Bachelorarbeit, 2019
69 Seiten, Note: 2.3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau und Gang der Arbeit
2 Definition grundlegender Markenbegriffe und aktuelle Gegebenheiten im LEH
2.1 Begriffsbestimmung einer Marke
2.1.1 Bedeutung einer Marke aus Sicht der Konsumenten
2.1.2 Markenschutz
2.2 Herstellermarken
2.3 Handelsmarken
3 Markenpolitische Entscheidungen für Handels- und Herstellermarken
3.1 Grundlagen des Marketing-Mix
3.2 Strategien der Handelsmarken
3.2.1 Preispolitik
3.2.2 Produktpolitik
3.2.3 Distributionspolitik
3.2.4 Kommunikationspolitik
3.3 Strategien der Herstellermarken
3.3.1 Preispolitik
3.3.2 Produktpolitik
3.3.3 Distributionspolitik
3.3.4 Kommunikationspolitik
4 Verbraucherwahrnehmung von Handels- und Herstellermarken
4.1 Konsumverhalten
4.2 Trends
5 Forschungsergebnisse
5.1 Chancen und Risiken für Herstellermarken
5.2 Möglichkeiten und Grenzen für Handelsmarken
6 Fazit
6.1 Erkenntnisse der Untersuchung
6.2 Weiterer Forschungsbedarf und Ausblick
Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Grenzen von Handels- und Herstellermarken im Spannungsfeld des Lebensmitteleinzelhandels. Sie untersucht dabei die strategischen Ziele und das Konsumverhalten, um die zielgerichtete Positionierung beider Markentypen im Wettbewerb zu erläutern und Handlungsempfehlungen abzuleiten.
3.2.1 Preispolitik
Die Preisarchitektur der Handelsmarke ist als Treiber des Wachstums anzusehen. Für Konsumenten hat der Preis oft eine entscheidende Bedeutung. Hierzu bietet die Handelsmarke verschiedene Preisansätze, nämlich eine Preiseinstiegskategorie, eine mittlere Preisklasse und ein Premium-Sortiment. Durch den Kauf eines Produktes entsteht ein Risiko, das von der Höhe des Preises abhängig ist. Durch die Entscheidung für günstige Produkte minimiert der Kunde das Risiko, da der finanzielle Aufwand geringer ist. Folglich prüft er das Preis-Leistungs-Verhältnis, bevor er einen Kauf tätigt. Hierzu steht ihm der Preis als Information und Vergleichswert zur Verfügung.58
Insbesondere das günstige Preiseinstiegssortiment hat einen besonderen Stellenwert bei den Konsumenten. Dies resultiert aus dem Preisbewusstsein der Kunden und dem verstärkten Interesse für günstige Produktvarianten. Hier ist die Handelsmarke der Preiseinstiegsklasse angesiedelt, die auch als ‚Gattungsmarke‘ bezeichnet wird.59 In dieser sind die Basisprodukte vertreten, die große Anteile des Sortiments umfassen. In diesem Kontext ist beispielhaft das Edeka-Sortiment zu betrachten, das bereits über 600 Artikel enthält, die dem Preiseinstiegssortiment zuzuordnen sind. Die Händler erzielen durch den Verkauf eine höhere Wertschöpfung und der Kunde kauft seinen Preisvorstellungen entsprechend ein. Verstärkt wird dieser Prozess durch zusätzliche Angebote und Verkaufsaktionen. Diese sind darauf abgestimmt, dem Kunden eine direkte Vergleichbarkeit des Preisgefüges zu ermöglichen. Hierzu sind die Produkte so im Verkaufsregal positioniert, dass die Preise entsprechend wahrgenommen werden.60 Um diese Thematik zu veranschaulichen, soll folgende Abbildung betrachtet werden:
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung des Wettbewerbs zwischen Handels- und Herstellermarken im LEH ein und definiert das Ziel sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Definition grundlegender Markenbegriffe und aktuelle Gegebenheiten im LEH: Das Kapitel erläutert theoretische Markenkonzepte sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen und grenzt Hersteller- von Handelsmarken voneinander ab.
3 Markenpolitische Entscheidungen für Handels- und Herstellermarken: Hier wird der Marketing-Mix mit seinen Instrumenten für beide Markentypen analysiert, inklusive Preis-, Produkt-, Distributions- und Kommunikationspolitik.
4 Verbraucherwahrnehmung von Handels- und Herstellermarken: Dieses Kapitel behandelt das hybride Konsumverhalten der Kunden und aktuelle Trends, die die Sortimentspolitik im Handel beeinflussen.
5 Forschungsergebnisse: Basierend auf den vorherigen Analysen werden hier Chancen und Risiken für Herstellermarken sowie Möglichkeiten und Grenzen für Handelsmarken in tabellarischer Form gegenübergestellt.
6 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen und notwendige weitere Forschungsschwerpunkte.
Handelsmarken, Herstellermarken, Lebensmitteleinzelhandel, Marketing-Mix, Preispolitik, Produktpolitik, Distributionspolitik, Kommunikationspolitik, Konsumverhalten, Markenimage, Preis-Leistungs-Verhältnis, Markenstrategie, Premium-Sortiment, Preiseinstieg, Markenloyalität
Die Arbeit befasst sich mit dem Wettbewerb zwischen Markenartikeln und den Eigenmarken des Handels im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) und beleuchtet deren markenpolitische Ausrichtung.
Zentral sind der Marketing-Mix, das Konsumverhalten, Trends im LEH sowie die spezifischen Strategien, die Händler und Hersteller verfolgen, um Marktanteile zu gewinnen oder zu halten.
Ziel ist die Analyse von Möglichkeiten und Grenzen für Handels- und Herstellermarken in ihrem Spannungsfeld sowie die Erarbeitung von Erkenntnissen zur zielgerichteten Markenpositionierung.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten theoretischen Analyse der Marketinginstrumente, untermauert durch aktuelle Marktdaten, Praxisbeispiele aus dem LEH und Fachliteratur.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Markenbegriffen, die detaillierte Untersuchung des Marketing-Mix für Hersteller- und Handelsmarken sowie eine Analyse der Verbraucherwahrnehmung und daraus resultierender Markttrends.
Wichtige Begriffe sind Handelsmarken, Herstellermarken, Preisarchitektur, hybrides Kaufverhalten, Sortimentspolitik und Markenidentität.
Diese Prinzipien beschreiben die strategische Vorgehensweise der Hersteller: Das Push-Prinzip zielt auf hohen Verkaufsdruck durch Warenmengen, das Pull-Prinzip setzt auf eine durch Werbung erzeugte Sogwirkung beim Endverbraucher.
Händler wie Edeka oder Kaufland tendieren dazu, die betreffenden Markenartikel auszulisten und sie durch eigene Handelsmarken zu substituieren, um ihre Verhandlungsmacht zu stärken.
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