Diplomarbeit, 2005
212 Seiten, Note: 1,7
1 Zum Thema
1.1 Ziel der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Das Konzept der beruflichen Handlungskompetenz
2.1 Das Paradigma „Kompetenz“
2.2 Die Herleitung des Kompetenzbegriffes und Arbeitsdefinition
2.3 Kompetenzaspekte
2.3.1 Fachkompetenz
2.3.2 Personalkompetenz
2.3.3 Sozialkompetenz
2.3.4 Methodenkompetenz
2.3.5 Weitere Kompetenzaspekte
2.3.5.1 Kommunikative Kompetenz
2.3.5.2 Selbstkompetenz
2.3.5.3 Medienkompetenz
2.4 Berufliche Handlungskompetenz
2.4.1 Begriffsbestimmung und Modelle in der pädagogischen Praxis
2.4.1.1 Handlungskompetenz-Modell nach Faix/Laier
2.4.1.2 Handlungskompetenz-Modell nach Hülshoff
2.4.1.3 Das Handlungskompetenz-Modell nach Münch
2.4.1.4 Das Handlungskompetenz-Modell nach Zimmer
2.4.1.5 Zusammenfassung der Handlungskompetenz-Modelle
2.4.2 Methoden zur Vermittlung von Handlungskompetenz
2.4.2.1 Traditionelle Unterrichtungsmethoden
2.4.2.2 Die Leittext-Methode
2.4.2.3 Die Projektmethode
2.4.2.4 Die Gruppenarbeit
2.5 Fazit
3 Die Berufsausbildung zum/zur Mechatroniker/-in im Dualen System
3.1 Das duale System der Berufsausbildung
3.1.1 Charakteristika des Dualen Systems
3.1.1.1 Historische Entwicklung
3.1.1.2 Die gesetzlichen Grundlagen der Berufsausbildung
3.1.1.3 Funktionen des Dualen Systems
3.1.1.4 Dualitäten des dualen Berufsbildungssystems
3.1.2 Lernorte im Dualen System
3.1.2.1 Der Lernort Berufsschule
3.1.2.2 Der Lernort Betrieb
3.1.2.3 Lernortkooperation
3.2 Die Neuordnung der Berufsausbildung zum/zur Mechatroniker/-in – Abgrenzung zu herkömmlichen Berufsbildern
3.2.1 Die Entwicklung zum neuen Ausbildungsberuf
3.2.2 Abgrenzung und qualitative Veränderungen
3.2.2.1 Industriemechaniker
3.2.2.2 Industrieelektroniker
3.2.2.3 Fachinformatiker
3.2.3 Lernfeldkonzeption
3.3 Fazit
4 Konzeption und Ausbildungssituation in Betrieb und Berufsschule und deren Entwicklung seit Ausbildungsbeginn 1998
4.1 Das Ausbildungsprofil der Berufsausbildung zum/zur Mechatroniker/-in
4.2 Die Verordnung über die Berufsausbildung zum/zur Mechatroniker/-in
4.3 Der Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Mechatroniker/ Mechatronikerin
4.4 Die Entwicklung der Berufsausbildung zum/zur Mechatroniker/-in seit 1998 in der Bundesrepublik Deutschland
4.5 Fazit
5 Umsetzung in der Praxis – eine empirische Erhebung zur Vermittlung von Handlungskompetenz in Schule und Betrieb
5.1 Methodik und Vorgehensweise
5.2 Fragestellungen und Untersuchungsdesign
5.2.1 Forschungsansatz und Erhebungsmethoden
5.2.2 Die Fragebogengestaltung
5.3 Fazit
6 Zentrale Ergebnisse der empirischen Befragung
6.1 Beschreibung der Stichproben
6.2 Ergebnisse der Untersuchung
6.2.1 Die Vermittlung von Handlungskompetenz in der betrieblichen Erstausbildung zum/zur Mechatroniker/-in
6.2.2 Die Vermittlung von Handlungskompetenz in der berufsschulischen Ausbildung zum/zur Mechatroniker/-in
6.2.3 Gestaltung von Ausbildungssituationen in Betrieb und Berufsschule
6.2.4 Verteilung der Handlungskompetenz auf die Lernorte
7 Resümee der Arbeit und Forderungen an die Praxis
Die vorliegende Arbeit untersucht die Umsetzung der Anforderungen an die Vermittlung von Handlungskompetenz in der dualen Berufsausbildung, exemplifiziert am Ausbildungsberuf Mechatroniker. Die Forschungsfrage fokussiert dabei darauf, wie Theorie und Praxis der Handlungskompetenzentwicklung in Betrieben und Berufsschulen interagieren und welche Methoden zur effizienten Qualifizierung der Auszubildenden beitragen.
2.4.1.1 Handlungskompetenz-Modell nach Faix/Laier
Das Handlungskompetenz-Modell nach Faix/Laier entsteht durch das Zusammenwirken der Aspekte:
• fachliche Kompetenz (Fachkompetenz),
• methodische Kompetenz (Methodenkompetenz) und
• sozialer Kompetenz (Sozialkompetenz).
