Bachelorarbeit, 2018
59 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Geschichtlicher Rückblick
2.2 Funktionen des Geldes
2.3 Geldschöpfungsprozess
2.4 Rolle der Zentralbanken
2.5 Bargeldloser Zahlungsverkehr
3 Vorteile der Bargeldabschaffung
3.1 Bekämpfung von Kriminalität
3.2 Senkung der Transaktionskosten
3.3 Expansive Geldpolitik
3.4 Stabilität des Finanzsektors
4 Risiken einer bargeldlosen Volkswirtschaft
4.1 Datenschutz
4.2 Alternativen zum Bargeld sind risikohaft
4.3 Bargeldabschaffung als Nachteil für arme und alte Menschen
4.4 Ausgabenkontrolle
4.5 Beispiel Schweden
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Bargeld in modernen Volkswirtschaften und analysiert kritisch die Argumente für und gegen eine mögliche Bargeldabschaffung. Ziel ist es, die ökonomischen sowie gesellschaftlichen Auswirkungen einer vollständig bargeldlosen Zahlungsweise zu beleuchten und die Forschungsfrage zu beantworten, ob eine solche Maßnahme sinnvoll und umsetzbar ist.
3.1 Bekämpfung von Kriminalität
Ein großer Teil der Währungen, weitaus über 50 Prozent, werden in den meisten Ländern für die Verschleierung gewisser Transaktionen verwendet. Der enorm große Bargeldumlauf vieler OECD-Mitgliedslänger überschreiten die Menge an Bargeld, die durch legale Aktivitäten im Inland nachvollziehbar ist. Mit dem Bargeld ist eine anonyme, von Dritten nicht nachvollziehbare Zahlungsentwicklung möglich. Somit ist dies ein zentraler Unterschied zu elektronischen Zahlungsmitteln, die in der Regel durch Regierungen nachverfolgt werden können.
Da Bargeld nicht nachverfolgt werden kann, wird dadurch die Nutzung von Bargeld für Geschäfte in der Schattenwirtschaft, für Terrorfinanzierung, Bestechung oder zum Unterlaufen wirtschaftlicher Sanktionen attraktiver. Mit Schattenwirtschaft sind nicht nur illegale Machenschaften gemeint, sondern auch legale Geschäfte, die nicht dokumentiert bzw. nicht in Büchern erfasst werden, um Steuern und Sozialversicherungsbeiträge zu vermeiden. Illegale Geschäfte sind beispielsweise die gewinnorientierte Kriminalität wie Drogen-und Menschenhandel, Produktpiraterie, Betrug etc.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die aktuelle Debatte um die Bargeldabschaffung ein, beleuchtet die Problemstellung und definiert das Ziel sowie die Vorgehensweise der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden die historischen Ursprünge des Geldes, seine Funktionen sowie der Geldschöpfungsprozess und die Rolle der Zentralbanken erläutert.
3 Vorteile der Bargeldabschaffung: Dieses Kapitel analysiert Argumente pro Bargeldabschaffung, insbesondere die Bekämpfung von Kriminalität, Transaktionskosten, Geldpolitik und Finanzstabilität.
4 Risiken einer bargeldlosen Volkswirtschaft: Hier werden die Gegenargumente und Risiken wie Datenschutzbedenken, soziale Nachteile und die Auswirkungen auf die Ausgabenkontrolle diskutiert.
5 Fazit: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Ziele einer Bargeldabschaffung nicht zweifelsfrei erreicht werden können.
Bargeld, Bargeldabschaffung, Zentralbank, Geldpolitik, Inflation, Schattenwirtschaft, Kriminalität, Datenschutz, Finanzen, Zahlungsverkehr, Buchgeld, Euro, Geldmenge, Sozialverträglichkeit, Finanzstabilität.
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle des Bargeldes in der heutigen Wirtschaft und den kontroversen Diskussionen über eine mögliche Bargeldabschaffung im Euro-Währungsraum.
Die Schwerpunkte liegen auf den theoretischen Grundlagen der Geldschöpfung, den Argumenten für eine Abschaffung (wie Kriminalitätsbekämpfung) und den damit verbundenen Risiken für Bürger und Gesellschaft.
Ziel ist die Untersuchung, ob eine bargeldlose Volkswirtschaft die erhofften Vorteile (z.B. Senkung von Kriminalität oder bessere geldpolitische Steuerung) bringen würde und welche Nachteile dabei entstehen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literatur- und Analysearbeit, unter Einbeziehung von Statistiken und Studien zur Zahlungsnutzung.
Der Hauptteil analysiert die Vor- und Nachteile der Bargeldabschaffung, unterteilt in die Kapitel 3 (Vorteile) und Kapitel 4 (Risiken).
Die zentralen Begriffe sind Bargeld, Geldpolitik, Schattenwirtschaft, Datenschutz, Transaktionskosten und Finanzstabilität.
Bargeld wirkt als Zinsschranke bei null Prozent; da Menschen ihr Geld abheben könnten, um Negativzinsen zu vermeiden, erschwert dies der Zentralbank die expansive Geldpolitik.
Der "Pain of Paying" beschreibt den psychologischen Schmerz beim Ausgeben von Bargeld, der Menschen zu einer effektiveren Ausgabenkontrolle bewegt, was bei digitalem Geld oft verloren geht.
Schweden dient als Beispiel für eine Gesellschaft, die bereits weitgehend bargeldlos ist, und verdeutlicht die damit verbundenen Probleme für den Einzelhandel und ältere Menschen.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der Markt und nicht der Staat über die Verwendung von Zahlungsmitteln entscheiden sollte, da die Ziele der Bargeldabschaffung nicht erreicht werden können.
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