Examensarbeit, 2017
92 Seiten, Note: 2,5
Didaktik für das Fach Deutsch - Grammatik, Stil, Arbeitstechnik
I. Einleitung
II. Aspekte der deutschen Rechtschreibung und die neuere graphematische Forschung
1. Allgemeines zur Orthographie
1.1 Grundlagen der deutschen Orthographie
1.2 Orthographieerwerb
2. Die Groß- und Kleinschreibung im Deutschen
2.1 Geschichte der Groß- und Kleinschreibung
2.2 Problemlage
2.3 Didaktik der Groß- und Kleinschreibung
3. Die Getrennt- und Zusammenschreibung im Deutschen
3.1 Geschichte der Getrennt- und Zusammenschreibung
3.2 Problemlage bei Nomen-Verb-Verbindungen
3.3 Didaktische Überlegungen
4. Die neuere graphematische Forschung
4.1 Graphematischer Wandel
4.2 Graphematische Silbe
4.3 Graphematischer Fuß
III. Konklusion
IV. Bibliographie
Die vorliegende Arbeit untersucht das deutsche Rechtschreibsystem mit einem besonderen Fokus auf die Groß- und Kleinschreibung sowie die Getrennt- und Zusammenschreibung. Das Ziel ist es, die didaktische Vermittlung dieser Phänomene kritisch zu beleuchten, historische Hintergründe aufzuzeigen und den syntaktischen Ansatz als erfolgversprechende Alternative zum traditionellen lexikalischen Ansatz zu präsentieren.
2.3.1 Der lexikalische Ansatz
Der lexikalische oder wortartbezogene Ansatz ist das traditionelle Verfahren zur Vermittlung der satzinternen Großschreibung und wird in den meisten Schulbüchern gelehrt. Wie dieser didaktische Ansatz zustande kam, wurde bereits in Kapitel 2.1 dieser Arbeit angesprochen, in Bezug auf die historische Entwicklung der GKS:
„[Die Grammatiker] haben in den ca. 100 Jahren, in denen sich die Großschreibung im Deutschen etablierte, aufgelistet, welche Wörter in den vorliegenden Texten großgeschrieben wurden, und haben versucht, sie Begriffen unterzuordnen […]. Die Rekonstruktion der Grammatik war darum Interpretation derer, denen es primär um den Nachvollzug der Textgestaltung in didaktischer Absicht ging und die dabei von ihrer Vorstellung von Schrift geleitet wurden“ (Röber-Siekmeyer 1999:52).
Mentrup (1979) gibt eine Übersicht über die Versuche der Grammatiker, anhand der vorliegenden Texte Regularitäten für den Gebrauch der Großschreibung zu finden:
I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problematik mangelnder Rechtschreibkenntnisse und gibt einen Überblick über die Themenbereiche sowie die Zielsetzung der Arbeit.
II. Aspekte der deutschen Rechtschreibung und die neuere graphematische Forschung: Dieses Hauptkapitel bietet eine theoretische Fundierung über die Orthographie, den Orthographieerwerb sowie detaillierte Analysen zur Groß- und Kleinschreibung und Getrennt- und Zusammenschreibung.
III. Konklusion: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse der Arbeit zusammen und betont die Notwendigkeit, syntaktische Ansätze stärker in der Didaktik zu verankern.
IV. Bibliographie: Dieses Verzeichnis listet sämtliche verwendete wissenschaftliche Literatur, Quellen und Lehr- bzw. Lernmittel auf.
Orthographie, Großschreibung, Kleinschreibung, Getrenntschreibung, Zusammenschreibung, Nomen-Verb-Verbindung, Wortart, Syntax, Didaktik, Graphematik, Rechtschreibunterricht, Schriftspracherwerb, Substantivierung, Sprachreflexion, Fehleranalyse
Die Arbeit beschäftigt sich mit den zentralen Herausforderungen der deutschen Rechtschreibung, insbesondere der Groß- und Kleinschreibung sowie der Getrennt- und Zusammenschreibung, und hinterfragt aktuelle didaktische Ansätze.
Die Arbeit thematisiert die historische Entwicklung der Rechtschreibung, die didaktische Vermittlung in der Schule, empirische Forschungsergebnisse zur Fehlerhäufigkeit und neue Erkenntnisse der graphematischen Forschung.
Das primäre Ziel ist es, die Schwächen des traditionellen, wortartenbasierten Lernens aufzuzeigen und zu begründen, warum ein syntaktisch orientierter Ansatz für den Lernerfolg effektiver ist.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Analyse von Fachliteratur, historischen Quellen und verschiedenen empirischen Studien zur Fehleranalyse basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Groß- und Kleinschreibung, die Getrennt- und Zusammenschreibung (besonders Nomen-Verb-Verbindungen) sowie einen Exkurs in die neuere graphematische Forschung (Wandel, Silbe, Fuß).
Wichtige Begriffe sind Orthographie, GKS, GZS, Nomen-Verb-Verbindungen, didaktische Ansätze, Syntaktischer Ansatz und Graphematik.
Die Autorin kritisiert, dass viele Schulbücher weiterhin auf starren, lexikalischen Regeln und der oft unzureichenden "Artikelprobe" beharren, anstatt Schülern ein tieferes Verständnis für die syntaktischen Strukturen zu vermitteln.
Sie stellen ein Grenzgebiet dar, bei dem die Entscheidung zwischen Getrennt- und Zusammenschreibung oft nicht eindeutig über einfache Regeln zu fällen ist, was zu Verwirrung bei Lernenden führt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

