Bachelorarbeit, 2019
79 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Zielsetzung
1.3 Methodische Vorgehensweise
2. Der Abgasskandal
2.1 Technischer Hintergrund der Manipulation
2.2 Chronologischer Überblick des Abgasskandals
3. Theoretische Grundlagen der Bilanzanalyse
3.1 Begriffsbestimmung und Abgrenzung
3.2 Ziele der Bilanzanalyse
3.3 Aufgaben und Adressaten
3.4 Formen und Methoden der Bilanzanalyse
3.5 Informationsquellen und Grenzen der externen Bilanzanalyse
3.6 Teilgebiete der Bilanzanalyse und ihre Kennzahlen
3.6.1 Übersicht der Analysefelder
3.6.2 Erfolgswirtschaftliche Bilanzanalyse
3.6.3 Finanzwirtschaftliche Bilanzanalyse
3.6.4 Strategische Bilanzanalyse
3.7 Vorgehensweise bei einer Bilanzanalyse
4. Bilanzanalyse der deutschen Automobilindustrie
4.1 Vorbereitende Schritte der Bilanzanalyse
4.1.1 Festlegung des Analyseobjektes
4.1.2 Adressatenermittlung, Zielformulierung und –definition
4.1.3 Datenbeschaffung und –aufbereitung
4.2 Operative Durchführung
4.2.1 Erfolgswirtschaftliche Analyse
4.2.1.1 Vertriebskostenintensität
4.2.1.2 F&E-Intensität
4.2.1.3 EBIT
4.2.1.4 Umsatzrentabilität
4.2.1.5 Eigenkapitalrentabilität
4.2.1.6 Gesamtkapitalrentabilität
4.2.1.7 Kurs-Gewinn-Verhältnis
4.2.1.8 Aktienrendite
4.2.1.9 Kurs-Buchwert-Verhältnis
4.2.2 Finanzwirtschaftliche Analyse
4.2.2.1 Eigenkapitalquote
4.2.2.2 Intensität des immateriellen Vermögen
4.2.2.3 Kreditorenquote
4.2.2.4 Cash Conversion Cycle
4.2.2.5 Umschlagsdauer der fertigen Erzeugnisse
4.2.2.6 Cashflow-Marge
4.2.2.7 Innenfinanzierungskraft
4.2.3 Strategische Analyse
4.2.3.1 Strategische Herausforderungen der Automobilindustrie
4.2.3.2 BMW
4.2.3.3 Continental
4.2.3.4 Daimler
4.2.3.5 Volkswagen
4.3 Zwischenergebnis
5. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des Abgasskandals auf die wirtschaftliche Lage der deutschen Automobilindustrie. Durch eine investororientierte Bilanzanalyse der Unternehmen BMW, Continental, Daimler und Volkswagen für den Zeitraum von 2014 bis 2018 wird beurteilt, wie der Dieselskandal die finanzielle Performance beeinflusst hat und welche zukünftigen strategischen Entwicklungen sich daraus ableiten lassen.
2.1 Technischer Hintergrund der Manipulation
Auslöser für den Dieselabgasskandal war die von den Automobilherstellern millionenfach vorgenommene Manipulation ihrer Motoren-Steuerungssoftware. Diese verwendeten bei Diesel-Modellen die von Bosch programmierte Manipulationssoftware, mit Hilfe deren die Fahrzeug-Sensorik erkennt, ob sich das Auto auf der Straße oder auf einem Motorenprüfstand befindet. Wird nun auf einem Teststand eine Abgasüberprüfung durchgeführt, so schaltet der Computer automatisch eine Emissionskontrolle zu, welche durch die volle Aktivierung der vorhandenen Katalysatoren den Stickoxid-Ausstoß erheblich verringert. Diese Kontrolle führt jedoch zu einer verminderten Dynamik des Fahrzeugs. Zugunsten eines geringeren Kraftstoffverbrauchs und einer höheren Leistung wird bei den manipulierten Fahrzeugen im Normalbetrieb das Emissions-Kontrollsystem abgeschaltet. Die Katalysatoren werden hierbei nur eingeschränkt in Anspruch genommen. Folgen dieser Manipulation sind Stickoxid-Werte, welche laut US-Umweltbehörde Environmental Protection Agency (EPA) die zulässige Grenze um teilweise das 40-Fache übersteigen. Die Funktion, dass im Alltag weniger Abgase ausgestoßen werden als bei den Emissionstests, wird von der EPA als Abschalteinrichtung bezeichnet.
1. Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die durch den Dieselskandal ausgelöste Krisensituation der deutschen Automobilbranche und definiert die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2. Der Abgasskandal: Dieses Kapitel erläutert den technischen Hintergrund der Manipulationssoftware und gibt einen chronologischen Überblick über die Ereignisse von September 2015 bis November 2018.
3. Theoretische Grundlagen der Bilanzanalyse: Hier werden die theoretischen Ansätze der externen Bilanzanalyse, ihre Aufgaben, Methoden sowie die verschiedenen Kennzahlen zur Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dargelegt.
4. Bilanzanalyse der deutschen Automobilindustrie: In diesem praktischen Teil werden die Jahresabschlüsse der ausgewählten Unternehmen BMW, Continental, Daimler und Volkswagen unter Verwendung der zuvor definierten Kennzahlen detailliert analysiert und strategisch bewertet.
5. Fazit und Ausblick: Das Kapitel fasst die ökonomischen und strategischen Erkenntnisse der Bilanzanalyse zusammen und gibt eine Prognose zur zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung der Branche ab.
Automobilindustrie, Dieselskandal, Bilanzanalyse, Kennzahlenrechnung, Jahresabschluss, Elektromobilität, Umsatzrentabilität, EBIT, Finanzielle Stabilität, Strategische Analyse, Transformation, Aktienrendite, Unternehmenssteuerung, Risikomanagement, Kapitalmarkt
Die Arbeit analysiert kritisch die wirtschaftliche Entwicklung der deutschen Automobilindustrie nach dem Bekanntwerden des Dieselskandals im Jahr 2015.
Die Arbeit behandelt die finanzwirtschaftliche, erfolgswirtschaftliche und strategische Bilanzanalyse ausgewählter Automobilunternehmen unter Berücksichtigung der Auswirkungen der Abgasaffäre.
Das primäre Ziel ist es, durch eine fundierte Bilanzanalyse zu untersuchen, welchen konkreten Einfluss der Dieselskandal auf die wirtschaftliche Entwicklung der Branche hatte.
Die Untersuchung nutzt die Methode der investororientierten externen Bilanzanalyse unter Anwendung diverser betriebswirtschaftlicher Kennzahlen, gestützt durch ein Presse- und Literaturstudium.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Bilanzanalyse sowie deren praktische Anwendung auf die Unternehmen BMW, Continental, Daimler und Volkswagen für den Zeitraum von 2014 bis 2018.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Abgasskandal, Bilanzanalyse, Rentabilität, Transformation und Elektromobilität charakterisiert.
Besonders im Jahr 2015 führte der Skandal zu massiven negativen Sondereinflüssen und einem historischen Verlust, bevor der Konzern ab 2016 wieder eine Stabilisierung der Ertragslage erreichte.
Continental dient als Automobilzulieferer als Referenzwert für „unbeteiligte“ Unternehmen, zeigt jedoch ebenfalls, wie indirekte Belastungen durch neue Testverfahren und Marktanforderungen die Bilanz beeinflussen.
Der Transformationsdruck hin zu elektrifizierten Antrieben, die Digitalisierung, Automatisierung und Shared Mobility stellen die Branche vor einen kostenintensiven strukturellen Umbruch.
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