Bachelorarbeit, 2016
65 Seiten, Note: 1,3
1. Persönliche Beweggründe/Einschränkungen
2. Theoretische Erläuterungen
2.1 Definition des selbstregulierten Lernens
2.2 Begriffsabgrenzung
2.3 Legitimation und Ziel des selbstregulierten Lernens
2.4 Schwierigkeiten und Voraussetzungen
2.5 Veränderte Rolle der Lehrkraft
2.6 Kompetenzentwicklung im Zuge des selbstregulierten Lernens
2.6.1 Allgemein
2.6.2 Selbstkompetenz
2.6.3 Sozialkompetenz
2.6.4 Methodenkompetenz
2.6.5 Fachkompetenz
2.7 Integration des SRL in den Mathematikunterricht
3. Selbstlernmaterial
3.1 Thema
3.2 Aufbau und Bestandteile des Selbstlernmaterials
3.3 Konzept zur Integration in den Unterricht
3.4 Kompetenzentwicklung
4. Schlussfolgerung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen der Integration selbstregulierten Lernens in den Mathematikunterricht der 12. Klasse einer Berufsoberschule (BOS). Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines Selbstlernmaterials, das es Schülern ermöglicht, sich das Thema der Kurvendiskussion (speziell die erste Ableitung zur Bestimmung der Gewinnmaximierung) eigenständig zu erarbeiten.
2.1. Definition des selbstregulierten Lernens
Eine exakte und allgemeingültige Definition des „selbstregulierten Lernens“ zu geben ist nahezu unmöglich. Auch in der Literatur ist keine einheitliche Definition zu finden. Dies liegt vor allem „[…] an spezifischen, aus unterschiedlichen Forschungstraditionen (z. B. Allgemeine Psychologie, Sozialpsychologie, Persönlichkeitspsychologie, Entwicklungspsychologie, Pädagogische Psychologie) stammenden Perspektiven und Schwerpunktsetzungen.“ (Götz & Nett, 2011, S. 145). Götz und Nett (2011, S. 146) teilen den Begriff des „selbstregulierten Lernens“ in die drei einzelnen Aspekte „Lernen“, „Regulation“ und „Selbst“ auf. Diese Aufspaltung erscheint plausibel und lässt eine umfangreiche und sehr genaue Definition zu (Götz & Nett, 2011). Allerdings ergibt sich daraus eine äußerst lange und sehr theoretisch wirkende Begriffserklärung:
„Selbstreguliertes Lernen ist eine Form des Erwerbs von Wissen und Kompetenzen, bei der Lerner sich selbstständig und eigenmotiviert Ziele setzen sowie eigenständig Strategien auswählen, die zur Erreichung dieser Ziele führen und durch Bewertung von Erfolgen bezüglich der Reduzierung der Ist-Soll-Differenz Ziele und Aktivitäten im Hinblick auf eine Erreichung des Soll-Zustandes prozessbegleitend modifizieren und optimieren.“ (Götz & Nett, 2011, S. 146).
Um ein Pendant zu dieser sehr ausführlichen Definition zu geben, verweise ich hier auf einen älteren, jedoch meiner Meinung nach treffenderen Erklärungsversuch von Pekrun und Schiefele (1996, S. 258). Diese Definition scheint Ausgangspunkt vieler Publikationen gewesen zu sein, da neben Thomas Götz (2006, S. 6), sowohl Jennifer Klenzan in ihrer Dissertation (2014, S. 19) als auch Kiper und Mischke (2008, S. 29-30) in ihrer Publikation über selbstreguliertes Lernen diese Definition ansprechen und zum Teil sogar wörtlich übernehmen. Daraus lässt sich schließen, dass diese Formulierung auch in der Gegenwart noch aktuell ist.
1. Persönliche Beweggründe/Einschränkungen: Der Autor erläutert seine Motivation für die Themenwahl, die auf dem Wunsch basiert, den traditionell lehrerzentrierten Mathematikunterricht kritisch zu hinterfragen und praktische Ansätze für selbstreguliertes Lernen zu finden.
2. Theoretische Erläuterungen: Dieses Kapitel liefert eine fundierte wissenschaftliche Basis über den Begriff des selbstregulierten Lernens, die veränderte Rolle der Lehrkraft sowie die Bedeutung der Förderung verschiedener Schlüsselqualifikationen im modernen Unterricht.
3. Selbstlernmaterial: Hier beschreibt der Autor konkret das entwickelte Lehrmaterial zur Kurvendiskussion, dessen Aufbau, die methodische Einbindung in den Unterricht sowie die gezielte Förderung von Kompetenzen bei den Lernenden.
4. Schlussfolgerung und Ausblick: Der Autor resümiert, dass eine Implementierung von selbstreguliertem Lernen im Mathematikunterricht trotz bestehender Hürden sinnvoll und lohnenswert ist, sofern sie schrittweise und individuell an die Klassenbedingungen angepasst erfolgt.
Selbstreguliertes Lernen, Mathematikunterricht, Kurvendiskussion, Gewinnmaximierung, Berufsoberschule, Handlungskompetenz, Lehrerrolle, Selbstkompetenz, Sozialkompetenz, Methodenkompetenz, Fachkompetenz, Schlüsselqualifikationen, Selbstlernmaterial, Lernbegleiter, erste Ableitung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen Konzeption und praktischen Umsetzung von selbstreguliertem Lernen im Mathematikunterricht, um Schülern eigenverantwortliches Arbeiten zu ermöglichen.
Die zentralen Themen sind selbstreguliertes Lernen (SRL), die Veränderung der Lehrerrolle vom Wissensvermittler zum Coach, die Förderung von Handlungskompetenzen sowie die Entwicklung von Unterrichtsmaterialien zur Kurvendiskussion.
Ziel ist es, den Schülern durch ein speziell entwickeltes Selbstlernmaterial zu ermöglichen, sich mathematische Inhalte (erste Ableitung zur Gewinnmaximierung) in einem selbstregulierten Setting anzueignen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender pädagogischer Modelle zum selbstregulierten Lernen, ergänzt durch die eigene theoretische Konstruktion eines Praxismodells.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Block, der Definitionen und Kompetenzmodelle beleuchtet, sowie einen praktischen Block, in dem die Struktur und Anwendung eines Selbstlernmaterials für die 12. Klasse BOS detailliert beschrieben wird.
Die wichtigsten Begriffe sind Selbstreguliertes Lernen, FachwissenPLUS, Handlungskompetenz, Kurvendiskussion, Gewinnmaximierung und die veränderte Rolle der Lehrkraft.
Die Gewinnmaximierung bietet einen klaren Praxisbezug, der die Relevanz der ersten Ableitung verdeutlicht und Schüler motiviert, da sie die mathematische Theorie direkt in einem wirtschaftlichen Kontext anwenden können.
Die KANN-Listen dienen der metakognitiven Steuerung und ermöglichen den Schülern eine kontinuierliche Selbsteinschätzung ihres eigenen Lernfortschritts ohne externe Bewertung.
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