Bachelorarbeit, 2019
40 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung und Fragestellung
2. Definition des Begriffs Jugend
3. Das Konzept der Entwicklungsaufgaben
3.1 Das Konzept der Entwicklungsaufgaben nach Havighurst
3.2 Entwicklungsaufgaben nach Hurrelmann
4. Bewältigung von Entwicklungsaufgaben
4.1 Stressbewältigung
4.1.1 Bewältigungsstrategien in Bezug auf die Stressoren
4.1.2 Alters- und Geschlechtsunterschiede in der Stressbewältigung
4.2 Risikofaktoren
4.3 Schutzfaktoren und Ressourcen
5. Bewältigungsprobleme
5.1 Definition und Klassifikation der psychischen Störungen
5.2 Bewältigung von Entwicklungsaufgaben als mögliche Ursache der psychischen Störungen im Jugendalter
5.2.1 Essstörungen
5.2.2 Depression
7. Zusammenfassung und Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der erfolgreichen oder erfolglosen Bewältigung altersspezifischer Entwicklungsaufgaben während der Pubertät und der Entstehung psychischer Erkrankungen im Jugendalter, um zu klären, unter welchen Umständen eine Belastung durch diese Aufgaben zu Störungen führen kann.
4.1.1 Bewältigungsstrategien in Bezug auf die Stressoren
Anhand der transaktionalen Stresstheorie, die in dem vorhergegangenen Kapitel näher beschrieben wurde, ist die klassische Unterteilung von Bewältigungsstrategien entstanden. Diese differenziert zwischen problem- und emotionsorientierten Bewältigungsstrategien (vgl. Lohaus et. al. 2007: 54). Die Strategien zielen auf die Veränderung des Stressors ab. Diese Veränderung kann das Individuum beispielweise durch ein planvolles Handeln schaffen (vgl. Eschenbeck/Knauf 2018: 38). Die problemorientierten Strategien fokussieren auf die Lösung des entstehenden Problems (vgl. Lang-von Wins 2004: 94). Die Strategien, die emotionsorientiert sind, sind dienlich, um mit den eigenen Emotionen, die durch ein Ereignis hervorgerufen wurden, zurechtzukommen z. B durch Entspannungsverfahren (vgl. Lohaus et. al. 2007: 54).
Außer der obengenannten Gliederung, gibt es jedoch mehr Klassifikationssysteme der Bewältigungsstrategien. Zu solchen gehören beispielweise die von Kohlmann und Eschenbeck (2018) beschriebene, zentrale Dimensionen von Stressbewältigungsstrategien (vgl. Kohlmann/Eschenbeck, 2018: 51-66):
Problemzentrierte Strategien, zu denen beispielweise das Problemlösen oder die Suche nach instrumenteller Unterstützung gehören.
Emotionszentrierte Strategien, die z. B das Entspannungsverhalten sowie Regulation von destruktiven Emotionen wie Ärger und die Suche nach emotionaler Zuwendung beinhalten.
Annäherung, die beispielweise die Suche nach Information oder Bedrohungszuwendung oder Erinnerung an vergleichbare Situationen enthält
Vermeidung zu der z. B Distanzierung, Bagatellisierung oder Abwendung von der Bedrohung gehören.
Engagement, das beispielsweise die Regulation von Emotionen sowie der Ausdruck von negativen bedeutet.
Disengagement, das z. B. Wunschdenken, Leugnen, sozialer Rückzug und Substanzmittelkonsum umfasst.
Primäre Kontrolle bzw. Strategien, die sich auf Veränderung der Situation bzw. der Stressreaktion konzentrieren wie z. B das Lösen von Problemen oder die Regulation von Emotionen.
Sekundäre Kontrolle bzw. Strategien, die an die Anpassung der Situation gerichtet sind wie z. B. Akzeptanz und Neubewertung
1. Einleitung und Fragestellung: Diese Einführung erläutert die Relevanz der Thematik angesichts zunehmender psychischer Störungen im Jugendalter und definiert das Ziel, den Zusammenhang zwischen der Bewältigung von Entwicklungsaufgaben und psychischen Erkrankungen zu erforschen.
2. Definition des Begriffs Jugend: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene juristische, psychologische und soziologische Definitionen von Jugend, Adoleszenz und Pubertät als Ausgangspunkt für die weiteren Betrachtungen.
3. Das Konzept der Entwicklungsaufgaben: Hier werden die theoretischen Modelle von Havighurst und Hurrelmann vorgestellt, die beschreiben, welche Anforderungen Jugendliche bewältigen müssen, um eine erfolgreiche Persönlichkeitsentwicklung sicherzustellen.
4. Bewältigung von Entwicklungsaufgaben: Dieses Kapitel analysiert, wie Jugendliche auf Anforderungen reagieren, definiert den Stressbegriff und diskutiert Coping-Strategien, Risikofaktoren sowie Schutzfaktoren und Ressourcen.
5. Bewältigungsprobleme: Nach einer Einführung in die Klassifikation psychischer Störungen wird untersucht, wie das Scheitern bei Entwicklungsaufgaben zu Problemen wie Essstörungen oder Depressionen beitragen kann.
7. Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit resümiert die theoretischen Erkenntnisse und weist auf die Komplexität des Einflusses von Entwicklungsaufgaben auf die psychische Gesundheit sowie auf den Bedarf nach weiterer empirischer Forschung hin.
Entwicklungsaufgaben, Jugendalter, psychische Störungen, Stressbewältigung, Coping-Strategien, Adoleszenz, Pubertät, Risikofaktoren, Schutzfaktoren, Ressourcen, Essstörungen, Depression, Modell der produktiven Realitätsverarbeitung, Identitätsentwicklung, Transaktionale Stresstheorie
Die Arbeit untersucht, ob die Bewältigung altersspezifischer Entwicklungsaufgaben im Jugendalter einen ursächlichen Einfluss auf die Entstehung psychischer Störungen haben kann.
Die Arbeit verknüpft Konzepte der Entwicklungspsychologie mit der klinischen Psychologie, wobei insbesondere Stressbewältigungsmechanismen, Resilienzfaktoren und die Genese psychischer Erkrankungen analysiert werden.
Das Hauptziel ist es, theoretisch zu klären, unter welchen Bedingungen die mangelnde Bewältigung von Entwicklungsaufgaben als mögliche Ursache für psychische Auffälligkeiten im Jugendalter fungiert.
Es handelt sich um eine theoretische Literaturarbeit, die existierende Konzepte, Studien und Klassifikationsmodelle analysiert und in einen wissenschaftlichen Zusammenhang stellt.
Der Hauptteil befasst sich mit den Konzepten von Havighurst und Hurrelmann, der transaktionalen Stresstheorie, der Rolle von Schutz- und Risikofaktoren sowie der vertieften Betrachtung von Essstörungen und Depressionen.
Zentrale Begriffe sind Entwicklungsaufgaben, Adoleszenz, Stressbewältigung, Coping-Strategien, psychische Störungen, Risikofaktoren sowie Schutzfaktoren und Ressourcen.
Die Unterscheidung ist zentral, um zu verstehen, ob eine Anforderung als belastend wahrgenommen wird und ob der Jugendliche über ausreichende Bewältigungsressourcen verfügt, um eine psychische Störung zu vermeiden.
Die Arbeit legt dar, dass Jugendliche in manchen Fällen Essstörungen als ein "Versteck zum Schutz" oder als Flucht vor der Anforderung nutzen, sich beispielsweise den Anforderungen einer Leistungsgesellschaft zu stellen.
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