAP Trail® Systems inklusive Versuchsaufbau und Kostenschätzung.
6. ERGEBNIS UND AUSBLICK: Bewertet die Eignung der Detektionsmethoden und gibt einen Ausblick auf die Möglichkeiten zur Bestandsstützung und künftigen Überwachung.
Europäischer Aal, Anguilla anguilla, Blankaal, Fischdetektion, Telemetrie, Radiotelemetrie, Akustische Telemetrie, PIT-Marken, Sonar, Mosel, Wasserkraftwerke, Artenschutz, Messkampagne, Monitoring, Frühwarnsystem
Die Arbeit untersucht Möglichkeiten, abwandernde Blankaale in der Mosel mittels telemetrischer Methoden zu detektieren, um deren Wanderrouten nachzuvollziehen und Bestandsverluste an Kraftwerken zu reduzieren.
Die Schwerpunkte liegen auf der Biologie des Aals, der technischen Evaluation verschiedener Detektionssysteme sowie der praktischen Konzeption einer Messkampagne für ein Fließgewässer.
Das Ziel ist es, ein technisch geeignetes und wirtschaftlich tragfähiges System für eine Messkampagne zur Detektion von Blankaalen in der Mosel zu identifizieren und einen Versuchsaufbau zu konzipieren.
Es handelt sich um eine Literatur- und Systemanalyse verschiedener technischer Verfahren zur Fischdetektion (Telemetrie, Transponder, Sonar) sowie eine konzeptionelle Planung basierend auf den Randbedingungen des Projektgebiets.
Der Hauptteil gliedert sich in die biologischen Grundlagen, eine detaillierte technische Gegenüberstellung verfügbarer Detektionssysteme und die Ausarbeitung eines spezifischen Konzepts für die Moselkraftwerke.
Die wichtigsten Begriffe umfassen Blankaal, Fischdetektion, Telemetrie, Moselkraftwerke, Aalschutzinitiative und Monitoring.
Das System wird als optimal für die Mosel eingestuft, da es eine nahezu lückenlose Abdeckung des Gewässerquerschnitts ermöglicht, was für die Kontrolle der Wanderbewegungen entscheidend ist.
Die elektrische Leitfähigkeit des Wassers beeinflusst die Funktionsweise induktiver Systeme; die Arbeit zeigt jedoch auf, dass die Werte in der Mosel die Nutzung des gewählten Systems nicht negativ beeinträchtigen.
Der Aufbau des Systems ist mit hohen Investitionskosten verbunden (ca. 948.000 € für eine flächendeckende Lösung), weshalb die Arbeit auch Optionen zur Kostenreduktion, etwa durch Fokus auf einzelne Standorte, diskutiert.
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