Fachbuch, 2019
44 Seiten
Diese Arbeit untersucht die Bedeutung von Biografiearbeit in der Pflege von älteren Menschen mit Kriegstraumata in vollstationären Einrichtungen. Sie beleuchtet die spezifischen Herausforderungen, die mit der Traumaverarbeitung im Alter verbunden sind und wie Biografiearbeit dazu beitragen kann, die Lebensqualität und das Wohlbefinden dieser Menschen zu verbessern.
Das erste Kapitel stellt die Problematik von Kriegstraumata im Alter dar und zeigt die Relevanz des Themas für den Pflegeprozess in vollstationären Einrichtungen auf. Es werden die Herausforderungen in der Betreuung älterer Menschen mit Kriegstraumata beleuchtet, die aufgrund von Unsicherheit und mangelndem Vertrauen entstehen. Zudem wird die steigende Anzahl von pflegebedürftigen Menschen im Alter und die damit einhergehende Bedeutung von Biografiearbeit hervorgehoben.
Das zweite Kapitel befasst sich mit dem Begriff des psychischen Traumas, dessen Definition und Verlauf sowie den Folgen für Betroffene. Die spezifischen Auswirkungen von Kriegstraumata und deren Bedeutung im Kontext der Gesellschaft werden ebenfalls erläutert.
Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit der Biografiearbeit im Alter. Es werden verschiedene Methoden des biografischen Arbeitens, die Rahmenbedingungen, Ziele und Gefahren dieser Arbeitsweise erläutert.
Das vierte Kapitel widmet sich den Kriegserfahrungen im Kontext der Pflege. Es werden die Besonderheiten des Traumas im Alter, die Trauma-Reaktivierung und Retraumatisierung sowie die spezifische Situation in vollstationären Pflegeeinrichtungen betrachtet.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Themen Kriegstrauma, Biografiearbeit, Pflege im Alter, vollstationäre Einrichtungen, soziale Arbeit, Traumaverarbeitung, individuelle Pflege, ganzheitliche Pflege, Lebensqualität, Wohlbefinden.
Biografiearbeit hilft älteren Menschen, Erlebtes zu ordnen und zu integrieren. Besonders bei Kriegstraumata kann sie helfen, verdrängte Wunden behutsam zu bearbeiten und die Lebensqualität zu steigern.
Durch den Verlust von Kontrollmöglichkeiten (z. B. Einzug ins Pflegeheim) oder körperlichen Abbau können alte Kriegserinnerungen wieder hochkommen und die Betroffenen erneut psychisch belasten.
Dazu gehören Erinnerungskoffer, das Erstellen von Lebensbüchern, biografische Gespräche oder das Nutzen von alten Fotos und Musik, um positive Ressourcen zu aktivieren.
Es besteht die Gefahr, dass schmerzhafte Erinnerungen unkontrolliert aufbrechen (Trauma-Reaktivierung), ohne dass ausreichend therapeutische Begleitung vorhanden ist.
Notwendig ist eine ganzheitliche Pflege, die sensibel für Anzeichen von Angst und Misstrauen ist, sowie eine Umgebung, die Sicherheit und Vertrauen vermittelt.
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