Bachelorarbeit, 2014
59 Seiten, Note: 1,3
I. Einführung
1. Einleitung
2. Geschichte der Forschung
II. Geschichte
3. Der Buddhismus in Sri Lanka
4. Die Kolonialherrschaft
4.1 Kolonialgeschichte
4.2 Die politischen Veränderungen während der Kolonialzeit
4.3 Die wirtschaftlichen Veränderungen während der Kolonialzeit
4.4 Die sozialen Veränderungen während der Kolonialzeit
4.5 Die pädagogischen Veränderungen während der Kolonialzeit
4.6 Die strukturell-religiöser Veränderungen während der Kolonialzeit
III. Religiöse Begegnung
5. Die christliche Mission
5.1 Schulbildung
5.2 Druckerzeugnisse
5.3 Spracherwerb & Übersetzungsarbeiten
5.4 Predigten
6. Die buddhistische Widerstandsbewegung
6.1 Druckerzeugnisse
6.2 Öffentliche Debatten
6.3 Laientätigkeiten
IV. Äußere Einflüsse
7. Europäisches Interesse am Buddhismus
8. Theosophische Gesellschaft
V. Die buddhistische Erneuerungsbewegung
9. Anagārika Dhamapāla
9.1 Maha Bodhi Society
9.2 World Parliament of Religions
9.3 Nationalismus & Singhalesische Identität
9.4 Neuinterpretation des Buddhismus
9.5 Wirkung Dhamapālas
VI. Schlussbetrachtungen
10. Interpretation der buddhistischen Erneuerungsbewegung
10.1 Moderner & Traditioneller Buddhismus
10.2 Protestantischer Buddhismus
11. Zusammenfassung
Diese Bachelorarbeit untersucht die Transformationsprozesse des Buddhismus in Sri Lanka während der Kolonialzeit. Dabei wird analysiert, wie sich der Buddhismus als Reaktion auf koloniale Herrschaft und christliche Missionstätigkeiten zu einer buddhistischen Erneuerungsbewegung wandelte, die den Buddhismus als rationale Philosophie neu interpretierte.
4.1 Kolonialgeschichte
Die Kolonisierung Sri Lankas begründete sich von Anfang an auf wirtschaftliche Interessen. Die Portugiesen, die 1505 aufgrund von Navigationsschwierigkeiten in Sri Lanka gelandet waren, erkannten schnell die wirtschaftliche und strategische Bedeutung der Insel, die vor allem von arabischen, indischen, malaysischen und chinesischen Händlern genutzt wurde. Das historische Abkommen 1518 zwischen Portugiesen und dem Königreich Koṭṭe, das später durch Portugal annektiert wurde, erlaubte den Portugiesen den Bau eines befestigten Forts als auch umfassende und alleinige Handelsrechte. Nach dem politischen Zusammenbruch des Königreiches wurden die Portugiesen zu einem wichtigen militärischen Bündnispartner in den darauffolgenden militärischen und politischen Konflikten der Thronnachfolger. Mit Hilfe der Portugiesen konnten Teile das Königreich Koṭṭe wieder konsolidiert und durch den Thronnachfolger Prinz Dharmapāla beerbt werden. Als Gegenleistung bestätigte der Prinz die Handelsrechte der Portugiesen. Mit der Konvertierung Dharmapālas zum Christentum, der offiziellen Weihung des Landes an die Portugiesen 1580 und die schlussendliche, vollständige Annektion seines Königreichs 1597, gelang den Portugiesen eine schleichende aber letztendlich erfolgreiche Übernahme der westlichen Küstengebiete, die im Norden mit der Eroberung des Jaffna-Königreiches 1619 territorial erweitert wurden.
Das verbliebene singhalesische Königreich Kandy im zentralen Hochland Sri Lankas sah sich den Angriffen und Expansionsbestrebungen der Portugiesen ausgesetzt und bat die, mit den Portugiesen wirtschaftlich konkurrierenden Niederländer, die sich vor allem in Südostasien mit Kolonien etabliert hatten, um militärische Unterstützung und Beihilfe. Im Gegenzug offerierten sie umfassende Handelsrechte und die Niederlassung an der Ostküste Sri Lankas. Entgegen dem Abkommen leisteten die Niederländer jedoch keine Unterstützung, sodass das Königreich Kandy, nach verschiedenen kriegerischen Auseinandersetzungen, 1620 und 1634 Frieden mit den Portugiesen schließen musste. 1638 kam es zu einem zweiten Abkommen zwischen dem Königreich Kandy und den Niederländern, um die Vormachtstellung der Portugiesen zu brechen.
