Fachbuch, 2019
202 Seiten
1 Motivation und Zielsetzung der Arbeit
2 Grundlagen des Life Cycle Assessments (LCA)
2.1 Funktion und Definition des LCA
2.2 Festlegung von Ziel und Untersuchungsrahmen
2.3 Sachbilanzierung (LCI)
2.4 Wirkungsabschätzung (LCIA)
2.5 Auswertung
3 Wertschöpfungsstufen der industriellen Fertigung von Kleidung
3.1 Produktion von textilem Garn
3.2 Produktion textiler Flächen
3.3 Veredelung textiler Flächen
3.4 Konfektionierung von Kleidungsstücken
4 Qualitative Literaturanalyse von LCA-Studien zu Umweltauswirkungen entlang der industriellen Fertigung von Kleidung
4.1 Methodik
4.1.1 Untersuchungsdesign
4.1.2 Literaturauswahl
4.2 Ergebnisse der qualitativen Literaturanalyse
4.2.1 Deskriptive Analyse der Literaturrecherche
4.2.2 Umweltauswirkungen der Garnproduktion
4.2.3 Umweltauswirkungen der Produktion textiler Flächen
4.2.4 Umweltauswirkungen der Veredelung textiler Flächen
4.2.5 Umweltauswirkungen der Konfektionierung textiler Flächen zu Kleidungsstücken
4.2.6 Umweltauswirkungen durch Transporte
4.2.7 Innovative Technologien und Ansätze zur Reduzierung produktionsbedingter Umweltauswirkungen
4.3 Diskussion und Implikationen
4.3.1 Gesamtproduktion
4.3.2 Garnproduktion und textile Flächenproduktion
4.3.3 Veredelung
4.3.4 Konfektionierung
4.3.5 Transporte
4.3.6 Reduzierung produktionsbedingter Umweltauswirkungen
4.4 Limitationen
5 Fazit
Ziel dieser Arbeit ist die qualitative Untersuchung und kritische Reflexion vorhandener Life Cycle Assessment (LCA) Studien zur industriellen Fertigung von Bekleidung, um wesentliche ökologische Hotspots zu identifizieren und Verbesserungspotenziale aufzuzeigen.
3 Wertschöpfungsstufen der industriellen Fertigung von Kleidung
Ziel dieser Arbeit ist, durch eine qualitative Analyse relevanter LCA-Studien die größten potenziellen Umweltwirkungen, welche in den einzelnen Phasen der Produktion von Kleidung entstehen, zu identifizieren sowie Hotspots und Verbesserungspotenziale aufzuzeigen. Der Untersuchungsrahmen erstreckt sich hierbei über die Produktionsphasen von der Herstellung des Textilgarns und der Textilfläche über Veredelungsprozesse bis hin zur Konfektionierung des Kleidungsstücks, weshalb diese für ein besseres Verständnis im Folgenden erläutert werden sollen.
Abbildung 4 zeigt den Anteil der in den Kleidungsstücken verwendeten Faserarten in der Europäischen Union (EU) gekaufter Kleidung. Hieraus geht deutlich hervor, dass Baumwolle mit Abstand das größte Verarbeitungsvolumen in der Textilproduktion für den EU-Markt aufweist, gefolgt von Polyester als synthetisches Fasermaterial. Weiterhin ist zu erkennen, dass synthetische Faserarten zusammengefasst mit 45 % weniger als die Hälfte des Produktionsvolumens für den EU-Markt ausmachen (vgl. Beton et al. 2014, S. 28, Gray 2017, S. 17).
1 Motivation und Zielsetzung der Arbeit: Einführung in die wachsende Bedeutung der Bekleidungsindustrie und Notwendigkeit der ökologischen Bewertung mittels LCA.
2 Grundlagen des Life Cycle Assessments (LCA): Darstellung des methodischen Aufbaus von Ökobilanzen inklusive Zieldefinition, Sachbilanz und Wirkungsabschätzung.
3 Wertschöpfungsstufen der industriellen Fertigung von Kleidung: Erläuterung der einzelnen Produktionsprozesse vom Rohstoff bis zum konfektionierten Kleidungsstück.
4 Qualitative Literaturanalyse von LCA-Studien zu Umweltauswirkungen entlang der industriellen Fertigung von Kleidung: Systematische Untersuchung und Diskussion der vorliegenden Studien zu Umwelteinflüssen und technologischen Optimierungsansätzen.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ableitung von Handlungsempfehlungen für eine nachhaltigere textile Produktion.
Life Cycle Assessment, LCA, Ökobilanzierung, Textilindustrie, Fast Fashion, Umweltauswirkungen, Garnproduktion, Veredelung, Konfektionierung, Treibhausgasemissionen, Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Ressourcenverbrauch, Supply Chain Management.
Die Arbeit befasst sich mit der ökologischen Bewertung der industriellen Herstellung von Bekleidung durch die Methode des Life Cycle Assessment (LCA).
Der Fokus liegt auf den verschiedenen Stufen der Textilfertigung, von der Garnproduktion und Weberei über die Veredelung bis zur Konfektionierung.
Das Hauptziel ist die Identifikation von ökologischen Hotspots in der textilen Lieferkette und die Ableitung von Handlungsempfehlungen für eine umweltverträglichere Produktion.
Es wird eine qualitative Literaturanalyse auf Basis bestehender LCA-Studien durchgeführt, um einen einheitlichen Rahmen für die Bewertung zu schaffen.
Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Produktionsphasen und reflektiert kritisch die Umweltauswirkungen basierend auf dem aktuellen Stand der Forschung.
Zentrale Begriffe sind Life Cycle Assessment, Textilindustrie, ökologische Hotspots, nachhaltige Produktion und Ressourceneffizienz.
Die Veredelung wird als komplexeste Phase identifiziert, die maßgeblich zu Umweltbelastungen durch hohen Energie-, Wasser- und Chemikalienverbrauch beiträgt.
Der lokale Energiemix eines Produktionslandes ist ein wesentlicher Faktor, da Länder mit kohledominierten Infrastrukturen deutlich höhere indirekte Emissionen verursachen.
Die Unterscheidung reflektiert unterschiedliche methodische Herangehensweisen in der Wirkungsabschätzung, wobei Midpoint-Modelle emissionsnäher und Endpoint-Modelle wirkungsorientierter messen.
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