Fachbuch, 2019
47 Seiten
1 Einleitung
1.1 Problemfeststellung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Wirtschaftskriminologische Grundlagen
2.1 Wirtschaftsstraftaten aus betriebswirtschaftlicher Sicht
2.2 Arten der Wirtschaftskriminalität
2.3 Erklärungsansätze für die Entstehung von Wirtschaftskriminalität
3 Das wichtigste Kontrollorgan in einem Unternehmen
3.1 Die Rolle des Aufsichtsrats
3.2 Wirtschaftsprüfer als unterstützendes Instrument
4 Die vier Governance-Elemente eines Unternehmens
4.1 Compliance-Management-System (CMS) nach IDW PS 980
4.2 Risikomanagementsystem (RMS) nach IDW EPS 981
4.3 Internes Kontrollsystem (IKS) nach IDW EPS 982
4.4 Internes Revisionssystem (IRS) nach IDW EPS 983
4.5 Das Zusammenspiel der vier Governance-Elemente
5 Die Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität mithilfe von Managementsysteme nach den IDW Standards?
5.1 Eine kritische Analyse der IDW PS 980 ff.
5.2 Sind Managementsysteme nach den IDW PS 980 ff. auch funktionsfähige Präventionssysteme?
6 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit Managementsysteme gemäß den IDW-Prüfungsstandards 980 ff. als präventive Instrumente zur Verhinderung von Wirtschaftskriminalität dienen und den Aufsichtsrat in seiner Kontrollfunktion unterstützen können. Im Fokus steht die kritische Analyse der Wirksamkeit dieser Systeme vor dem Hintergrund betriebswirtschaftlicher Delikte.
2.3 Erklärungsansätze für die Entstehung von Wirtschaftskriminalität
Um der Wirtschaftskriminalität aktiv entgegenzuwirken, müssen zunächst die Ursachen ihrer Entstehung erläutert werden. In der Literatur wird eine Vielzahl an Erklärungsansätzen und Entstehungen beschrieben. Wie bereits in den vorhergehenden Kapiteln hängen diese von der Betrachtungsweise des Urteilenden ab. Das gängigste und weltweit bekannteste Modell ist das „Fraud Triangle“- Modell.
Dieses Modell, auf das bis in die Gegenwart zurückgegriffen wird, fand in den 40er Jahren durch den US-amerikanischen Kriminologen Donald R. Cressey große Anerkennung. Cressey stellte fest, dass Wirtschaftskriminalität dann entsteht, wenn die folgenden drei Faktoren bis zu einem gewissen Grad erfüllt sind: 1. Es existiert eine Gelegenheit zur Tat. 2. Der Täter muss eine Motivation, einen Anreiz oder einen subjektiven Drang zur Tatausübung haben. 3. Die Rechtfertigung der Tat muss mit der eigenen Einstellung des Täters im Einklang sein.
Die Entstehung der Motivation kann unterschiedlich begründet werden. Habgier, Verbesserung des Lebensstils, wirtschaftlicher Druck, Langeweile sowie Erpressung sind einige Motive, die Einfluss darauf nehmen können, eine Straftat zu begehen. Bei der Rechtfertigung will der Straftäter sein eigenes Handeln mit seinem schlechten Gewissen in Einklang bringen. Dabei werden häufig Begründungen und Ausreden wie „Ich hatte keine Wahl“ oder „Es war zum Wohle des Unternehmens“ gewählt.
1 Einleitung: Definition des Problemkontextes der Wirtschaftskriminalität und Erläuterung des Aufbaus der Untersuchung.
2 Wirtschaftskriminologische Grundlagen: Darstellung des interdisziplinären Charakters der Wirtschaftskriminalität und der psychologischen sowie ökonomischen Erklärungsmodelle.
3 Das wichtigste Kontrollorgan in einem Unternehmen: Erläuterung der Überwachungsfunktion des Aufsichtsrats und der Rolle des Wirtschaftsprüfers bei der Prüfung von Governance-Systemen.
4 Die vier Governance-Elemente eines Unternehmens: Detaillierte Analyse der Anforderungen und Grundelemente von CMS, RMS, IKS und IRS sowie deren gegenseitiges Zusammenspiel.
5 Die Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität mithilfe von Managementsysteme nach den IDW Standards?: Kritische Hinterfragung, ob die abstrakten IDW-Standards in der Praxis tatsächlich als präventive Abwehrmechanismen funktionieren.
6 Schlussbetrachtung: Fazit zur Eignung der IDW-Standards als Hilfsmittel für den Aufsichtsrat und Ausblick auf die Relevanz zukünftiger Standards.
Wirtschaftskriminalität, IDW PS 980, Compliance, Aufsichtsrat, Risikomanagement, Governance, Interne Revision, Internes Kontrollsystem, Prävention, Fraud Triangle, Unternehmenskultur, Wirtschaftsprüfer, Straftaten, Unternehmensüberwachung, Compliance-Management-System
Die Arbeit analysiert die Relevanz und Wirksamkeit von Managementsystemen nach IDW-Prüfungsstandards für die Prävention von Wirtschaftskriminalität.
Die zentralen Themen sind Wirtschaftskriminalität, Corporate Governance, Risikomanagement, Compliance sowie die Rolle von Kontrollorganen.
Ziel ist es zu beurteilen, ob Managementsysteme gemäß IDW PS 980 ff. für den Aufsichtsrat sinnvolle Instrumente zur präventiven Bekämpfung von Wirtschaftsstraftaten darstellen.
Es handelt sich um eine literatur- und standardbasierte Analyse der IDW-Prüfungsstandards und deren praktischer Anwendbarkeit.
Der Hauptteil beschreibt detailliert die vier Governance-Elemente (CMS, RMS, IKS, IRS) und deren jeweilige Grundelemente sowie deren Zusammenspiel.
Wirtschaftskriminalität, Compliance, Risikomanagement, IDW-Standards und Unternehmensüberwachung.
Es bietet die theoretische Grundlage, um die Entstehungsursachen von Wirtschaftskriminalität zu verstehen, was wiederum die Notwendigkeit von Präventionsmaßnahmen begründet.
Der Autor weist darauf hin, dass die Standards zwar ein gutes Grundgerüst bieten, jedoch stark abstrakt formuliert sind und in der Praxis oft externe Expertise benötigen, um wirksam gegen Straftaten zu sein.
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