Diplomarbeit, 2005
110 Seiten, Note: 1,7
1 Problemstellung und Zielsetzung
2 Einblicke in das allgemeine Konstrukt „Vertrauen“
2.1 Definitorische Eingrenzung des Vertrauensbegriffs
2.2 Der Aufbau von Vertrauen aus der Perspektive verschiedener wissenschaftlicher Teildisziplinen
2.2.1 Die Konstituierung von Vertrauen aus der soziologischen Perspektive
2.2.2 Vertrauensaufbau aus psychologischer Sicht
2.2.3 Das ökonomische Vertrauenskonstrukt
2.2.4 Vertrauensaufbau aus dem Blickwinkel des Marketings
3 Der Begriff des E-Business
3.1 Vor- und Nachteile webbasierter Transaktionen aus der Nachfragersicht
3.2 Die Relevanz des Vertrauensaspektes im E-Business
3.3 Modelle zur Vertrauensbildung im E-Business
3.3.1 Das Vertrauensmodell MoTEC von Egger
3.3.2 Das Vertrauensmodell für die Kaufentscheidung von Riegelsberger & Sasse
4 Betrachtungen zur Technologie von Avataren
4.1 Was sind Avatare? - Eine Begriffsbestimmung
4.2 Der Mehrwert des Einsatzes von Avataren für Anbieter und potenzielle Kunden
4.3 Funktionen, Einsatzgebiete und Typen von Avataren
5 Die Wirkung von Avataren auf das Vertrauen der Nutzer
5.1 Vertrauensbildende Faktoren
5.2 Vertrauenshemmende Faktoren
6 Ausgewählte Fallbeispiele von Avataren - eine Analyse unter dem Aspekt einer erfolgreichen Vertrauensbildung
6.1 Der virtuelle Bausparfuchs der Schwäbisch Hall AG
6.1.1 Erste Eindrücke zum Auftreten dieses Avatars
6.1.2 Die Berücksichtigung vertrauensbildender Faktoren in der Implementierung des Infofuchses
6.1.3 Resümee
6.2 PIA, der virtuelle Einkaufs-Guide des Bertelsmann Clubs
6.2.1 Das Erscheinungsbild von PIA
6.2.2 Die Berücksichtigung vertrauensbildender Faktoren im Design von PIA
6.2.3 Resümee
6.3 Eve, die virtuelle Beraterin von Yello Strom
6.3.1 Erste Eindrücke von Eve
6.3.2 Die Berücksichtigung vertrauensrelevanter Faktoren in der Implementierung von Eve
6.3.3 Resümee
6.4 Individualisierte Avatare für den Modeeinkauf (FashionMe)
6.5 Zusammenfassende Betrachtung
7 Grenzen der Vertrauensbildung durch Avatare
8 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten, inwieweit der Einsatz von Avataren auf Webseiten im E-Business dazu beitragen kann, das Vertrauen der Nutzer in Anbieter, Produkte oder Dienstleistungen zu stärken und somit digitale Transaktionsbarrieren abzubauen.
6.3.1 Erste Eindrücke von Eve
Bei dem Besuch der Webseite von Yello Strom fällt zunächst einmal auf, dass Eve im Vergleich zum Infofuchs und zu PIA als einzige für den Besucher auf Anhieb gut sichtbar ist. So erscheint sie automatisch als relativ große Animation am rechten Bildrand. Dadurch, dass sie den Nutzer unabhängig davon, ob er sie etwas fragt, zunächst einmal winkend begrüßt, verfügt sie über ein erheblich größeres Potenzial zur Aufmerksamkeitserzeugung als die vorangegangenen vorgestellten Avatare. Schon durch die Bewegung des Winkens, die der Nutzer unwillkürlich aus dem Augenwinkel wahrnimmt, erregt sie dessen Aufmerksamkeit.
Insgesamt wirkt Eve von ihrem äußeren Erscheinungsbild her relativ lebensecht und ist sehr farbenfroh gestaltet. So begrüßt sie den User ganz im Sinne des Unternehmensimages in einem gelben T-Shirt, hat eine sonnengebräunte Haut und ist sogar ein wenig geschminkt (Vgl. Abbildung 9). Ein Umstand, von dem sicherlich mehr Signalwirkung ausgeht als von dem Design des virtuellen Einkaufsguides PIA vom Bertelsmann Club.
