Masterarbeit, 2018
203 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Herangehensweise
2. Grundlagen Portfoliomanagement
2.1 Investmentprozess
2.1.1 Prozessablauf
2.1.2 Anlegerpräferenzen
2.1.3 Portfoliorealisierung
2.2 Investmentphilosophie
2.2.1 Aktives Portfoliomanagement
2.2.2 Passives Portfoliomanagement
2.2.3 Rolle der Benchmark
2.3 Portfolio Selection Theory
2.3.1 Annahmen und Modellimplikationen
2.3.2 Rendite- und Risikomessung
2.3.3 Diversifikationseffekte
2.4 Asset Allocation
2.4.1 Strategische und taktische Asset Allocation
2.4.2 Liquidität
2.4.3 Behavioral Finance
3. Analyse der Investment-Strategien
3.1 Performance-Analyse
3.1.1 Definition der Benchmark
3.1.2 Angewandte Rendite- und Risikomessung
3.2 Value-Investing
3.2.1 Annahmen und Implikationen
3.2.2 Value-Kriterien
3.2.3 Analyse der Value-Kriterien
3.3 Dividenden-Investing
3.3.1 Annahmen und Implikationen
3.3.2 Dividenden-Kriterien
3.3.3 Analyse der Dividenden-Kriterien
4. Analyse der Dividenden-Value-Investment-Strategien
4.1 Annahmen und Implikationen
4.2 Strategische und taktische Asset Allocation
4.2.1 Mehrstufiges Auswahlverfahren
4.2.2 Diversifikation
4.2.3 Portfolioinitiierung und Rebalancing
4.3 Performancemessung
5. Fazit
5.1 Kritische Würdigung
5.2 Ausblick
Ziel der Master-Thesis ist die Untersuchung, ob eine hybride Investment-Strategie, die Elemente aus Dividenden- und Value-Ansätzen kombiniert, für Privatanleger langfristig zu einer Outperformance gegenüber einer Benchmark führen kann, bei gleichzeitig geringem administrativen Aufwand.
2.4.3 Behavioral Finance
Die verhaltensorientierte Finanzierungslehre (engl. Behavioral Finance) hat ihren theoretischen Ursprung in der Nobelpreis-prämierten Prospect Theory von Daniel Kahneman und Amos Tversky. Basierend auf empirischen Beobachtungen von Marktanomalien, lösten sie sich von der Annahme des Homo oeconomicus, des rationalen Nutzenmaximierers, sowie des vollkommenen Marktes. Damit berücksichtigen sie, dass auch Emotionen Einfluss auf die Entscheidungen eines Individuums haben und dieses teilweise in begrenzter Rationalität agiert. Zielsetzung der Behavioral Finance ist es, diese irrationalen Verhaltensmuster zu erkennen und zu erklären. Einige Beispiele für an den Kapitalmärkten beobachtetes irrationales Verhalten sind u. a.:
Home Bias/Familiarity Bias
Overconfidence Bias/exzessiver Handel
Dispositionseffekt
Heuristiken (Verfügbarkeitsheuristik)/Herdeverhalten
Der Home Bias und der Familiarity Bias sind Portfolioverzerrungen, die an allen Kapitalmärkten auf der Welt zu beobachten sind. Der Home Bias beschreibt die Tatsache, dass Anleger dazu tendieren, (rein) national zu investieren. Der Heimatmarkt wird damit im Portfoliokontext überproportional gewichtet. Die mangelnde Länder- und Währungsdiversifikation verhindert Diversifikationseffekte und stellt eine konzentrierte Abhängigkeit des Anlegers von einem Land dar. Die Effekte des Familiarity Bias übersteigen die des Home Bias nochmals. Nach dem Familiarity Bias bevorzugen Anleger bekannte Unternehmen, den eigenen Arbeitgeber und investieren mit regionalem Fokus. Die Folge davon sind Klumpenrisiken in bestimmten Branchen oder Regionen. Beide Portfolioverzerrungen führen dazu, dass Selbiges nicht angemessen diversifiziert ist, da nicht ausreichend über Länder, Währungen und Branchen hinweg investiert wird. Das unsystematische Risiko ist demnach höher als es sein müsste. Teilweise kann dieser irrationale Verzicht auf Reduktion des unsystematischen Risikos durch Wechselkursrisiken, Transaktionskosten und Informationsasymmetrien erklärt werden – allerdings nicht vollständig. Der Anleger setzt sich neben dem systematischen, einem erhöhten unsystematischen Risiko aus.
1. Einleitung: Problematisierung der Niedrigzinspolitik und Vorstellung des Ziels, eine mechanische hybride Strategie für Privatanleger zu entwickeln.
2. Grundlagen Portfoliomanagement: Erläuterung des Investmentprozesses, der Investmentphilosophie, der Portfolio Selection Theory und der Bedeutung von Asset Allocation.
3. Analyse der Investment-Strategien: Detaillierte Untersuchung von Value- und Dividenden-Investing sowie deren jeweiligen Kennzahlen.
4. Analyse der Dividenden-Value-Investment-Strategien: Anwendung und Testung der entwickelten hybriden Strategie auf Basis einer Datenausleitung.
5. Fazit: Kritische Würdigung der Ergebnisse und Beantwortung der zentralen Fragestellung sowie Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Portfoliomanagement, Value-Investing, Dividenden-Investing, Asset Allocation, Diversifikation, Behavioral Finance, Performance-Messung, Bloomberg, Marktanomalien, Privatanleger, Finanzielle Unabhängigkeit, Rendite-Risiko-Verhältnis, Mehrstufiges Auswahlverfahren, Kurs-Buchwert-Verhältnis, Kurs-Gewinn-Verhältnis.
Die Arbeit untersucht, ob Privatanleger durch eine automatisierte und regelbasierte Kombination von Value- und Dividenden-Investmentstrategien den Markt langfristig schlagen können.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Portfoliomanagement, der Analyse von Value- und Dividenden-Kriterien, der Asset Allocation sowie dem Einfluss verhaltensökonomischer Aspekte auf Anlegerentscheidungen.
Das Ziel ist die Identifikation einer nachbildbaren, mechanischen Investment-Strategie, die Privatanlegern hilft, ihre Portfolio-Performance mit überschaubarem Zeitaufwand zu optimieren.
Die Arbeit nutzt eine empirische quantitative Analyse, basierend auf historischen Kapitalmarktdaten aus dem Bloomberg-Terminal für den Zeitraum 2002 bis 2017.
Der Hauptteil analysiert theoretische Grundlagen und führt eine praktische datengestützte Untersuchung verschiedener Kennzahlen-Kombinationen durch, um die besten Strategien für Privatanleger zu ermitteln.
Die zentralen Schlagworte sind Portfoliomanagement, Value-Investing, Dividenden-Investing, Asset Allocation, Behavioral Finance und Performance-Messung.
Die Behavioral Finance erklärt, warum Anleger durch Emotionen und psychologische Anomalien wie Selbstüberschätzung oft schlechtere Ergebnisse erzielen; die entwickelte Strategie soll diese Fehler durch strenge, mechanische Regeln verhindern.
Die Begrenzung auf 50 Titel dient der praktischen Umsetzbarkeit für Privatanleger unter Berücksichtigung von Diversifikationsvorteilen und Transaktionskosten.
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