Bachelorarbeit, 2018
70 Seiten, Note: 1,4
1. Einblicke in die naturwissenschaftliche Bildung im Primarbereich
1.1. Das MINT-Curriculum: Experimentieren, Forschen und Lernen
1.2. Naturwissenschaftliche Bildung im Orientierungsplan Baden-Württemberg
1.3. Naturwissenschaftliche Bildung im Bildungsplan Baden-Württemberg
2. Bildungsprozesse im MINT-Bereich
2.1. Zum Interessenbegriff
2.2. Die Interessenentwicklung im Kindesalter
2.3. Interessenentwicklung im MINT-Bereich
2.4. Interesse und Leistungen
2.5. Wissenserwerb im MINT-Bereich
3. Mädchen im Kontext naturwissenschaftlicher Bildung
3.1. Psychologische Theorien zur Entstehung geschlechtstypischen Verhaltens
3.2. Biologische Erklärungsansätze
3.3. Sozialtheoretische Ansätze
3.4. Sozial-Kognitive Ansätze
3.5. Die Bedeutung von Erziehung, Sozialisation und frühen Erfahrungen im MINT-Bereich
3.6. Geschlechterstereotypen und ihre Auswirkungen
3.7. Einflussfaktoren auf das MINT-Interesse von Mädchen
3.8. Ursachen für die Distanz der Mädchen zum MINT-Bereich
4. Blick in die Praxis: methodisch-didaktische Umsetzung
4.1. MINT-Initiativen, Netzwerke und Angebote
4.2. MINT-Zusatzangebote/außerschulische Angebote für Schülerinnen
4.3. Projektbeispiel aus der Praxis „Roberta“
4.3.1. Einführung
4.3.2. Roboter in der Bildung
4.3.3. Das Konzept „Roberta“
4.3.4. Gendergerechte Kursgestaltung - Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und Interesse
4.3.5. Inhaltliche Kursgestaltung
5. Wie gelingt eine gute MINT-Präsentation in außerschulischen Bildungsangeboten?
5.1. Geschlechterbewusste Pädagogik in den MINT-Fächern
5.2. Veränderung des Unterrichts/des Kursinhaltes
5.3. Stärkung des Selbstvertrauens
5.4. Suggestion, Zuspruch, Ermutigung
5.5. (Außer-)Schulische Rahmenbedingungen
5.5.1. Finanzielle Ressourcen
5.5.2. Materielle Ressourcen
5.5.3. Personelle Ressourcen
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Hintergründe der Interessenabnahme von Mädchen an mathematisch-naturwissenschaftlichen und technischen Fächern (MINT) und leitet daraus Ansätze für eine geschlechterbewusste pädagogische Förderung in außerschulischen und schulischen Bildungsangeboten ab.
4.3.2. ROBOTER IN DER BILDUNG
Roboterbaukästen wie LEGO MINDSTORMS EV3, LEGO BOOST, LEGO WEDO, LEGO WEDO 2.0 und NXT erfreuen sich großer Beliebtheit, sie bestehen aus einer Menge von mechanischen und elektronischen Bauteilen, die aufeinander abgestimmt sind und das Konstruieren wie Programmieren unterschiedlicher Robotertypen ermöglichen. Sie erlauben, komplexe Systeme (einzelne Roboter, aber auch Gruppen miteinander kommunizierender Roboter) mit einfachen Mitteln zu bauen und zu programmieren. Der Erfolg von LEGO-Roboterbaukästen in der Schule wird durch wesentliche Faktoren bestimmt:
- Roboter sind konkrete, anfassbare Gegenstände („hands-on“) und Formeln (Programmierungen) bekommen einen Sinn.
- Roboterbaukästen ermöglichen einen einfachen Einstieg in die Programmierung und die ersten Erfolge sind beim Ausprobieren unmittelbar sichtbar.
- LEGO MINDSTORMS EV3 ermöglicht einen einfachen Einstig in die Programmierung, sodass kurzfristig Erfolgserlebnisse einsetzen.
- Ausgehend von einfachen Aufgaben lassen sich zunehmend komplexere Aufgaben lösen, insbesondere für die Programmierung.
- Das Entwickeln der Roboter erfordert einen vollständigen Systementwicklungsprozess, der vom Entwurf über die Konstruktion und die Programmierung bis zum Test reicht und viele Disziplinen einschließt, da die Hardware, Software, Elektronik, Elektrik und Mechanik zusammenpassen müssen.
- Es gibt Programmiersprachen für unterschiedliche Anforderungen. So gibt es für fast alle Baukästen grafische Programmierumgebungen für den Einstieg. Diese stellen für einen Computerlaien keine Hemmschwelle dar. Andererseits werden aber auch komplexere Sprachen für diejenigen, die schwierige Aufgaben lösen wollen, bereitgestellt (Programmiersprachen wie Java).
