Masterarbeit, 2019
179 Seiten, Note: 1,7
1. Die Philippi-Methode
1.1. Meditationsansätze
1.1.1. Wirkung von Meditation
1.1.2. Einführung in die Philippi-Methode
1.2. Gesundheit und Krankheit aus neuer Sicht
1.2.1. Orientierungsrahmen für das eigene Wohlbefinden: Nachdenken über die Gesundheit
1.2.2. Offene Überlegung
1.3. Das Gesunde Denken nach Viktor Philippi
1.4. Stressabbau-Meditation (SAM)
1.4.1. Konzept zur „Stressabbau-Meditation“ (SAM)
1.4.2. Erfahrungsbericht
1.5. Die Philippi-Methode im Unterschied zur pathogenetischen und salutogenetischen Orientierung
1.5.1. Entwicklung der Psychiatrie im 20. Jahrhundert
1.5.2. Salutogenese, Pathogenese, Philippi-Methode
1.6. Bestandsaufnahme zur Philippi-Methode aus elf Jahren wissenschaftlicher Studien
1.6.1. GAS-Langzeitstudie 2006 bis 2010
1.6.2. BioMeZ-Studien
1.6.3. Kongress-Studien
1.6.4. Ergebnisse der Pilotstudie zum Wirksamkeitsvergleich der Philippi-Methode und dem Stressmanagement-Programm der IFT-Gesundheitsförderung
1.7. Zusammenfassung
2. Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession: Umsetzung auf der nationalen Ebene
2.1. Berufsethik des DBSH
2.2. Berufsethische Prinzipien
2.3. Die persönliche Haltung
2.4. Schlüsselkompetenzen des DBSH für die Handlungsebene im Praxisalltag
2.4.1. Strategische Kompetenz
2.4.2. Methodenkompetenz
2.4.3. Sozialpädagogische Kompetenz
2.4.5. Sozialadministrative Kompetenz
2.4.7. Berufsethische Kompetenz
2.4.8. Sozialprofessionelle Beratung
2.4.9. Kompetenz zur Praxisforschung/Evaluation
2.5. Zusammenfassung
3. Professionsethische Haltung der Herzlichkeit als ethisches Prinzip in der Sozialen Arbeit: Neue Empfehlungen für die Handlungsebene im Praxisalltag Sozialer Arbeit
3.1. Bedeutung für die Beziehung des/der SozialarbeiterIn zu sich selbst
3.1.1. Wie man die Schwächen erkennt – Wie soll ich mit meiner Schwäche arbeiten, wenn ich erkenne, dass ich so bin wie ich bin?
3.1.2. Wie man durch das Gesunde Denken die Schwächen behebt
3.2. Bedeutung für die Beziehung zu AdressatInnen Sozialer Arbeit
3.3. Bedeutung für die Strukturen in Organisationen
3.4. Zusammenführung
4. Schluss
Die Arbeit untersucht die Relevanz der "Herzlichkeit" als ethisches Prinzip innerhalb der Sozialen Arbeit. Ziel ist es, durch den Ansatz der Philippi-Methode und das Konzept des "Gesunden Denkens" eine neue Grundlage für die Berufsethik zu schaffen, die insbesondere in stressbelasteten Arbeitsalltagen die Professionalität und das Wohlbefinden der SozialarbeiterInnen sichert.
1.2. Gesundheit und Krankheit aus neuer Sicht
Die hier dargestellten Ausführungen zu Gesundheit und Krankheit mit dem Schwerpunkt auf der Philippi-Methode als eine Gesundheitspflege sind nicht vollumfänglich, bezogen auf die körperliche Gesundheit, wichtig für das Thema dieser Arbeit. Sie sind in ihrer Verbindung von Gesundheit – Zufriedenheit – Herzlichkeit – Wohlbefinden und somit für den Stressabbau aber wichtig für die Schlussfolgerungen und Übertragungen speziell des Gesunden Denkens auf die Soziale Arbeit. Diese neue Art des Gesunden Denkens bringe die Liebe von Herzen, die Herzlichkeit in den Raum (vgl. Philippi, pers. Kommunikation am 11.12.2018), möglicherweise sowohl auf der individuellen Ebene von SozialarbeiterInnen (auch in ihrem Alltag) als auch im Umgang mit KollegInnen, auf diesem Weg auch für AdressatInnen und letztendlich für die Gesellschaft.