1 Problemstellung und Zielsetzung: Einführung in die Problematik der Internet-Anonymität und Ziel der Untersuchung, wie Avatare das Vertrauen von Nutzern bei webbasierten Transaktionen fördern können.
2 Einblicke in das allgemeine Konstrukt „Vertrauen“: Darstellung theoretischer Grundlagen des Vertrauens aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen wie Soziologie, Psychologie und Ökonomie.
3 Der Begriff des E-Business: Analyse der E-Business-Strukturen sowie der spezifischen Risiken und Unsicherheiten für Nachfrager, unter Einbeziehung bestehender Vertrauensmodelle (Egger, Riegelsberger & Sasse).
4 Betrachtungen zur Technologie von Avataren: Definition von Avataren als Software-Agenten und Erläuterung ihres Mehrwerts für Anbieter und Kunden im Hinblick auf Personalisierung und Beratung.
5 Die Wirkung von Avataren auf das Vertrauen der Nutzer: Diskussion der Faktoren parasozialer Interaktion, Rückbettung und Usability sowie deren Einfluss auf die Vertrauensbildung.
6 Ausgewählte Fallbeispiele von Avataren - eine Analyse unter dem Aspekt einer erfolgreichen Vertrauensbildung: Detaillierte Fallstudien zum Infofuchs (Schwäbisch Hall), PIA (Bertelsmann Club), Eve (Yello Strom) und dem FashionMe-Projekt zur Evaluation ihrer vertrauensbildenden Wirkung.
7 Grenzen der Vertrauensbildung durch Avatare: Kritische Reflexion der technologischen und psychologischen Limitationen beim Einsatz von virtuellen Beratern.
8 Ausblick: Zusammenfassende Einschätzung des Potenzials von Avataren zur langfristigen Kundenbindung unter Berücksichtigung zukünftiger technischer Entwicklungen.
Vertrauen, Avatare, E-Business, E-Commerce, parasoziale Interaktion, Usability, virtuelle Berater, Kundenbindung, Online-Shopping, Vertrauensbildung, Information, Reputation, Kundenkommunikation, digitale Transaktionen.
Die Diplomarbeit untersucht die Rolle von Avataren als digitale Kommunikationsschnittstellen und ihre Fähigkeit, in einem anonymen digitalen Umfeld Vertrauen bei Kunden aufzubauen.
Die Schwerpunkte liegen auf den soziologischen und psychologischen Grundlagen des Vertrauens, der Charakterisierung des E-Business sowie der Analyse von Technologien virtueller Agenten im Hinblick auf deren Beratungs- und Vertrauensfunktion.
Das Ziel ist die Identifikation von gestalterischen und funktionalen Faktoren, durch die Avatare das Nutzervertrauen bei Online-Transaktionen positiv beeinflussen können.
Die Untersuchung erfolgt durch eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Vertrauensliteratur sowie eine vergleichende Analyse realer Fallbeispiele basierend auf durchgeführten Testdialogen mit verschiedenen Avataren.
Im Hauptteil werden nach einer theoretischen Fundierung die technologischen Aspekte von Avataren erläutert und anhand von vier spezifischen Fallstudien (Infofuchs, PIA, Eve, FashionMe) evaluiert.
Wesentliche Begriffe sind Vertrauensbildung, E-Business, Avatare, parasoziale Interaktion, Usability und Kundenbindung.
Es ermöglicht Kunden, ein virtuelles Ich zu erstellen und Kleidung in einer interaktiven 3D-Umgebung maßstabsgetreu virtuell anzuprobieren, was das "Look-and-Feel-Problem" beim Online-Modeshop adressiert.
Während der Infofuchs durch seine Einbettung und Konsistenz eine positive, vertrauensbildende Wirkung erzielt, wirkt PIA in der Untersuchung aufgrund ihrer statischen Gestaltung und inhaltlichen Schwächen inkompetent und weniger überzeugend.
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