Bachelorarbeit, 2019
48 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Hinführung zum Thema
1.2 Forschungsfrage und Zielsetzung
1.3 Methodik und Aufbau
2 Theoretischer Teil
2.1 Definitionen
2.1.1 Ambulante sozialpsychiatrische Versorgung
2.1.2 Psychische Krankheit
2.1.3 Sozialpsychiatrie
2.1.4 Ambulant Betreutes Wohnen
2.1.5 Integration
2.2 Psychische Gesundheit und Krankheit
2.2.1 Psychische Gesundheit
2.2.2 Psychische Krankheiten
2.3 Sozialpsychiatrie
2.3.1 Entwicklung der Sozialpsychiatrie
2.3.2 Ambulante sozialpsychiatrische Versorgungslandschaft
2.3.3 Ambulant betreutes Wohnen
2.3.4 Sozialpsychiatrischer Verein XX
2.4 Aufgaben, Herausforderungen und Arbeitsweisen von Bezugsbetreuern
2.4.1 Aufgaben und Herausforderungen von Bezugsbetreuern
2.4.2 Arbeitsweisen von Bezugsbetreuern
3 Empirischer Teil
3.1 Ausgangssituation und Forschungszielfragen
3.2 Forschungsmethode Experteninterview
3.2.1 Vorbereitung der Experteninterviews
3.2.2 Aufbau des Interviewleitfadens
3.2.3 Durchführung der Experteninterviews
3.3 Auswertung und Ergebnisse
3.3.1 Vorstellung der Datenauswertungsmethode: die qualitative Inhaltsanalyse
3.3.2 Datenaufbereitung
3.3.3 Durchführung der qualitativen Inhaltsanalyse
3.3.4 Darstellung der Ergebnisse
3.4 Diskussion der Ergebnisse
4 Zusammenfassung, Fazit und Ausblick
4.1 Zusammenfassung
4.2 Fazit und Ausblick
Diese Arbeit untersucht die praktische Betreuungsarbeit von Bezugsbetreuern im Ambulant betreuten Wohnen (ABW) für psychisch kranke Klienten, um spezifische Grenzen, Herausforderungen und notwendige Lösungsansätze für eine gelingende Wiedereingliederung in die Gemeinschaft zu identifizieren.
2.4.1 Aufgaben und Herausforderungen von Bezugsbetreuern
Bezugsbetreuer sind überwiegend Sozialpädagogen und Erzieher, die die psychisch kranken Klienten beim Wohnen, in der Arbeit, der Freizeit, bei sozialen Kontakten und dem Umgang mit der eigenen Erkrankung unterstützen (vgl. Effinghausen 2014, S. 80). Die Herausforderungen beziehen sich auf die speziellen Schwierigkeiten in den Unterstützungsbereichen.
Obert (2015) nennt 3 primär wichtige Bereiche für die Unterstützung der psychisch kranken Menschen im Alltag durch Fachkräfte der Sozialen Arbeit: Strukturierung des Raums, Strukturierung der Zeit und Strukturierung von Kontakten und Beziehungen (vgl. Obert 2015, S. 54 ff.).
Die Strukturierung des Raumes umfasst folgende Elemente:
1. Erhalt des Wohnraums: Nicht selten werden die Betroffenen in ihrem Wohnraum laut, weil sie die Lautstärke anders wahrnehmen oder weil sie Stimmen hören und sich laut mit ihnen unterhalten. Lärm und andere Störungen über einen längeren Zeitraum hinweg können zur Kündigung des Mietvertrags führen, wodurch die Lebenswelt des psychisch Kranken von Wohnungslosigkeit bedroht wird.
2. Gestaltung des Wohnraums: Der Wohnraum soll den Bedürfnissen des Klienten entsprechen und nach ihrem Geschmack eingerichtet sein. Nicht selten entstehen Probleme in Bezug auf die Pflege der Wohnung, die eine eigene Beratung und Unterstützung seitens des Bezugsbetreuers erfordert (vgl. ebd.).
Die Strukturierung der Zeit bedeutet den Tag zu strukturieren, was für psychisch Kranke von großer Bedeutung ist. Sie benötigen verlässliche Strukturen, das Gefühl der Sinnhaftigkeit, das Gefühl beschäftigt zu sein und den Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Es wird versucht zusammen mit dem Klienten an der Tagesstruktur zu arbeiten, in den seine individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten miteinbezogen werden. Für die berufliche Rehabilitation gibt es Rehabilitationswerkstätten, Inklusionsfirmen, die es den psychisch Kranken ermöglichen den Lebensunterhalt zu verdienen oder in Form des Zuverdienstes ihre finanzielle Lage neben den Sozialhilfeleistungen aufzubessern (vgl. ebd., S. 55).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Unterstützung psychisch kranker Menschen ein und umreißt die Forschungsfrage sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.
2 Theoretischer Teil: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe der Sozialpsychiatrie und des ABW und beleuchtet die psychische Gesundheit sowie spezifische Krankheitsbilder wie Psychosen und Persönlichkeitsstörungen.
3 Empirischer Teil: Dieser Abschnitt beschreibt das Forschungsdesign der Experteninterviews mit den Mitarbeitern des Vereins XX sowie deren Auswertung mittels qualitativer Inhaltsanalyse und die Diskussion der Ergebnisse.
4 Zusammenfassung, Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse über die Herausforderungen der Bezugsbetreuer zusammen und gibt einen Ausblick auf notwendige politische und organisatorische Optimierungen.
Sozialpsychiatrie, Ambulant betreutes Wohnen, Bezugsbetreuer, psychische Erkrankung, Wiedereingliederung, Experteninterview, Sozialarbeit, Inklusion, Tagesstruktur, Krisenintervention, Versorgung, Rehabilitation, psychische Gesundheit, Empowerment, Netzwerkarbeit.
Die Arbeit befasst sich mit den Arbeitsfeldern, Grenzen und Herausforderungen von Bezugsbetreuern, die psychisch kranke Menschen im Bereich des Ambulant betreuten Wohnens unterstützen.
Die zentralen Themen umfassen die psychiatrische Versorgung, die Rolle der Bezugsbetreuer, die Integration psychisch Kranker in die Gesellschaft sowie die Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren im Sozialwesen.
Die Forschungsfrage lautet, wie Bezugsbetreuer ihre Klienten bei der Wiedereingliederung unterstützen können und welche spezifischen Grenzen und Herausforderungen dabei in der täglichen Praxis auftreten.
Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, das auf leitfadengestützten Experteninterviews mit fünf Bezugsbetreuern basiert und durch eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Rahmen zu Begriffen und Krankheitsbildern sowie einen empirischen Teil, der die erhobenen Daten aus der Praxis des Vereins XX analysiert.
Wichtige Begriffe sind Sozialpsychiatrie, Ambulant betreutes Wohnen, Bezugsbetreuung, Empowerment, Klientenorientierung und die Bewältigung von Krisensituationen.
Es ermöglicht psychisch Kranken ein selbstbestimmtes Leben in einer eigenen Wohnung bei gleichzeitiger professioneller Unterstützung, wodurch eine Hospitalisierung vermieden und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben gefördert wird.
Die befragten Bezugsbetreuer kritisieren, dass der Bezirk als Kostenträger teils realitätsferne Vorschriften erlässt, die eine flexible und bedarfsgerechte Betreuung der Klienten erschweren.
Genannt werden insbesondere mangelnde Krankheitseinsicht, die Verweigerung von Suchthilfemaßnahmen, Aggression, Gewalt und eine fehlende Mitwirkungsbereitschaft seitens der Klienten.
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