Bachelorarbeit, 2017
46 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Stand der bisherigen Forschung
2.1 Werteffekte der Underlying Securities
2.2 Volatilität der Underlying Securities
2.3 „A Dynamic Equilibrium Model of ETFs“ – Ein theoretisches Modell
3 Daten und deskriptive Statistik
3.1 Datensatz
3.2 Variablen
3.3 Deskriptive Statistik
4 Methodik
4.1 Einzelregressionen
4.1.1 Rendite
4.1.2 Volatilität
4.2 Panelregressionen
4.2.1 Pooled OLS-Regression
4.2.2 Random Effects Modell
5 Empirische Auswertung
5.1 Einzelregressionen
5.1.1 Rendite
5.1.2 Volatilität
5.2 Panelregressionen
5.2.1 Pooled OLS-Regression Rendite
5.2.2 Random Effects Modell Volatilität
6 Volatilitätsschätzung mit GARCH(1,1)
6.1 Theoretisches Konzept
6.2 Empirische Auswertung
7 Fazit
Die Arbeit untersucht den Einfluss von Exchange-Traded Funds (ETFs) auf die Rendite und Volatilität ihrer zugrundeliegenden Aktienmärkte (Underlying Securities) in den sieben wirtschaftsstärksten EU-Ländern. Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob ETFs, die nationale Aktienleitindizes replizieren, eine Prognosekraft hinsichtlich der Performance und Volatilität dieser Indizes im Folgemonat aufweisen.
1 Einleitung
Exchange-Traded Funds (ETFs) haben in den vergangenen Jahren in der Investmentbranche immer mehr an Bedeutung gewonnen. Ab Januar 1993 wurde der S&P 500 Depository Receipt (umgangssprachlich auch SPIDER genannt) als Erster seiner Art an der New York Stock Exchange gehandelt. Er bildet den S&P 500 Index ab. Seitdem ist die Anzahl dieser Investmentfonds rapide gewachsen. In Europa startete der Börsenhandel mit Indexfonds im Jahr 2000 in den Ländern Deutschland, Schweden, Großbritannien, Israel und der Schweiz (Vgl. Lamprecht, 2010, S.23). Statista zählte Ende 2016 weltweit 4779 ETFs mit einem Fondsvermögen von insgesamt 3,422 Billionen US-Dollar. Abbildung 1 im Anhang zeigt die Entwicklung der weltweiten Anzahl an ETFs zwischen 2003 und 2016. Hier wird deutlich, dass sich diese Art von Investmentfonds unter Investoren stetig steigender Beliebtheit erfreut und kein Wachstumsende in Sicht ist.
ETFs sind in der Regel passiv verwaltete Index-Fonds, die jede mögliche Art von Index replizieren und deren Fondvermögen demzufolge aus einem Underlying (auch Underlying Securities), also einem zugrundeliegenden Wertpapierkorb besteht. Dabei wird entweder ein Index (z.B. S&P 500), ein industriespezifischer Index (z.B. NASDAQ), ein länderspezifischer Index (z.B. DAX) oder ein Rohstoffindex (z.B. Solactive Agriculture Index) so gut wie möglich nachgebildet. Es existieren auch ETFs die in Anleihen investieren, in dieser Arbeit werden jedoch nur Equity-ETFs untersucht. Das Ziel eines solchen Fonds ist es, die Performance des zugrundeliegenden Indexes möglichst exakt zu reproduzieren. ETFs sind, wie der Name schon sagt, frei an der Börse handelbar (Vgl. Lamprecht, 2010, S. 24ff). Um die Performance eines ETFs zu bewerten, wird als Kennzahl der Tracking Error (TE) verwendet. Die in der Industrie am weitesten verbreitete Definition ist die Standardabweichung der Differenzen zwischen ETF-Rendite und Indexrendite (Vgl. Frino und Gallagher, 2001).
