Bachelorarbeit, 2018
34 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
2 Arbeitsmarkttheorien
2.1 Neoklassische
2.2 Keynesianische
3 Situation in Deutschland/ Europa
3.1 in Europa
3.2 in Deutschland
4 Auswirkung des Mindestlohns auf den Arbeitsmarkt in Deutschland
4.1 Beschäftigungsentwicklung
4.2 Arbeitsmarkt- und Arbeitslosigkeitsentwicklung
5 Fazit
Diese Arbeit untersucht die ökonomischen Auswirkungen der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland auf den Arbeitsmarkt. Basierend auf einem theoretischen Vergleich zwischen neoklassischen und keynesianischen Arbeitsmarkttheorien wird analysiert, wie sich der Mindestlohn auf Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und die Lohnentwicklung ausgewirkt hat, wobei empirische Daten aus der Zeit nach 2015 herangezogen werden.
4.1 Beschäftigungsentwicklung
Seit 2015 besteht in Deutschland durch das Mindestlohngesetz ein Mindestlohn für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, wobei ein Anspruch auf ein Arbeitsentgelt mindestens in Höhe des Mindestlohns gilt. Ausgehend von der neoklassischen Arbeitsmarkttheorie würde aufgrund des steigenden Lohnansatzes die Anzahl der Arbeitskräfte, die von einem Unternehmen nachgefragt werden, sinken. Ein Mindestlohn hat in dieser Arbeitsmarkttheorie des Weiteren zur Folge, dass im Ungleichgewicht der Grenzertrag des Unternehmens unterhalb der Bezahlung der Arbeitnehmer liegt und ein ökonomisch denkender Arbeitgeber diese entlassen würde. Die Auswirkungen des Mindestlohns auf die Beschäftigungsnachfrage der Unternehmen soll daher in diesem Kapitel untersucht werden. Die Ergebnisse der Studie des INSTITUT FÜR ARBEITSMARKT- UND BERUFSFORSCHUNG (2017) werden zur Untersuchung der Mindestlohnauswirkung herangezogen. Hierbei werden die Reaktionen von Unternehmen auf die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns zur Auswirkungsanalyse verwendet. Hierbei ist es wichtig zu beachten, dass die Reaktion der Betriebe auf den Mindestlohn von der Betroffenheit der Mindestlohnbestimmung abhängt.
So waren im Jahr 2015 70,6 % der Betriebe in Deutschland nicht vom Mindestlohn betroffen. Dahingegen waren 9,8 % direkt, 6,4 % indirekt und 4,7 % sowohl direkt als auch indirekt vom Mindestlohn betroffen. Eine indirekte Betroffenheit liegt beispielsweise vor, wenn sich die Niedriglohnkonkurrenz reduziert oder eine Preiserhöhung innerhalb der Wertschöpfungskette entsteht. Hierbei sind die Branchen sonstige Dienstleistungen, Verkehr und Lagerei, Gastgewerbe, Land- und Forstwirtschaft, Einzelhandel sowie die Herstellung von Nahrungs- und Genussmitteln besonders von Mindestlohn abhängig.
1 Einleitung: Vorstellung der Problematik und der Notwendigkeit, die ökonomischen Folgen des gesetzlichen Mindestlohns auf den deutschen Arbeitsmarkt wissenschaftlich zu untersuchen.
2 Arbeitsmarkttheorien: Gegenüberstellung der neoklassischen Theorie, die Mindestlöhne kritisch betrachtet, und der keynesianischen Theorie, die diese durch den Fokus auf Güternachfrage anders bewertet.
3 Situation in Deutschland/ Europa: Analyse der Verbreitung von Mindestlohnregelungen in Europa sowie detaillierte Betrachtung der gesetzlichen Situation und Sonderregelungen in Deutschland.
4 Auswirkung des Mindestlohns auf den Arbeitsmarkt in Deutschland: Untersuchung der Unternehmensreaktionen, insbesondere hinsichtlich Beschäftigungsanpassungen, sowie der Entwicklung der Arbeitslosenquote.
5 Fazit: Kritische Würdigung der Untersuchungsergebnisse und Einordnung, welches der theoretischen Modelle die tatsächliche Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt besser abbildet.
Mindestlohn, Arbeitsmarkt, Deutschland, Neoklassik, Keynesianismus, Beschäftigungsentwicklung, Arbeitslosigkeit, Niedriglohnsektor, Mindestlohngesetz, MiLoG, Tarifbindung, Arbeitsmarkttheorie, Branchenmindestlohn, Entlassungen, Einstellungszurückhaltung
Die Bachelorarbeit befasst sich mit den ökonomischen Folgen der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland und untersucht, wie sich diese politische Maßnahme auf den Arbeitsmarkt auswirkt.
Zentral sind der theoretische Rahmen (neoklassische vs. keynesianische Theorie), der internationale Vergleich, die rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland sowie die empirische Analyse der Auswirkungen auf Beschäftigung und Arbeitslosigkeit.
Das Ziel ist es, zu untersuchen, ob die Befürchtungen der neoklassischen Theorie hinsichtlich massiver Beschäftigungsverluste durch den Mindestlohn in Deutschland eingetreten sind oder ob das keynesianische Modell zutreffender ist.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse ökonomischer Theorien sowie der Auswertung empirischer Studien und statistischer Daten, insbesondere des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).
Der Hauptteil erarbeitet zunächst die theoretischen Grundlagen, beschreibt dann die europäische und deutsche Mindestlohnlandschaft und analysiert anschließend anhand von Unternehmensreaktionen und Arbeitslosenstatistiken die Folgen des Gesetzes.
Wichtige Begriffe sind Mindestlohn, Arbeitsmarkt, Neoklassik, Keynesianismus, Beschäftigungsentwicklung, Arbeitslosenquote und das Mindestlohngesetz (MiLoG).
Der Kündigungsschutz bremst den Entlassungseffekt bei Unternehmen ab, weshalb Firmen eher mit Einstellungszurückhaltung als mit aktiven Entlassungen auf den Mindestlohn reagiert haben.
Laut Fazit ist dies nur bedingt möglich, da die derzeit verfügbare Datenlage lediglich eine Beobachtung der Entwicklung erlaubt, aber noch keine abschließende, gesicherte kausale Aussage ermöglicht.
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