Bachelorarbeit, 2018
53 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
1.1 Hintergrund
1.2 Motivation und wissenschaftliche Fragestellungen
2 Theorie und bisherige Erkenntnisse der Forschung
2.1 Kapitalstruktur und Asset Pricing Modelle
2.2 Literaturübersicht
2.2.1 Positiver Zusammenhang zwischen Verschuldungsgrad und Aktienrendite
2.2.2 Negativer Zusammenhang zwischen Verschuldungsgrad und Aktienrendite
2.3 Arbeitshypothesen
3 Empirie
3.1 Datensatz
3.2 Methode
3.3 Resultate
4 Analyse und Diskussion
4.1 Kapitalstruktur
4.1.1 Vergleiche zur bestehenden Literatur
4.1.2 Modigliani-Miller-Theorem II
4.2 Asset Pricing
5 Zusammenfassung
5.1 Fazit
5.2 Grenzen der Studie
5.3 Zukünftige Forschung
Diese Bachelor-Thesis untersucht den empirischen Zusammenhang zwischen der finanziellen Verschuldung von Unternehmen und ihren Aktienrenditen auf dem europäischen Kapitalmarkt im Zeitraum von 1988 bis 2017, um zu prüfen, ob die Verschuldung als eigenständiger Risikofaktor in gängigen Asset-Pricing-Modellen integriert werden sollte.
3.1 Datensatz
Die in dieser Studie berücksichtigten Angaben zur Berechnung der Rendite, des Verschuldungsgrades, des Marktwertes und des B2M sind der Datenbank Thomson Reuters Datastream entnommen. Es finden nur die 555 Unternehmen Berücksichtigung, die von spätestens 1988 an bis 2018 an einer Börse in der heutigen Eurozone gelistet sind. Vor 1988 wurde keine ausreichende Anzahl von Aktien heute noch gelisteter Unternehmen an den Kapitalmärkten gehandelt und es lagen keine detaillierten Daten zu Dividendenausschüttungen vor. Es werden nur heute noch aktive Firmen untersucht, damit sich über die 30 Beobachtungsjahre die Anzahl der untersuchten Unternehmen nicht ändert.
Der Nachteil besteht darin, dass die Studie unter dem „Survivorship Bias“ (siehe Brown et al. 1992) leidet. Die geringen Renditen von Firmen, die bankrottieren, und deren Zusammenhang zur finanziellen Verschuldung werden nicht erfasst, was die Ergebnisse verzerren kann. Wie in der gesamten Literatur zu diesem Thema üblich, sind Firmen, die in den Bereichen Financial Services und Versicherung tätig sind (46), sowie alle Banken (36) von der Studie ausgeschlossen (siehe Andersson 2016). Diese weisen häufig einen besonders hohen Verschuldungsgrad auf und werden hinsichtlich ihrer Verschuldung anders reguliert (siehe Georg und Hwang 2010).
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung der Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Verschuldungsgrad und Rendite sowie die wissenschaftliche Relevanz der Forschungsfragen.
2 Theorie und bisherige Erkenntnisse der Forschung: Hier werden theoretische Modelle des Asset Pricings vorgestellt und eine Literaturübersicht zu bisherigen empirischen Studien gegeben, die als Grundlage für die Hypothesenbildung dient.
3 Empirie: Dieser Teil beschreibt den Datensatz sowie die gewählte Methode der Portfolioanalyse zur empirischen Untersuchung des Verschuldungseffekts auf Renditen.
4 Analyse und Diskussion: Die empirischen Ergebnisse werden kritisch bewertet, mit bestehender Literatur verglichen und im Kontext der Theorien von Modigliani und Miller sowie moderner Asset-Pricing-Modelle diskutiert.
5 Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Studie zusammen, benennt deren Grenzen und gibt Ausblicke für zukünftige Forschungsansätze.
Kapitalstruktur, Finanzielle Verschuldung, Aktienrendite, Asset Pricing, Fama-French-Modell, Portfolioanalyse, Modigliani-Miller-Theorem, Eigenkapitalkosten, Verschuldungsgrad, Marktrisiko, Value-Aktien, Europäischer Kapitalmarkt.
Die Arbeit untersucht, wie sich die finanzielle Verschuldung eines Unternehmens auf dessen Aktienrendite im europäischen Kontext auswirkt.
Die zentralen Themen sind Kapitalstruktur, die Validität von Asset-Pricing-Modellen und das Verständnis von Finanzierungsrisiken am Aktienmarkt.
Das Ziel ist es, empirisch zu prüfen, ob ein Zusammenhang zwischen Verschuldung und Rendite besteht und ob gängige Bewertungsmodelle diesen Zusammenhang korrekt erfassen.
Es wird eine univariate Portfolioanalyse durchgeführt, bei der Aktien jährlich basierend auf ihrem Verschuldungsgrad sortiert und gruppiert werden.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung, die empirische Datenauswertung und eine detaillierte Diskussion der Ergebnisse im Vergleich zur vorhandenen Fachliteratur.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Kapitalstruktur, Asset Pricing, Verschuldungsgrad, Aktienrendite und das Fama-French-Modell.
Die Untersuchung konzentriert sich auf heute noch aktive Firmen, wodurch bankrottierte Unternehmen ausgeschlossen werden, was die Ergebnisse der Renditeanalyse verzerren könnte.
Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass im Gegensatz zur Theorie von Modigliani und Miller eine negative Beziehung zwischen Verschuldung und Rendite existiert, was als Anomalie gewertet wird.
Diese Branchen weisen aufgrund ihres Geschäftsmodells spezifische Verschuldungsstrukturen auf, die nicht mit allgemeinen Wirtschaftsunternehmen vergleichbar sind und die Ergebnisse verfälschen würden.
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