1 Einleitung: Diese Einführung erläutert die wachsende Bedeutung von ETFs im Investmentbereich, definiert ihre Funktionsweise als passiv verwaltete Instrumente und leitet die Forschungsfrage bezüglich ihrer Prognosekraft für Aktienmärkte ab.
2 Stand der bisherigen Forschung: Das Kapitel gibt einen Überblick über existierende Studien zu Werteffekten und der Volatilität von Underlying Securities durch ETFs und stellt das theoretische Modell von Malamud (2015) vor.
3 Daten und deskriptive Statistik: Hier werden der Datensatz der sieben untersuchten EU-Länder, die Auswahl der Variablen sowie die deskriptive statistische Analyse der Renditen und Volatilitäten präsentiert.
4 Methodik: Dieses Kapitel beschreibt die verwendeten statistischen Modelle, darunter Einzelzeitreihenregressionen, Pooled OLS-Modelle sowie Random Effects Modelle zur Paneldatenanalyse.
5 Empirische Auswertung: Die Regressionsergebnisse für Rendite und Volatilität werden auf Länder- sowie Panelebene dargestellt, wobei die Prognosekraft der ETFs für die Volatilität hervorgehoben wird.
6 Volatilitätsschätzung mit GARCH(1,1): Ein Robustheitstest mittels GARCH(1,1)-Modell wird durchgeführt, um die Ergebnisse der vorangegangenen linearen Schätzungen zur Volatilitätsübertragung zu verifizieren.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, wonach ETFs zwar kaum Prognosekraft für Renditen besitzen, jedoch eine signifikante Vorhersagefunktion für die Volatilität der zugrundeliegenden Indizes ausüben.
Exchange-Traded Funds, ETFs, Aktienmärkte, Rendite, Volatilität, Finanzcontrolling, Prognosemodell, Panelregression, GARCH-Modell, Underlying Securities, Indexreplikation, Tracking Error, Finanzkrise, Arbitrage, Aktienleitindizes
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen börsengehandelten Indexfonds (ETFs) und den Aktienmärkten, die diesen zugrunde liegen, mit besonderem Fokus auf europäische Leitindizes.
Die Arbeit behandelt die Performance-Messung durch Renditen, die Volatilitätsanalyse sowie die Interaktion zwischen ETFs und den replizierten Basiswerten unter Berücksichtigung von Marktstörungen wie der Finanzkrise.
Ziel ist es zu klären, ob ETFs als Indikatoren fungieren können, deren aktuelle Rendite oder Volatilität Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung der zugrundeliegenden nationalen Aktienindizes zulässt.
Es werden Zeitreihenregressionen und Paneldatenanalysen (Pooled OLS und Random Effects Modelle) eingesetzt. Zur Robustheitsprüfung wird zudem ein GARCH(1,1)-Modell verwendet.
Der Hauptteil umfasst die methodische Herleitung, die Datenaufbereitung, die empirische Durchführung der Regressionen für jedes Land sowie die aggregierte Panel-Analyse und GARCH-Modellierung.
Wichtige Begriffe sind ETFs, Volatilität, Prognosekraft, Panelregression, GARCH-Modelle und Aktienleitindizes.
Die Krise dient als Kontrollvariable in Form einer Dummy-Variable, um sicherzustellen, dass die außergewöhnlich hohen Marktschwankungen im Jahr 2008 die statistische Analyse nicht verfälschen.
Das GARCH-Modell dient als Robustheitstest, da Finanzzeitreihen oft Volatilitätscluster aufweisen, die durch eine einfache lineare Regression möglicherweise nicht vollständig erfasst werden.
Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass ETFs kaum eine signifikante Prognosekraft für die Renditen der zugrundeliegenden nationalen Aktienindizes besitzen.
Ja, die Ergebnisse zeigen empirisch, dass die Volatilität eines ETFs die Volatilität des zugrundeliegenden Aktienindexes im Folgemonat bis zu einem gewissen Grad prognostizieren kann.
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