Bachelorarbeit, 2016
34 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Ziel der Arbeit
1.2 Methodisches Vorgehen
2. Geschichte des Volksschauspiels Further Drachenstich
3. Der Ursprung vom Motiv Gut gegen Böse
4. Legenden auf die der Further Drachenstich referenziert
4.1 Die Lindwurm-Sagen
4.2 Die Georgslegenden vom heiligen Sankt Georg
5. Vergleich von Bauers und Schmidts Fassung des Further Drachenstichs
5.1 Die Handlung der beiden Fassungen und ihre Haupt – und Nebenrollen
5.2 Symbolik der Figuren
5.3 Zeitgenössisch-historische Hintergründe der beiden Fassungen
5.4 Hussiten in Bauers Fassung
5.5 Der Further Drache, Fakten über das alte und neue Drachenmodell
5.5.1 Der Drache als Symbol der Gefahr in Schmidts Spiel
5.5.2 Der Drache als Symbol der Gefahr in Bauers Spiel
5.6 Dramaturgie beider Fassungen
6. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das Volksschauspiel "Further Drachenstich" mit besonderem Fokus auf der Darstellung des Motivs "Gut gegen Böse". Dabei wird analysiert, wie sich dieses Motiv in den Fassungen von Heinrich Schmidt und Josef Martin Bauer durch zeitgenössisch-historische Hintergründe und Symbolik unterscheidet.
4.2 Die Georgslegenden vom heiligen Sankt Georg
Der heilige Georg wird seit dem Mittelalter verehrt und hat zwei verschiedene Bedeutungen.
Das Georgslied von Otfrid von Weißenburg im elften Jahrhundert handelt von ihm als Märtyrer und Wundertäter. Erst ab dem zwölften Jahrhundert mit den Kreuzzügen wird Sankt Georg in Verbindung mit dem Drachentöten gebracht.
Eine Sankt Georg Legende besagt, dass der Ritter Georg aus Kappadokien, einer Landschaft in der heutigen Türkei, kam und eine Bindung zu einem Drachen aufbaute, der sich in einer Stadt niedergelassen hatte. Georg kannte den Drachen seit seiner Kindheit. Er spielte mit ihm indem er seinen „Schweifschlägen und Klauen lachend ausgewichen“ ist. Durch diese Beziehung entfernen sich seine Mitbürger von ihm, da diese den Drachen als Ungeheuer ansehen. Sie verstanden nicht, wie Georg Zeit mit diesem „Wurm“ verbringen konnte. Georg sah in dem Drachen aber mehr als nur ein Ungeheuer. Er wusste mehr von ihm als seine Mitbürger wie zum Beispiel, dass der Drache Angst vor Spinnen hatte. Georg wird immer weiter abgestoßen von den Leuten, so dass er weder etwas isst noch etwas trinkt und Geborgenheit bei dem Drachen sucht. Er versuchte die Leute davon zu überzeugen, dass der Drache kein Ungeheuer sei. Dies gelang ihm leider nicht. Somit ging Georg eines Tages alleine zu seinem Drachen. Der Drache spiegelte sich in Georgs Rüstung und griff ihn an, woraufhin Georg den Drachen tötete. Von der Königstochter, die vor dem Drachen gerettet wird, wird in dieser Legende nichts erzählt.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Volksschauspiel "Further Drachenstich" ein, definiert die Forschungsfrage bezüglich der Darstellung von Gut und Böse und skizziert das methodische Vorgehen der Arbeit.
2. Geschichte des Volksschauspiels Further Drachenstich: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung des Further Drachenstichs von den ersten Erwähnungen im 16. Jahrhundert bis hin zur Etablierung als modernes Volksschauspiel nach.
3. Der Ursprung vom Motiv Gut gegen Böse: Hier werden die theologischen und philosophischen Grundlagen des Dualismus von Gut und Böse dargelegt, insbesondere unter Rückgriff auf die Schöpfungsgeschichte.
4. Legenden auf die der Further Drachenstich referenziert: Es werden die zwei zentralen Legendentypen – Lindwurm-Sagen und Sankt-Georgs-Legenden – analysiert, die das Fundament für die Handlung des Festspiels bilden.
5. Vergleich von Bauers und Schmidts Fassung des Further Drachenstichs: Das Hauptkapitel vergleicht die Versionen von Schmidt und Bauer hinsichtlich Handlung, Rollenbesetzung, historischem Kontext, Symbolik und dramaturigischer Gestaltung.
6. Schlussbetrachtung: Die Arbeit resümiert die Ergebnisse und zeigt auf, wie das Spiel durch die Anpassung an zeitgenössische historische Ereignisse eine Brücke zwischen Mythologie und regionaler Identität schlägt.
Further Drachenstich, Volksschauspiel, Gut gegen Böse, Sankt Georg, Lindwurm-Sagen, Heinrich Schmidt, Josef Martin Bauer, Hussitenkriege, Drachentöter, Tradition, Symbolik, Identität, Volkskultur, Dramaturgie, Historische Hintergründe.
Die Arbeit untersucht das Traditions-Volksschauspiel "Further Drachenstich" und analysiert die verschiedenen Fassungen des Stücks im Hinblick auf ihre thematische Ausgestaltung.
Im Zentrum stehen die historische Entwicklung des Stücks, die mythologischen Ursprünge der Drachenlegenden sowie der Vergleich zweier bedeutender Fassungen vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen Zeitgeschichte.
Die Arbeit möchte untersuchen, wie das archetypische Motiv "Gut gegen Böse" in den unterschiedlichen Inszenierungen des Further Drachenstichs dargestellt wird und wie historische Ereignisse diesen Dualismus beeinflusst haben.
Die Autorin nutzt eine vergleichende literaturwissenschaftliche und historische Analyse, um die Fassungen von Schmidt und Bauer auf inhaltliche, dramaturgische und symbolische Unterschiede hin zu untersuchen.
Der Hauptteil widmet sich der Gegenüberstellung der Fassungen von Schmidt und Bauer, analysiert die Bedeutung von Figuren und Symbolen sowie die Einbettung der historischen Rahmenbedingungen (z.B. Kreuzzüge, Hussitenkriege).
Wichtige Begriffe sind unter anderem Further Drachenstich, Volksschauspiel, Gut gegen Böse, Drachenmodell, Historische Hintergründe und Symbolik.
Die beiden Fassungen spiegeln unterschiedliche gesellschaftspolitische Kontexte wider – während Schmidts Fassung stark von religiösen Motiven geprägt ist, integriert Bauers Fassung regionale und zeitgenössische historische Bezüge stärker.
Der Drache fungiert als vielschichtiger Symbolträger: Bei Schmidt korrespondiert er häufig mit einer Bedrohung von außen, während er bei Bauer stärker auf die zeitgenössische Ängste, etwa den Kommunismus oder gesellschaftliche Instabilität, referenziert.
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