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die zentralen Transformationsprozesse des Buddhismus während der Kolonialzeit sowie die Forschungsfrage der Arbeit vor.
2. Geschichte der Forschung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem modernen Buddhismus und den Begriffen des buddhistischen Modernismus.
3. Der Buddhismus in Sri Lanka: Hier werden die historischen Grundlagen des Theravāda-Buddhismus und dessen zentrale Rolle in der singhalesischen Identitätsbildung dargelegt.
4. Die Kolonialherrschaft: Dieses Kapitel beschreibt die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und pädagogischen Umbrüche unter portugiesischer, niederländischer und britischer Herrschaft.
5. Die christliche Mission: Hier wird der Einfluss christlicher Missionare, deren Strategien wie Schulbildung und Publizistik sowie der Widerstand der Buddhisten analysiert.
6. Die buddhistische Widerstandsbewegung: Dieses Kapitel befasst sich mit der organisierten buddhistischen Reaktion, insbesondere durch Druckerzeugnisse, öffentliche Debatten und das Engagement der Laien.
7. Europäisches Interesse am Buddhismus: Hier wird untersucht, wie westliche Gelehrte den Buddhismus als rationale Philosophie konstruierten und wie dies die Sicht der Singhalesen beeinflusste.
8. Theosophische Gesellschaft: Dieses Kapitel thematisiert den Einfluss der Theosophen auf die Konsolidierung und Modernisierung der buddhistischen Strukturen in Sri Lanka.
9. Anagārika Dhamapāla: Hier wird das Leben und Wirken Dhamapālas sowie seine Rolle bei der Neuinterpretation des Buddhismus und der Bildung eines singhalesischen Nationalismus beleuchtet.
10. Interpretation der buddhistischen Erneuerungsbewegung: Diese Schlussbetrachtungen reflektieren die Anwendbarkeit der Begriffe Modernismus und Protestantischer Buddhismus auf die Ergebnisse.
11. Zusammenfassung: Dieses Kapitel bietet eine abschließende Synthese der erarbeiteten Transformationsprozesse und der Entwicklung des modernen Buddhismus in Sri Lanka.
Buddhismus, Sri Lanka, Kolonialzeit, Buddhistischer Modernismus, Theravāda, Anagārika Dhamapāla, Protestantischer Buddhismus, Theosophische Gesellschaft, Maha Bodhi Society, Christliche Mission, Singhalesische Identität, Transformation, Kolonialismus, Religionswissenschaft, Laienaktivität
Die Arbeit analysiert die tiefgreifenden Wandlungsprozesse des Buddhismus in Sri Lanka unter dem Einfluss der Kolonialzeit und der Begegnung mit westlichen sowie christlichen Weltanschauungen.
Zentral sind der Einfluss der Kolonialpolitik, die Missionstätigkeit christlicher Kirchen, die Entstehung einer neuen singhalesischen Elite und die Rolle einflussreicher Persönlichkeiten wie Anagārika Dhamapāla.
Ziel ist es, die Transformation des Buddhismus von einer traditionellen Religion zu einem "modernen Buddhismus" zu dokumentieren und zu klären, wie westliche Konzepte diese Neuinterpretation beeinflusst haben.
Es handelt sich um eine religionswissenschaftliche Analyse, die historische Ereignisse und diskursive Prozesse der Modernisierung und Identitätsbildung untersucht.
Der Hauptteil gliedert sich in die politische und soziale Geschichte der Kolonialzeit, die religiöse Begegnung mit dem Christentum, die Entstehung der buddhistischen Widerstandsbewegung und die Rolle äußerer Einflüsse durch Theosophen und Intellektuelle.
Schlüsselbegriffe sind Transformation, Buddhistischer Modernismus, Protestantischer Buddhismus, Anagārika, koloniale Identität und singhalesischer Nationalismus.
Ihre Aktivitäten bildeten den notwendigen Gegenpol zur buddhistischen Erneuerungsbewegung. Durch ihre Angriffe und ihren Bildungsansatz zwangen sie die Buddhisten zur Selbstorganisation und zur inhaltlichen Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Lehre.
Der Begriff bezeichnet einen neuen sozial-religiösen Status zwischen Mönch und Laie, der es engagierten Gläubigen ermöglichte, am religiösen und gesellschaftlichen Leben aktiv teilzuhaben, ohne zwingend das klösterliche Leben zu führen.
Sie ermöglichten eine effiziente Verbreitung buddhistischer Lehren und erlaubten den Mönchen einen direkten "Schlagabtausch" mit christlichen Missionaren, was maßgeblich zur Konsolidierung des buddhistischen Selbstbewusstseins beitrug.
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