Masterarbeit, 2018
91 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Literaturteil
2.1 Theoretischer Rahmen der Beschäftigungsformen
2.1.1 Das Normalarbeitsverhältnis
2.1.2 Atypische Beschäftigung
2.1.3 Prekarität und prekäre Beschäftigung
2.1.3.1 Individualebene vs. Haushaltsebene
2.1.3.2 Merkmale der Prekaritätsrisiken
2.2 Historischer Kontext und Entwicklung der Prekarisierung
2.3 Ursachen für die Entwicklung von Prekarität
2.3.1 Die Veränderungstendenzen der Arbeitswelt
2.3.2 Die neoliberale Politik
2.3.3 Die Veränderung von Geschlechter- und Familienverhältnissen
2.4 Zwischenfazit
3. Methodenteil
3.1 Begründung der Fallstudie und Fallauswahl
3.2 Die qualitative Datenerhebung
3.3 Methode des leitfadengestützten Experteninterviews
3.3.1 Aufbau und Inhalte der Interviewleitfäden
3.3.2 Qualitative Inhaltsanalyse
3.3.3 Durchführung und Transkription der Interviews
3.3 Methode der Dokumentenanalyse
4. Empirischer Teil
4.1 Einleitung in den Fall: H&M
4.1.1 Unternehmensprofil von H&M
4.1.2 Vorstellung der Beschäftigungsverhältnisse
4.2 Analyse und Interpretation der Ergebnisse
4.2.1 Auswertung der Dokumentenanalyse
4.2.2 Auswertung der Interviews
4.3 Identifikation der Ursachen für die Entwicklung von Prekarität
5. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Ursachen für die zunehmende Prekarisierung von Beschäftigungsverhältnissen in der deutschen Einzelhandels- und Textilindustrie. Am Beispiel des Textilkonzerns H&M analysiert die Arbeit, wie strukturelle Marktveränderungen, neoliberale Reformen und Flexibilisierungsstrategien von Unternehmen zur Ausbreitung prekärer Arbeitsbedingungen führen.
3.1 Begründung der Fallstudie und Fallauswahl
Diskussionen über die Ausweitung der atypischen Beschäftigung und die damit verbundene zunehmende Prekarisierung stellen keine Neuheit dar und spätestens seit der Agenda 2010 werden zunehmend intensive Debatten über die Prekarisierung des Arbeitsmarktes in Deutschland geführt.
Mit den Veränderungen der Arbeitswelt gewinnen atypische Beschäftigungsverhältnisse wie Teilzeit, Zeitarbeit, befristete Beschäftigung oder auch geringfügige Beschäftigung immer mehr an Bedeutung. Auch die Aufmerksamkeit der Medien wurde zunehmend geweckt, sodass Schlagzeilen wie „Arm trotz Arbeit“ keine Seltenheit darstellen (vgl. Schiersch 2014: 1; Spiegel 2017; Fokus 2017). Besonders Branchen wie die Einzelhandels- und Textilindustrie besitzen ein hohes Prekaritätspotenzial aufgrund der vergleichsweise einfachen Substituierbarkeit der Arbeitnehmer und der geringen Aufgabenkomplexität der Stellen (vgl. Keller, Seifert 2007: 33). Immer mehr Normalarbeitsverhältnisse werden hier durch Teilzeit und geringfügige Beschäftigung ersetzt und so die Prekarisierung vorangetrieben (vgl. Schulze-Buschoff, Seifert 2017: 8 f.).
In der vorliegenden Arbeit wird diese Situation zum Anlass genommen und eine Fallstudie zum bislang unzureichend untersuchten Erklärungsansatz über die Ursachen für die Entwicklung von Prekarität in der Einzelhandels- und Textilindustrie durchgeführt.
Zur Untersuchung dieser Forschungsfrage soll H&M als eines der branchenführenden Unternehmen der Einzelhandels- und Textilindustrie herangezogen werden. H&M für die Fallstudie auszuwählen, lag besonders im persönlichen, aber auch wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Interesse. Durch die Vielzahl an Kritik der schlechten Arbeitsbedingungen und prekären Arbeitsverhältnissen, die in Presse und Fernsehen publiziert wurde, entstand die Neugierde auf weitere Informationen und das persönliche Interesse, anhand des Konzerns die Ursachenforschung durchzuführen.
1. Einleitung: Einführung in das Thema Prekarisierung, Relevanz der Untersuchung für den Einzelhandel und Darstellung der Forschungsfrage.
2. Literaturteil: Theoretische Fundierung durch Definitionen von Normalarbeitsverhältnis, atypischer Beschäftigung und Prekarität sowie historischer Kontext und Ursachenanalyse.
3. Methodenteil: Detaillierte Beschreibung des qualitativen Forschungsansatzes, einschließlich Experteninterviews und Dokumentenanalyse.
4. Empirischer Teil: Präsentation der Ergebnisse der Fallstudie zu H&M, Analyse der Unternehmensstrategien und Identifikation der Ursachen für Prekarität.
5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, kritische Reflexion der Prekarisierungsdebatte und Diskussion potenzieller Handlungsempfehlungen.
Prekarisierung, atypische Beschäftigung, Einzelhandel, Textilindustrie, H&M, Normalarbeitsverhältnis, Hartz-Gesetze, Flexibilisierung, Kostenführerschaft, Digitalisierung, Strukturwandel, Experteninterviews, Dokumentenanalyse, Arbeitsmarktpolitik, prekäre Arbeitsverhältnisse
Die Arbeit analysiert die Ursachen für die Ausbreitung prekärer Beschäftigungsverhältnisse innerhalb der deutschen Einzelhandels- und Textilbranche.
Die Untersuchung beleuchtet den historischen Wandel der Arbeitswelt, die Rolle neoliberaler Politik (Hartz-Reformen) sowie branchenspezifische Treiber wie Digitalisierung und verändertes Konsumverhalten.
Das Ziel ist es, die spezifischen Ursachen für die Entwicklung von Prekarität in der Einzelhandels- und Textilbranche zu identifizieren und am Beispiel des Konzerns H&M empirisch zu belegen.
Die Autorin nutzt einen qualitativen Forschungsansatz durch eine Fallstudie, die Experteninterviews mit der Methode der Dokumentenanalyse trianguliert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Literaturanalyse und einen umfangreichen empirischen Teil, in dem die Ergebnisse der Interviews und Dokumente zu den Ursachen der Prekarisierung ausgewertet werden.
Begriffe wie Prekarisierung, atypische Beschäftigung, Kostenführerschaft, Flexibilisierung und Strukturwandel stehen im Mittelpunkt der Untersuchung.
H&M gilt als Vorreiter für prekäre Beschäftigungsmodelle im Textilsektor und bietet aufgrund seiner Größe und Marktbedeutung ein ideales Objekt zur Untersuchung von Unternehmensstrategien.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass neben allgemeinen makroökonomischen Trends besonders betriebliche Flexibilisierungsstrategien und der sinkende Organisationsgrad der Arbeitnehmer die prekäre Situation im Handel verstärken.
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