Masterarbeit, 2013
81 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Zielsetzung
1.2. Gang der Untersuchung
2. Zivilrechtliche Grundlagen
2.1. Rechtliche Struktur
2.2. Erscheinungsformen
3. Allgemeine ertragsteuerliche Behandlung der KGaA und ihrer Gesellschafter
3.1. KGaA als hybrides Besteuerungssubjekt
3.2. Besteuerungsebenen
3.2.1. Ebene der Gesellschaft
a) Körperschaftssteuer
b) Gewerbeertragsteuer
3.2.2 Ebene der Gesellschafter
a) Besteuerung der Komplementäre
b) Besteuerung der Kommanditaktionäre
4. Problemfelder der ertragsteuerlichen Behandlung der KGaA und aktuelle Lösungsvorschläge
4.1. KGaA im nationalen Bereich
4.2. KGaA im internationalen Bereich
5. Schlussbetrachtung
Das Ziel der Arbeit ist es, vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen einen strukturierten Überblick über die ertragsteuerliche Behandlung der Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) und ihrer Gesellschafter zu geben sowie die damit verbundenen Problemfelder aufzuzeigen.
1. Einleitung
Die Kommanditgesellschaft auf Aktien, nachfolgend KGaA genannt, stellt eine gesellschaftsrechtliche Mischform zwischen einer Kommanditgesellschaft (Personengesellschaft) und einer Aktiengesellschaft (Kapitalgesellschaft) dar. Sie verbindet sowohl personengesellschaftsrechtliche als auch aktienrechtliche Elemente miteinander, womit diese Gesellschaftsform eine besondere Stellung im deutschen Gesellschaftsrecht einnimmt. Für kleine und mittelständische Unternehmen, die bei größeren oder risikobehafteten Investitionsvorhaben schnell an ihre finanziellen Grenzen stoßen, stellt diese Rechtsform eine Alternative dar, um am Kapitalmarkt zusätzliches Eigenkapital zu generieren. Für Familienunternehmen bietet sie aufgrund der weitgehenden Vertragsfreiheit bei der Ausgestaltung der gesellschaftsrechtlichen Führungsstruktur zudem die Möglichkeit, die konkreten Bedürfnisse der Unternehmerfamilie auf Dauer zu sichern.
Die KGaA vereint in sich die Vorteile einer Aktiengesellschaft, ohne deren Nachteile hinnehmen zu müssen, die insbesondere in der Satzungsstrenge gesehen werden. Ferner gewährt diese Rechtsform einen gewissen Schutz gegen Fremdeinflüsse. Durch den Börsengang ist es zwar möglich die Gesellschaft kapitalgesellschaftlich zu organisieren, jedoch ohne dass gleichzeitig die Unternehmensleitung auf andere Personen übergeht.
1. Einleitung: Diese Einleitung definiert die KGaA als gesellschaftsrechtliche Mischform und erläutert deren Attraktivität für Familienunternehmen und den Kapitalmarkt.
2. Zivilrechtliche Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die rechtliche Struktur der KGaA, insbesondere die Rolle der persönlich haftenden Gesellschafter (phG) und der Kommanditaktionäre sowie die verschiedenen Erscheinungsformen.
3. Allgemeine ertragsteuerliche Behandlung der KGaA und ihrer Gesellschafter: Das Kernstück befasst sich mit der hybriden Besteuerung der KGaA, wobei die Trennung in eine Ebene der Gesellschaft und Ebenen der verschiedenen Gesellschaftergruppen vorgenommen wird.
4. Problemfelder der ertragsteuerlichen Behandlung der KGaA und aktuelle Lösungsvorschläge: Hier werden die Unsicherheiten bei der Besteuerung auf nationaler und internationaler Ebene beleuchtet, insbesondere im Kontext von Dividenden und DBA-Schachtelprivilegien.
5. Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und betont den dringenden gesetzgeberischen Nachbesserungsbedarf für eine sichere Besteuerungsgrundlage der KGaA.
KGaA, Kommanditgesellschaft auf Aktien, Ertragsteuerrecht, Wurzeltheorie, Transparenzprinzip, Trennungsprinzip, Komplementär, Kommanditaktionär, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Doppelbesteuerung, DBA-Schachtelprivileg, hybride Rechtsform, Unternehmensbesteuerung, Dividendenbesteuerung.
Die Arbeit untersucht die ertragsteuerliche Behandlung der Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) unter Berücksichtigung ihrer speziellen hybriden gesellschaftsrechtlichen Struktur.
Die zentralen Themen umfassen die Einordnung als hybrides Besteuerungssubjekt, die Gewinnermittlung auf Gesellschaftsebene, die steuerliche Stellung von Komplementären und Kommanditaktionären sowie aktuelle Problemfelder im internationalen Steuerrecht.
Das Ziel ist es, einen strukturierten Überblick über die komplexe steuerliche Handhabung der KGaA zu bieten und die aus der hybriden Struktur resultierenden Problemfelder sowie aktuelle Lösungsvorschläge aufzuzeigen.
Es wird eine steuersystematische Analyse angewandt, die auf der Auswertung von Gesetzen, Rechtsprechung (insbesondere des BFH) und der fachwissenschaftlichen Literatur basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die allgemeine steuerliche Einordnung, die detaillierte Analyse der Besteuerungsebenen (Gesellschaft, Komplementär, Kommanditaktionär) sowie die Untersuchung spezifischer nationaler und internationaler Problemfelder.
Wichtige Begriffe sind KGaA, Wurzeltheorie, Trennungsprinzip, Transparenzprinzip, Komplementärbeteiligung und DBA-Schachtelprivileg.
Die Wurzeltheorie bezeichnet das steuerrechtliche Konzept, bei dem der Gewinnanteil des Komplementärs an der "Wurzel" von der Körperschaftsbesteuerung der KGaA abgespalten und direkt als gewerbliche Einkünfte beim Komplementär besteuert wird.
Die Kontroverse rührt daher, dass die KGaA zivilrechtlich eine Kapitalgesellschaft ist, ihre Behandlung der Komplementäre jedoch Merkmale einer Personengesellschaft (Mitunternehmerschaft) aufweist, was zu unklaren gesetzlichen Regelungen führt.
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