Bachelorarbeit, 2017
41 Seiten, Note: 2.0
1 Problemstellung
2 Begriffserläuterung und Erstbilanzierung
2.1 Originärer Goodwill
2.2 Derivativer Goodwill
2.3 Negativer Unterschiedsbetrag
3 Folgebilanzierung des derivativen Goodwills
3.1 Planmäßige und außerplanmäßige Abschreibung nach HGB
3.2 Impairment Only Approach nach IFRS
3.3 Impairment Only Approach nach US GAAP
4 Gesamtvergleich der Folgebilanzierung
4.1 Zusammenfassung der Unterschiede und Probleme
4.2 Kritische Würdigung
5 Thesenförmige Zusammenfassung
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Goodwill-Bilanzierung, insbesondere die Folgebilanzierung, nach deutschem Handelsgesetzbuch (HGB), den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den United States Generally Accepted Accounting Principles (US GAAP). Ziel ist es, die jeweiligen Verfahren, Bewertungsobjekte und Wertmaßstäbe aufzuzeigen sowie die Vor- und Nachteile der Konzepte kritisch zu würdigen.
2.2 Derivativer Goodwill
Im Vergleich dazu entsteht ein derivativer Goodwill einzig durch einen Unternehmenserwerb, welcher entweder über einen Asset Deal oder einen Share Deal stattfindet. Bei Ersterem kauft das erwerbende Unternehmen einzelne oder alle Vermögenswerte und Schulden eines anderen Unternehmens und erfasst diese in seiner Bilanz. Werden demgegenüber lediglich Anteile an einem anderen Unternehmen erworben, spricht man von einem Share Deal. Entsteht hierbei ein beherrschender Einfluss, wird das erworbene Unternehmen in den Konsolidierungskreis des Mutterunternehmens aufgenommen und der Goodwill ergibt sich im Konzernabschluss aus der Kapitalkonsolidierung. Im Einzelabschluss stammt der ausgewiesene Goodwill demzufolge überwiegend aus einem Asset Deal, während ein im Konzernabschluss ausgewiesener Goodwill aus einem Share Deal in Folge der Kapitalkonsolidierung entsteht.
Die Kapitalkonsolidierung wird nach allen drei Rechnungslegungsvorschriften gemäß der Erwerbsmethode vorgenommen. Die IFRS definieren dazu explizit notwendige Teilschritte, die ebenso in den beiden anderen Rechnungslegungsvorschriften anzuwenden sind, auch wenn sie nicht separat beschrieben werden. Zum einen ist es erforderlich, den Erwerber zwischen den beteiligten Unternehmen eindeutig zu bestimmen, um festzulegen, welches Unternehmen als Mutterunternehmen das andere in den Konsolidierungskreis aufnimmt. Zum anderen ist die Bestimmung des Erwerbszeitpunkts essentiell, da darauffolgend die Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum Fair Value des Zeitpunktes erfolgt. Im letzten Schritt soll der Goodwill oder gegebenenfalls ein negativer Unterschiedsbetrag bilanziert werden.
1 Problemstellung: Diese Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung des Goodwills im Kontext globaler Unternehmenszusammenschlüsse und stellt die kontroverse Debatte zwischen planmäßiger Abschreibung und dem Impairment Only Approach vor.
2 Begriffserläuterung und Erstbilanzierung: Das Kapitel definiert die Grundlagen des Goodwills, unterscheidet zwischen originärem und derivativem Goodwill sowie dem negativen Unterschiedsbetrag und erläutert deren erstmalige Bilanzierung.
3 Folgebilanzierung des derivativen Goodwills: Hier werden die spezifischen Verfahren der Folgebewertung gemäß HGB, IFRS und US GAAP detailliert analysiert, wobei insbesondere auf die planmäßige Abschreibung und den Impairment-Test eingegangen wird.
4 Gesamtvergleich der Folgebilanzierung: Dieser Abschnitt vergleicht die unterschiedlichen Konzepte miteinander, diskutiert die in der Praxis auftretenden Probleme wie bilanzpolitische Spielräume und unterzieht die Ansätze einer kritischen Würdigung.
5 Thesenförmige Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit in prägnanten Thesen zusammen und zieht ein Fazit zur aktuellen Bilanzierungspraxis.
Goodwill, HGB, IFRS, US GAAP, Impairment Only Approach, Folgebilanzierung, planmäßige Abschreibung, Werthaltigkeitstest, Kapitalkonsolidierung, Fair Value, Bilanzierung, Unternehmenserwerb, Rechnungslegung, Reporting Unit, Ermessensspielraum
Die Arbeit befasst sich mit der Bilanzierung von Goodwill bei Unternehmenszusammenschlüssen und analysiert dabei die Unterschiede zwischen verschiedenen nationalen und internationalen Rechnungslegungsvorschriften.
Die Schwerpunkte liegen auf der Erstbilanzierung von Goodwill, der Folgebilanzierung nach HGB, IFRS und US GAAP sowie der kritischen Auseinandersetzung mit der Wahl zwischen planmäßiger Abschreibung und dem Impairment Only Approach.
Ziel ist es, die Vor- und Nachteile der verschiedenen Goodwill-Bilanzierungskonzepte gegenüberzustellen und zu untersuchen, ob die aktuelle Praxis der Impairment-Tests oder die Rückkehr zur planmäßigen Abschreibung sinnvoller ist.
Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturrecherche, der Auswertung von Rechnungslegungsstandards und einem rechtsvergleichenden Ansatz basiert.
Der Hauptteil analysiert die Entstehung des Goodwills, die spezifischen Anforderungen der drei Rechnungslegungswerke an die Folgebewertung und bietet einen direkten Vergleich der Konzepte inklusive der Diskussion von Problemen wie bilanzpolitischen Gestaltungsspielräumen.
Wichtige Begriffe sind Goodwill, Folgebilanzierung, Impairment Only Approach, HGB, IFRS, US GAAP, Werthaltigkeitstest und Kapitalkonsolidierung.
Das HGB stellt verstärkt auf Vorsicht und Gläubigerschutz ab, was zur Beibehaltung der planmäßigen Abschreibung führt, während die internationalen Standards (IFRS/US GAAP) die Entscheidungsnützlichkeit der Informationen in den Vordergrund stellen, was zum Impairment Only Approach führt.
Reporting Units sind gemäß IFRS und US GAAP die kleinsten Einheiten, denen Goodwill zugeordnet wird, um die Werthaltigkeit prüfen zu können, da eine isolierte Goodwill-Bewertung ohne diese Einheiten methodisch nicht möglich wäre.
Kritiker führen vor allem die hohe Komplexität, die Kosten der Durchführung, die Anfälligkeit für bilanzpolitische Manipulationen durch Ermessensspielräume und eine mögliche Verzerrung des Ausweises der Ertragslage an.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

