Masterarbeit, 2019
137 Seiten, Note: 1,7
Einleitung
1. Das Spannungsfeld Nordkorea – zwischen Krise, atomarem Wettrüsten und „unberechenbaren“ Staatsoberhäuptern
2. Geschichtliche und politische Hintergründe zum Nordkoreakonflikt
3. Forschungsfragen
Hauptteil- Methoden zur Textanalyse
4. Die Darstellung des dominierenden Kollektivwissens aus diskurslinguistischer Sicht
5. Eine quantitative Analyse unter der Verwendung von n-Grammen
6. Das Mehr-Ebenen-Modell (DIMEAN) nach Spitzmüller/Warnke (2011)
7. Eine diskurslinguistische Analyse des Nordkoreakonflikts und ihrer Protagonisten
Hauptteil-Ergebnisse
7.1. Kim und Trump – zwei streitsüchtige Verrückte?
7.2. Eine Bestätigung der Musterhaftigkeit von Trumps und Kims dominierenden Charakteristika
8. Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse
9. Ausblick für weiterführende Studien
Die Masterarbeit untersucht mittels diskurslinguistischer Methoden, wie die Nordkoreakrise sowie die Protagonisten Donald Trump und Kim Jong-Un in deutschsprachigen Zeitungsartikeln konzipiert werden und ob sich daraus eine Wahrnehmung eskalierender Kriegsgefahr in der Bevölkerung ableiten lässt.
1. Das Spannungsfeld Nordkorea – zwischen Krise, atomarem Wettrüsten und „unberechenbaren“ Staatsoberhäuptern
„Die Welt ist jetzt nicht nur gefährlicher als vor einem Jahr; es ist so bedrohlich wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr" (Krauss and Rosner 2018)
Berichten deutschsprachige oder weltweite Medien über Nordkorea und die Vereinigten Staaten werden meist politische Schlagwörter wie Nordkoreakonflikt, Nordkoreakrise, Atomstreit oder nukleares Wettrüsten in einem Atemzug genannt. Auch von der sogenannten Doomsday Clock ist immer häufiger die Rede (vgl. z.B. Krauss and Rosner 2018). Tatsächlich blicken internationale Beobachter und Experten sorgenvoll auf ein insbesondere seit 2017 stetig verbessertes Atom- und Raketenprogramm des nordkoreanischen Regimes (Krauss and Rosner 2018). Ebenso wie Kim Jong-Un spielt Donald Trump eine Schlüsselrolle in der „zunehmenden Sorge um die weltweite Sicherheitslage“ (vgl. Krauss and Rosner 2018). Die Internationalisierung der Sorge und Unsicherheit in der Gesellschaft liegt mitunter daran, dass ein möglicher Nordkoreakrieg nicht allein zwischen Nordkorea und den USA, sondern auf weltweiter Ebene ausgetragen werden würde. Fachleute wie der US-Amerikanische Verteidigungsminister Mattis warnen bereits vor dem „schlimmsten Konflikt im Leben der meisten Menschen heute“ (Mattis in Hemicker 2017b) oder vor einer „neuen Kuba-Krise“ (Dorn 2017). Parallelen zwischen der Kuba-Krise und dem Nordkoreakonflikt können im Hinblick auf die permanent angespannte Lage gezogen werden (Hemicker 2017b). Ebenso wie zu Zeiten des Kalten Krieges besteht aktuell die Angst vor einem Kriegsauslöser, der lediglich auf ein Missverständnis des Gegenübers zurückzuführen ist (Hemicker 2017b).
Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Spannungsfeld des Nordkoreakonflikts ein und beleuchtet die aktuelle Bedrohungslage sowie die historische Genese des Konflikts seit 1945.
Hauptteil- Methoden zur Textanalyse: Hier werden die theoretischen und methodischen Grundlagen der Arbeit erläutert, insbesondere die Diskurslinguistik, die quantitative Analyse mit n-Grammen und das Mehr-Ebenen-Modell (DIMEAN).
Hauptteil-Ergebnisse: In diesem Teil werden die Auswertungen der Zeitungskommentare hinsichtlich der Charakterisierung von Trump und Kim sowie deren Wirkung auf die gesellschaftliche Wahrnehmung präsentiert.
Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse: Die Ergebnisse der quantitativen und qualitativen Analysen werden synthetisiert und im Hinblick auf das in der Bevölkerung vorherrschende Kollektivwissen interpretiert.
Ausblick für weiterführende Studien: Dieses Kapitel skizziert mögliche Anknüpfungspunkte für zukünftige diskurslinguistische Forschungsarbeiten, etwa durch die Einbeziehung multimodaler Analysemodelle.
Nordkoreakonflikt, Diskurslinguistik, Donald Trump, Kim Jong-Un, Kollektivwissen, Medienanalyse, n-Gramme, Mehr-Ebenen-Modell, DIMEAN, Kriegsrhetorik, Atomwaffen, politische Kommunikation, Friedenssicherung, Sanktionen, Charakterisierung.
Die Arbeit analysiert, wie deutschsprachige Medien über den Nordkoreakonflikt berichten und wie dabei bestimmte Narrative und Charaktereigenschaften der beteiligten Akteure, Kim Jong-Un und Donald Trump, konstruiert werden.
Zentrale Felder sind die diskursive Konstruktion politischer Identitäten, die mediale Vermittlung von Krisen, das atomare Wettrüsten und die wahrgenommene Kriegsgefahr.
Das Ziel ist es, das vorherrschende Kollektivwissen der deutschsprachigen Bevölkerung zu identifizieren, welches durch die mediale Berichterstattung über den Nordkoreakonflikt geprägt wird.
Es wird ein methodischer Mix verwendet, bestehend aus quantitativer Korpusanalyse mit n-Grammen sowie einer qualitativen Diskursanalyse basierend auf dem Mehr-Ebenen-Modell (DIMEAN) von Spitzmüller und Warnke.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodologische Darlegung und die konkrete Analyse der Zeitungskommentare, wobei insbesondere die diskursive Zuweisung von Persönlichkeitseigenschaften im Fokus steht.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Nordkoreakonflikt, Diskurslinguistik, Kollektivwissen und mediale Charakterisierung der Protagonisten geprägt.
Die Analyse zeigt, dass beide als "streitsüchtig" und "unberechenbar" gerahmt werden, wobei Trump oft "überblickslos" und Kim als "gefährlicher Diktator" in den Diskurs eingehen.
China wird als ambivalenter Akteur wahrgenommen, der einerseits als Bündnispartner Nordkoreas agiert, andererseits aber zunehmend Sanktionen mitträgt, um seine eigene Machtposition zu wahren.
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