Bachelorarbeit, 2018
63 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Abgrenzung und Definitionen zentraler Begriffe
2.1. Corporate Social Responsibility
2.2. Creating Shared Value
2.2.1. Entstehung des Konzeptes
2.2.2. Abgrenzung zu CSR
3. Das Creating Shared Value-Konzept
3.1. Ausprägungsformen von Creating Shared Value
3.1.1. Produkte und Märkte neu verstehen
3.2.2. Produktivität innerhalb der Wertschöpfungskette neu verstehen
3.2.3. Aufbau lokaler Wirtschaftscluster
3.2. Messbarkeit eines Shared Values
3.3. Kritische Betrachtung des Konzepts
4. Fallbeispiel: Timberland®
4.1. Das Unternehmen
4.2. Creating Shared Value bei Timberland
4.2.1 Gemeindearbeit: Einbindung von Stakeholdern
4.2.2 Umwelt: Energieeffiziente Lösungsansätze
4.2.3 Produkt: Neupositionierung durch Nachhaltigkeit
4.3. Messung und Bewertung
5. Fazit
Diese Arbeit setzt sich mit dem von Michael E. Porter und Mark R. Kramer formulierten „Creating Shared Value“ (CSV)-Ansatz auseinander, um zu untersuchen, inwieweit das Konzept in unternehmerische Aktivitäten integrierbar ist, um langfristig sowohl gesellschaftliche als auch unternehmerische Werte zu schaffen. Ziel ist es, die Abgrenzung zum „Corporate Social Responsibility“ (CSR)-Konzept zu analysieren, die praktische Anwendbarkeit anhand des Fallbeispiels Timberland zu evaluieren und die Problematik der Messbarkeit von „Shared Value“ kritisch zu reflektieren.
3.1.1. Produkte und Märkte neu verstehen
In der heutigen Zeit sind die gesellschaftlichen Bedürfnisse größer als je zuvor. Körperliches Wohlbefinden, gesündere Ernährung, bessere Wohnmöglichkeiten, finanzielle Sicherheit, Umweltschutz etc. stellen dabei die größten unbefriedigten Bedürfnisse dar. Porter und Kramer fordern daher Unternehmen auf, ihre Produkte und Märkte neu zu verstehen (vgl. Porter & Kramer 2011: 65-66).
Anstatt neue Bedürfnisse zu kreieren, sollte der Fokus auf einer Befriedigung der bereits bestehenden gesellschaftlichen Bedürfnisse liegen. Vor allem in den Märkten der Schwellen- und Entwicklungsländer eröffne dies den Unternehmen neue Möglichkeiten für Innovation und einem „Shared Value“. Der soziale Nutzen sei dabei größer als bei Initiativen durch Staat und NGOs, da unter anderem die Marketingeffizienz eines Unternehmens vergleichbar höher ist. Bestehende Märkte könnten somit besser beliefert und durch neue Produktinnovationen besser erschlossen werden (vgl. Porter & Kramer 2011: 65-66).
Beispiel: Thomson Reuters
Der US-amerikanische Medienkonzern Thomson Reuters startete 2008 eine Initiative, Bauern in Indien mit Tools und Informationen zu versorgen, die die Produktivität und das Wachstum steigern sollten. Das Projekt „Market Light“ soll demnach einen Großteil der ca. 250 Mio. in der Landwirtschaft tätigen Menschen mit landwirtschaftlichen Informationen versorgen. Dazu gehören tägliche Wettervorhersagen, Preisstrukturen, Rohstoffpreise, Transaktionskosten, Anbaumethoden und Ratschläge für Ernte-, Saat und Düngeprozesse. Für 4,10 USD können interessierte Bauern diese Dienstleistung per Mobiltelefon täglich für 3 Monate in Anspruch nehmen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit einer nachhaltigen Unternehmensführung angesichts globaler ökologischer und gesellschaftlicher Herausforderungen und führt in die Problematik sowie Zielsetzung der Arbeit ein.
2. Abgrenzung und Definitionen zentraler Begriffe: Dieses Kapitel definiert Corporate Social Responsibility und Creating Shared Value, um die theoretische Basis für den weiteren Vergleich der beiden Konzepte zu legen.
3. Das Creating Shared Value-Konzept: Hier werden die Ausprägungsformen von CSV detailliert vorgestellt, die Methoden zur Messung diskutiert und eine wissenschaftliche Kritik am Konzept vorgenommen.
4. Fallbeispiel: Timberland®: Das Kapitel wendet das theoretische CSV-Konzept auf die Praxis des Unternehmens Timberland an, analysiert dessen spezifische Initiativen und bewertet die unternehmerischen Ergebnisse.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, relativiert die Originalität des CSV-Ansatzes im Vergleich zu CSR und betont die praktische Bedeutung der Integration gesellschaftlicher Werte in die Unternehmensstrategie.
Creating Shared Value, Corporate Social Responsibility, Nachhaltigkeit, Wertschöpfungskette, Stakeholder, Wettbewerbsvorteil, Timberland, Unternehmensstrategie, Innovationsfähigkeit, gesellschaftliche Verantwortung, Ressourceneffizienz, ökonomischer Erfolg, soziale Auswirkung, Messbarkeit, Shared Value Initiative
Die Arbeit untersucht das Konzept des „Creating Shared Value“ (CSV) nach Porter und Kramer und analysiert dessen Potenzial, gesellschaftliche Probleme durch unternehmerisches Handeln gewinnbringend zu lösen.
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Abgrenzung von CSV zu CSR, den drei Ausprägungsformen des Konzepts, der kritischen Diskussion der wissenschaftlichen Debatte und der praktischen Anwendung bei Timberland.
Das Ziel ist herauszufinden, ob CSV eine revolutionäre neue Managementphilosophie darstellt oder lediglich eine Weiterentwicklung bestehender CSR-Ansätze, und wie dies in der Unternehmenspraxis umsetzbar ist.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie auf eine dokumentenbasierte Fallstudie des Unternehmens Timberland, um die theoretischen Konzepte an der unternehmerischen Praxis zu spiegeln.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Definition und Abgrenzung, die Darstellung der CSV-Ausprägungsformen, eine tiefgehende kritische Betrachtung sowie eine ausführliche Analyse des Fallbeispiels Timberland.
Zentrale Begriffe sind Creating Shared Value, Corporate Social Responsibility, unternehmerische Verantwortung, Stakeholder-Integration, Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltige Wertschöpfungskette.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass CSV ein geringes Maß an Originalität aufweist, da ähnliche Synergieeffekte zwischen ökonomischen und gesellschaftlichen Zielen bereits in anderen Modellen (wie der „Pyramid of Organizational Culture“) diskutiert wurden.
Timberland dient als Beispiel dafür, dass Unternehmen zwar nicht zwingend revolutionäre neue Ansätze benötigen, aber durch die Integration von Nachhaltigkeit in ihr Kerngeschäft und durch spezifische Initiativen messbare geschäftliche Erfolge und gesellschaftlichen Mehrwert erzielen können.
Es existiert bisher keine universelle Methodik, die gesellschaftliche Verbesserungen präzise mit wirtschaftlichen Kennzahlen (KPIs) verknüpft; die Messung bleibt daher oft individuell unternehmensspezifisch und schwierig zu objektivieren.
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