- Das LEGO-Mindstorms-System kann von der Grundschule bis zur Hochschule eingesetzt werden.
- LEGO setzt auf einen offenen Ansatz („open-source“). Dies ermöglicht die leichte Kombination mit anderen Soft- und Hardwaresystemen. Beispielsweise können die Apps mit Smartphones, dem iPad, interaktiven Whiteboards oder dem Computer genutzt werden (vgl. Fraunhofer IAIS 2014, Seite 4).
1. Einblicke in die naturwissenschaftliche Bildung im Primarbereich: Das Kapitel beleuchtet die bildungspolitische Relevanz naturwissenschaftlicher Grundbildung in Lehrplänen und MINT-Curricula.
2. Bildungsprozesse im MINT-Bereich: Hier werden theoretische Grundlagen zu Lernprozessen, dem Interessenbegriff und der Entwicklung mathematisch-naturwissenschaftlicher Kompetenzen im Kindesalter diskutiert.
3. Mädchen im Kontext naturwissenschaftlicher Bildung: Dieses Kapitel analysiert Ursachen für die Distanz von Mädchen zu MINT-Fächern, insbesondere durch Stereotypisierung und Sozialisationsprozesse.
4. Blick in die Praxis: methodisch-didaktische Umsetzung: Es werden konkrete Initiativen wie das Projekt „Roberta“ vorgestellt und Methoden für eine gendersensible Kursgestaltung erläutert.
5. Wie gelingt eine gute MINT-Präsentation in außerschulischen Bildungsangeboten?: Das Kapitel diskutiert pädagogische Strategien, Rahmenbedingungen und die Förderung des Selbstvertrauens zur Steigerung der MINT-Motivation.
6. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass eine frühzeitige, motivationale Förderung durch handlungsorientierte Konzepte entscheidend für die Teilhabe von Mädchen im MINT-Bereich ist.
MINT-Bildung, Mädchenförderung, Naturwissenschaften, Robotik, Geschlechterstereotype, Selbstwirksamkeit, Bildungsplanung, MINT-Curriculum, Roberta-Projekt, außerschulische Lernangebote, Interessenentwicklung, Frühpädagogik, Technikkompetenz, Gender-Mainstreaming, Kompetenzorientierung.
Die Arbeit untersucht, warum Mädchen seltener Interesse an MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) zeigen und wie pädagogische Angebote gestaltet werden müssen, um sie erfolgreich für diese Bereiche zu begeistern.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der MINT-Interessenentwicklung bei Kindern, der Auswirkung von Geschlechterstereotypen sowie der praktischen Umsetzung genderbewusster Pädagogik in Schulen und außerschulischen Projekten.
Das Ziel ist es, Möglichkeiten und Handlungsfelder aufzuzeigen, wie Mädchen durch eine angepasste Unterrichtsgestaltung und gezielte Maßnahmen ihr Selbstvertrauen stärken und motivierter an naturwissenschaftlich-technische Themen herangehen können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Studien (PISA, TIMSS, Microsoft-Studie) sowie der kritischen Reflexion empirischer Untersuchungen zu Interessen- und Motivationskonzepten im MINT-Bereich.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Hintergründe zur Entstehung geschlechtstypischen Verhaltens, die Analyse von Förderfaktoren und die Vorstellung praktischer Praxisbeispiele, insbesondere des Robotik-Projekts „Roberta“.
Die Arbeit wird maßgeblich geprägt durch Begriffe wie MINT-Förderung, Gender-Didaktik, Selbstwirksamkeit, naturwissenschaftliche Bildung und geschlechterbewusste Pädagogik.
Die Arbeit zeigt, dass Jungen häufiger ein Interesse an unbelebter Natur und Technik entwickeln, während Mädchen oft Präferenzen für lebensweltnahe oder „weiche“ Naturwissenschaften (z.B. Biologie) zeigen, sofern sie in ihrem Umfeld nicht durch Stereotypen entmutigt werden.
Rollenvorbilder sind laut Arbeit essenziell. Da das Lehrpersonal in naturwissenschaftlichen Fächern oft männlich ist, fehlt es Mädchen häufig an Identifikationsmöglichkeiten, weshalb weibliche Vorbilder in MINT-Berufen entscheidend für die Entscheidung für eine technische Laufbahn sein können.
Das Projekt „Roberta“ dient als konkretes Beispiel für eine gendergerechte Robotik-Didaktik, die durch „Hands-on“-Aktivitäten und lebensnahe Szenarien Mädchen erfolgreich zur aktiven Auseinandersetzung mit Technik anregt und so ihre Selbstwirksamkeitserwartungen steigert.
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