Bachelorarbeit, 2018
45 Seiten, Note: 1.3
1. Problemstellung
2. Differenzierung und Erläuterungen von privaten Finanzierungsformen
2.1 Buyouts, Private Equity, Venture Capital und Private Debt - Abgrenzung
2.1.1Venture Capital und Leveraged Buyouts
2.1.2 Private Equity Gesellschaften
2.1.3 Private Equity Fonds und Vergütung
2.1.4 Private Debt
2.2 Funktionsweise von LBOs
2.2.1 Eintritt
2.2.2 Restrukturierung und Exit
2.3 Buyout Performance in der Empirie
2.3.1 Operationalisierung von Performance-Maßen
2.3.2 Empirische Studien zur Buyout Performance
3. Rationalität und Corporate Governance von Leveraged Buyouts
3.1 Beweggründe für LBO-Transaktionen
3.1.1 Diskrepanz von Eigentum und Kontrolle
3.1.2 Spezialisierungsdruck (Spin-offs)
3.1.3 Finanzierungsbeschränkungen
3.2 Corporate Governance und Leveraged Buyouts
3.2.1 Outsider- und Insider-Systeme
3.2.2 Corporate Governance bei LBOs
4. Deutsche Unternehmensfinanzierung im Wandel – die Rolle von Private Equity und Perspektiven
4.1 Entwicklungen in der deutschen Unternehmensfinanzierung
4.1.1 Bankfinanzierungen und Fremdkapital
4.1.2 Die Entwicklung von Private Equity im deutschen Mittelstand
4.2 Die Importanz von Buyouts für die Nachfolgeregelung im deutschen Mittelstand
4.3 Niedrigzins als Treiber für Buyouts
5. Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht die Entwicklung von Private Equity (PE) und insbesondere Leveraged Buyouts (LBOs) in der deutschen Unternehmensfinanzierung, um Vorurteile abzubauen und die ökonomische Rationalität sowie Bedeutung dieser Finanzierungsform für den deutschen Mittelstand aufzuzeigen.
3.1.1 Diskrepanz von Eigentum und Kontrolle
Ein zentraler Gegenstand der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung ist das Problem der externen Trennung von Eigentum und Kontrolle, welches gerade bei börsennotierten Publikumsgesellschaften auftritt. Insbesondere Unternehmen, deren Eigenkapital durch einen hohen Streubesitz weitestgehend anonymisiert ist, wird eine Kontrolle oder Sanktionierung der Unternehmensführung erschwert. Daraus ergeben sich dem Management Anreize, Machtgelüste zu verfolgen, Empire-Building zu betreiben oder das eigene Einkommen auf Kosten des Unternehmens zu erhöhen.
Ein verstärkender Faktor der geringen Unternehmensüberwachung ist das sogenannte Free-Rider-Problem. Der Kontrollaufwand des einzelnen Eigentümers kommt dabei der Vielzahl aller Investoren zugute. Aufgrund der geringen Beteiligung stehen die Kosten der Kontrolle jedoch in einem unausgewogenen Verhältnis zum Nutzen, sodass sich jeder Eigentümer auf die Kontrollmaßnahmen der anderen verlässt. Aus dieser Handlungsprämisse ergibt sich in Summe eine mangelnde Überwachung, die dem Shareholder-Value oftmals nicht dienlich ist. Diesbezüglich können Buyouts Abhilfe schaffen. Eigentum und Kontrolle divergieren in diesem Konstrukt deutlich weniger und die Kontrollaufwendungen werden von einem adäquaten Nutzen gerechtfertigt.
1. Problemstellung: Die Einleitung beleuchtet die historische negative Reputation von Private Equity in Deutschland und setzt das Ziel, durch eine wissenschaftliche Untersuchung der ökonomischen Rationalität Vorurteile abzubauen.
2. Differenzierung und Erläuterungen von privaten Finanzierungsformen: Dieses Kapitel definiert und grenzt Begriffe wie Private Equity, Venture Capital, Buyouts und Private Debt voneinander ab, erläutert die Funktionsweise von LBOs und diskutiert die Komplexität der Performance-Messung.
3. Rationalität und Corporate Governance von Leveraged Buyouts: Hier werden die Beweggründe für LBOs, wie die Überwindung von Finanzierungsbeschränkungen und das Principal-Agent-Problem, sowie die Rolle von Corporate Governance analysiert.
4. Deutsche Unternehmensfinanzierung im Wandel – die Rolle von Private Equity und Perspektiven: Das Hauptkapitel untersucht den Wandel der Finanzierungsstrukturen im deutschen Mittelstand, die zunehmende Bedeutung von Private Equity für Nachfolgeregelungen und den Einfluss des Niedrigzinsumfelds auf das Transaktionsvolumen.
5. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und evaluiert die zukünftige Bedeutung von Private Equity sowie die Notwendigkeit weiterer Forschung.
Private Equity, Leveraged Buyouts, LBO, Unternehmensfinanzierung, Mittelstand, Corporate Governance, Bankfinanzierung, Nachfolgeregelung, Niedrigzinsumfeld, Kapitalallokation, Informationsasymmetrien, Performance-Messung, Private Debt, Fremdkapital, Eigenkapitalquote
Die Arbeit analysiert die Rolle und Entwicklung von Private Equity sowie spezifisch Leveraged Buyouts innerhalb der deutschen Unternehmensfinanzierung, insbesondere mit Fokus auf den Mittelstand.
Zu den Schwerpunkten gehören die Differenzierung privater Finanzierungsformen, die ökonomische Rationalität von LBOs, Corporate-Governance-Strukturen sowie die Auswirkungen von Bankfinanzierungen und Niedrigzinsen auf den deutschen Mittelstand.
Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für Private Equity zu schaffen, unbegründete Vorurteile durch die Aufzeigung ökonomischer Rationalität zu dezimieren und den Einfluss von PE auf den deutschen Mittelstand unter Berücksichtigung jüngster Entwicklungen zu beleuchten.
Der Autor stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse wirtschaftswissenschaftlicher Theorien, die Auswertung empirischer Studien zur Performance von PE-Fonds sowie die Analyse von Daten des Bundesverbandes deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) und weiterer Statistiken.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen und die Funktionsweise von LBOs dargelegt, gefolgt von einer Analyse der Corporate Governance in diesem Kontext. Zudem erfolgt eine detaillierte Untersuchung des Wandels in der deutschen Unternehmensfinanzierung unter besonderer Berücksichtigung mittelständischer Interessen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Private Equity, Leveraged Buyouts (LBO), Unternehmensfinanzierung, Mittelstand, Corporate Governance, Nachfolgeregelung und Niedrigzinsumfeld charakterisiert.
Angesichts demografischer Herausforderungen und einer oft fehlenden familieninternen Nachfolgelösung stellt PE eine zunehmend attraktive und akzeptierte Finanzierungs- und Managementalternative dar, um die Unternehmensfortführung zu sichern.
Niedrige Zinsen wirkten als Treiber, da sie die Finanzierungskosten für Fremdkapital senkten, den Leverage-Effekt begünstigten und bei institutionellen Investoren den Druck erhöhten, nach alternativen Anlagen mit höheren Renditechancen zu suchen.
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