Bachelorarbeit, 2019
75 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Das Gesundheitssystem in Deutschland zur Zeit des Nationalsozialismus
3 Ökonomisierung der stationären Krankenhausbehandlung
3.1 Ökonomisierung
3.2 Allokations- und Ökonomisierungsebenen im Krankenhaus
3.3 Ressourcenknappheit
3.4 Krankenhausfinanzierung
3.5 Demografische Entwicklung in Deutschland
4 Multimorbide, hochaltrige Menschen auf der Intensivstation
4.1 Begriffsdefinitionen
4.1.1 Multimorbidität
4.1.2 Hochaltrigkeit
4.2 Intensivmedizinische Versorgung
4.2.1 Allgemeines
4.2.2 Kosten einer intensivmedizinischen Versorgung
4.2.3 Hochaltrige Patienten auf Intensivstationen
4.3 Ethische Aspekte
4.3.1 Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht
4.3.2 Einfluss des Lebensalters der Patienten auf die Therapieentscheidung der Mediziner
4.3.3 Palliativ statt Intensiv?
5 Spannungsfeld Wirtschaftlichkeit, Ethik und Ressourcen
6 Pflege am Limit – Systemkollaps – eine Zukunftsvision
7 Schlussfolgerung
Die Bachelor-Thesis untersucht das Spannungsfeld zwischen ökonomischen Zwängen, ethischen Anforderungen und knappen Ressourcen in der intensivmedizinischen Versorgung hochaltriger Patienten in deutschen Krankenhäusern.
3.1 Ökonomisierung
Im Rahmen einer rasanten Ökonomisierung des Gesundheitssystems hat sich die stationäre Krankenhausversorgung zunehmend verändert. Huber (2006) bezeichnet Ökonomie als „die Lehre vom sorgfältigen Umgang mit knappen Ressourcen. Dies beinhaltet die Vermeidung von Verschwendung und Ineffizienz“ (Huber 2006: 279). Daher ist Ökonomisierung die „fortlaufende Überprüfung eingefahrener Abläufe, etwa im Krankenhaus, mit dem Ziel des besseren Einsatzes verfügbarer Mittel zu verstehen“ (ebd.). Dieses Verhalten ist „wertneutral und muss auch dort erfolgen, wo keine Gewinninteressen ihn [sic!] antreiben“ (ebd.).
Unter Ökonomie oder Wirtschaft versteht man weiterhin den „sorgsamen Umgang mit knappen Gütern und Dienstleistungen zur Befriedigung der menschlichen Bedürfnisse“ (Amelie 2016: 30). Das Verständnis von Ökonomisierung orientiert sich daran, „was an ökonomischen Maßstäben ausgerichtet und bemessen wird“ (Bauer 2007: 98). Demnach müssen die Menschen mit den vorhandenen Gütern dieser Erde wirtschaftlich umgehen (vgl. Huber 2006: 276). Wirtschaftliches Denken betrifft daher heute nahezu jeden Lebens- und Arbeitsbereich des einzelnen Menschen. Gerade im Gesundheitssystem fällt es dennoch schwer, ökonomisch zu denken und zu handeln, „denn Wettbewerb ist für diesen Bereich häufig noch ein Fremdwort“ (Huber 2006: 277).
1 Einleitung: Einführung in die Problematik des finanziellen Drucks und des Wandels in deutschen Krankenhäusern sowie Formulierung der Forschungsfrage.
2 Das Gesundheitssystem in Deutschland zur Zeit des Nationalsozialismus: Historischer Rückblick auf die Gleichschaltung und Instrumentalisierung des Gesundheitswesens im Nationalsozialismus.
3 Ökonomisierung der stationären Krankenhausbehandlung: Untersuchung der ökonomischen Steuerungsmechanismen, Finanzierungsformen und der demografischen Herausforderungen.
4 Multimorbide, hochaltrige Menschen auf der Intensivstation: Analyse der speziellen Bedürfnisse hochaltriger Patienten sowie ethischer Dilemmata bei der Therapieentscheidung.
5 Spannungsfeld Wirtschaftlichkeit, Ethik und Ressourcen: Diskussion der Zielkonflikte zwischen ökonomischer Rationalität und ethisch gebotenem menschlichem Handeln.
6 Pflege am Limit – Systemkollaps – eine Zukunftsvision: Kritische Reflexion der Arbeitsbedingungen in der Pflege und Entwurf notwendiger Handlungsfelder für die Zukunft.
7 Schlussfolgerung: Zusammenfassung der Ergebnisse und Plädoyer für ein Gesundheitssystem, das den Menschen in seiner Würde trotz ökonomischer Zwänge respektiert.
Ökonomisierung, Intensivmedizin, Hochaltrigkeit, Multimorbidität, Krankenhausfinanzierung, Ethik, Palliativmedizin, demografischer Wandel, Ressourcenknappheit, Patientenverfügung, Gesundheitswesen, Pflegewissenschaft, DRG-System, Rationierung, Selektion
Die Arbeit beleuchtet das komplexe Spannungsfeld zwischen ökonomischen Anforderungen und ethischer Verantwortung bei der intensivmedizinischen Betreuung hochaltriger Patienten.
Die Themenfelder umfassen die Ökonomisierung des Krankenhauswesens, demografische Entwicklungen, ethische Grundlagen der Patientenversorgung und die Rolle der Palliativmedizin.
Ziel ist es, eine kritische Sicht auf die aktuellen Gegebenheiten auf Intensivstationen zu werfen und für den Umgang mit hochaltrigen Patienten zu sensibilisieren.
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche zu den Themenbereichen Ökonomisierung, Demografie, Ethik und Intensivmedizin.
Der Hauptteil analysiert die historischen Hintergründe, ökonomische Strukturen wie das DRG-System, die speziellen Bedürfnisse hochaltriger Patienten und ethische Aspekte wie Patientenverfügungen.
Die zentralen Schlagworte sind Ökonomisierung, Intensivmedizin, Hochaltrigkeit, ethische Grenzsituationen und Ressourcenmanagement.
Das DRG-System steuert über Fallpauschalen die Krankenhausfinanzierung, was auf Intensivstationen zu einem hohen Druck führt, Patienten wirtschaftlich effizient zu behandeln, was bei hochaltrigen Patienten zu ethischen Konflikten führen kann.
Die Autorin plädiert dafür, Palliativmedizin stärker zu integrieren, da eine rein intensivmedizinische Intervention bei hochaltrigen Patienten nicht immer indiziert oder im Sinne des Patientenwunsches ist.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