Was bedeutet es, sich als SozialarbeiterIn um sich selbst zu kümmern, so wie ich es in der ersten Einleitung dieser Arbeit formuliert habe? Wie komme ich zu dieser Annahme? Für die Forderung, dass die Herzlichkeit als ethisches Prinzip in die Grundlagen Sozialer Arbeit einfließen soll, rege ich hier in den Erläuterungen zu Gesundheit und Krankheit schon einen ersten Gedankengang an, der zu dieser Forderung führt. Hierbei möchte ich auch den folgenden Gedankengang vorwegnehmen, der im Hinterkopf behalten werden sollte, wenn man das Kapitel zu Gesundheit und zu Krankheit aus neuer Sicht, das heißt, aus bioenergetischer Sicht/aus Sicht der Philosophie der Goldenen Pyramide, durchliest: Vom Blickwinkel einer allgemeinen Ethik aus gründe die Soziale Arbeit auf der Grundannahme des modernen Menschen (vgl. DBSH 2014d, S. 10).
Möglicherweise kann man im Zusammenhang mit dem hier vorgestellten Ansatz den modernen Menschen – dass heißt: sich selbst ‒ neu verstehen und hier von einer Ethik der gesunden Selbstentwicklung sprechen. Aus dieser kann man dann für eine Ethik der Sozialen Arbeit einzelne Bausteine verwenden (das „Gesunde Denken“) und für die berufsethischen Prinzipien innerhalb der Berufsethik der Sozialen Arbeit eine neue Perspektive ableiten (das ethische Prinzip der Herzlichkeit), die über den Stressabbau das Wohlbefinden von SozialarbeiterInnen (wieder) mehr im Blick hat.
1. Die Philippi-Methode: Einführung in die Philippi-Methode sowie ihre theoretischen Grundlagen (Philosophie der Goldenen Pyramide) und praktischen Anwendungen zur Gesundheitsförderung.
2. Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession: Umsetzung auf der nationalen Ebene: Analyse der bestehenden Berufsethik des DBSH und deren Einordnung in den Kontext professioneller Standards.
3. Professionsethische Haltung der Herzlichkeit als ethisches Prinzip in der Sozialen Arbeit: Neue Empfehlungen für die Handlungsebene im Praxisalltag Sozialer Arbeit: Synthese aus der Philippi-Methode und der DBSH-Berufsethik zur Etablierung einer herzlichen, selbstfürsorglichen Haltung in der täglichen Arbeit.
4. Schluss: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse und Ausblick auf die Bedeutung der psychischen Selbstfürsorge für das Berufsbild der Sozialen Arbeit.
Soziale Arbeit, Philippi-Methode, Gesundes Denken, Herzlichkeit, Berufsethik, Stressabbau, Stressbewältigung, Gesundheit, Wohlbefinden, Selbstfürsorge, Menschenrechtsprofession, Salutogenese, Achtsamkeit, Wachsamkeit, Professionalität
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Integration des ethischen Prinzips der "Herzlichkeit" in die Soziale Arbeit, basierend auf der Philippi-Methode, um sowohl die Professionalität als auch das Wohlbefinden der SozialarbeiterInnen zu stärken.
Zentrale Themen sind die Berufsethik, das Konzept der Stressprävention, die Verbindung von Gesundheit und Denkmustern sowie die Bedeutung der Selbstreflexion für SozialarbeiterInnen.
Das Ziel ist es, neue Empfehlungen für die Soziale Arbeit abzuleiten, die weg von einer rein problemzentrierten Sichtweise hin zu einer gesundheits- und persönlichkeitsorientierten Grundhaltung führen.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung auf Basis der Philippi-Methode und stellt diese in den Kontext bestehender berufsständischer ethischer Grundlagen (DBSH).
Im Hauptteil werden die Philippi-Methode und das "Gesunde Denken" theoretisch erläutert, bestehende berufsethische Grundlagen analysiert und schließlich beide Ansätze zur professionsethischen Haltung der Herzlichkeit zusammengeführt.
Wichtige Begriffe sind Soziale Arbeit, Herzlichkeit, Gesundes Denken, Stressabbau, Berufsethik und Selbstfürsorge.
Im Gegensatz zu problemzentrierten Ansätzen fokussiert das "Gesunde Denken" auf das Zufriedenstellen mit sich selbst und die Aktivierung körpereigener Kräfte durch die "Philosophie der Goldenen Pyramide", statt sich primär mit Symptomen oder Kampf gegen soziale Missstände zu befassen.
Die SAM dient als praktisches Konzept für die Soziale Arbeit, um SozialarbeiterInnen in Gruppensettings Werkzeuge zur Selbststabilisierung und zum Stressabbau an die Hand zu geben.
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