Der moderne Arbeitsprozess benötigt Menschen, die neben den fachlichen Qualifikationen und Fähigkeiten über Kompetenzen verfügen, die sich im methodischen und sozialen Umgang widerspiegeln. Daher setzen Faix und Laier (Faix/Laier 1996, S. 37) die methodischen, sozialen und fachlichen Kompetenzen in einen engen Wirkungszusammenhang.
Führen Individuen unterschiedliche Mittel zur Problemlösung heran, die der besseren Nutzung des vorhandenen Fachwissens dienen und die Effizienz steigern, verfügen sie über methodische Kompetenzen. Weiterhin sehen die beiden Autoren in den kommunikativen und interaktiven Handlungsweisen wichtige Wettbewerbsfaktoren für die Zukunft. Sie sind die Grundbausteine für das Lösen gemeinsamer Aufgabenstellungen und das Treffen verantwortungsbewusster Entscheidungen. Im Schnittpunkt dieser erwähnten Kriterien sehen die Autoren das Prinzip der beruflichen Handlungskompetenz, die den angehenden Arbeitnehmern und Entscheidungsträgern zu vermitteln ist (vgl. Faix/Laier 1996, S. 36f).
1 Zum Thema: Diese Einleitung führt in die Problematik der handlungsorientierten Vermittlung in der beruflichen Erstausbildung ein und definiert das Ziel der Arbeit sowie den Aufbau der Untersuchung.
2 Das Konzept der beruflichen Handlungskompetenz: Dieses Kapitel erläutert theoretische Grundlagen, definiert Handlungskompetenz und stellt verschiedene praxisrelevante Modelle sowie Methoden zu deren Vermittlung vor.
3 Die Berufsausbildung zum/zur Mechatroniker/-in im Dualen System: Es wird der Rahmen des dualen Systems beschrieben, die Neuordnung des Berufsbildes Mechatroniker analysiert und auf die Rolle der Lernorte und deren Kooperation eingegangen.
4 Konzeption und Ausbildungssituation in Betrieb und Berufsschule und deren Entwicklung seit Ausbildungsbeginn 1998: Der Fokus liegt hier auf dem konkreten Ausbildungsprofil, den rechtlichen Grundlagen und der lernfeldorientierten Ausbildungssituation für Mechatroniker.
5 Umsetzung in der Praxis – eine empirische Erhebung zur Vermittlung von Handlungskompetenz in Schule und Betrieb: Dieses Kapitel beschreibt die methodische Vorgehensweise, das Untersuchungsdesign und die Gestaltung der Fragebögen für die empirische Datenerhebung.
6 Zentrale Ergebnisse der empirischen Befragung: Hier werden die Resultate der Befragung von Ausbildern, Lehrern und Auszubildenden präsentiert, analysiert und kritisch in Bezug auf die betriebliche und schulische Vermittlung interpretiert.
7 Resümee der Arbeit und Forderungen an die Praxis: Zum Abschluss werden die wesentlichen Erkenntnisse zusammengefasst und konkrete Forderungen für die Verbesserung der Ausbildungspraxis abgeleitet.
Handlungskompetenz, Mechatroniker, Duales System, Berufsausbildung, Fachkompetenz, Sozialkompetenz, Methodenkompetenz, Personalkompetenz, Lernortkooperation, Lernfeldkonzept, betriebliche Ausbildung, berufsschulischer Unterricht, Projektmethode, Leittext-Methode, empirische Untersuchung.
Die Arbeit untersucht, wie das Prinzip der beruflichen Handlungskompetenz in der Erstausbildung zum Mechatroniker innerhalb des dualen Systems in Deutschland umgesetzt und vermittelt wird.
Die zentralen Themen umfassen die theoretische Herleitung von Handlungskompetenz, die Analyse des dualen Ausbildungssystems, das spezifische Berufsbild des Mechatronikers sowie die empirische Bestandsaufnahme der praktischen Ausbildung in Betrieb und Schule.
Ziel ist es, zu analysieren, wie die Forderung nach der Vermittlung von Handlungskompetenz in der realen Ausbildungspraxis umgesetzt wird und welche Herausforderungen dabei an den Schnittstellen von Betrieb und Berufsschule bestehen.
Die Autoren nutzten eine Kombination aus hermeneutischer Auswertung von Fachliteratur sowie einer eigenen empirischen Erhebung in Form von schriftlichen Fragebögen, die sowohl quantitative als auch qualitative Daten liefern.
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Konzeption der Handlungskompetenz, der Einbettung der Mechatronikerausbildung in das duale System und der detaillierten Auswertung der empirischen Ergebnisse zur Ausbildungssituation.
Typische Schlüsselbegriffe sind Handlungskompetenz, duales System, Mechatroniker, Lernortkooperation, Lernfeldkonzept und Ausbildungsmethoden.
Die Lernortkooperation wird als essentielles Qualitätsmerkmal identifiziert, zeigt jedoch in der Praxis häufige Defizite, da die Abstimmung zwischen den beiden Lernorten Betrieb und Berufsschule oft hinter den theoretischen Anforderungen zurückbleibt.
Die Ausbilder schätzen die betriebliche Vermittlung tendenziell intensiver und erfolgreicher ein als die Auszubildenden, wobei insbesondere der Mangel an durchgängigen Projekten oder ein zu eingeschränktes Aufgabenspektrum in kleineren Betrieben kritisiert wird.
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