Diplomarbeit, 2005
128 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Begriffsklärungen und Definitionen
2.1 Bilinguismus
2.2 Diglossie
2.2.1 Der Diglossie-Begriff nach Ferguson
2.2.2 Der Diglossie-Begriff nach Fishman
3 Spanisch in den USA
3.1 Hispanics in den USA
3.1.1 Geschichte
3.1.2 Heutige Situation
3.1.2.1 Verbreitung
3.1.2.2 Altersstruktur
3.1.2.3 Bildung und Beschäftigung
3.1.3 Hauptgruppen der Hispanics
3.1.3.1 Mexikaner
3.1.3.2 Puerto Ricaner
3.1.3.3 Kubaner
3.1.3.4 Weitere Hispanics
3.2 Die spanische Sprache in den USA
4 Kubaner in Südflorida
4.1 Geschichte der Immigration
4.1.1 Immigration vor 1959
4.1.2 Immigration seit 1959 bis heute
4.1.2.1 „Golden Exiles“: Januar 1959 bis Oktober 1962
4.1.2.2 Luftbrücke „Freedom Flights“: September 1965 bis April 1973
4.1.2.3 Flucht von Mariel: April 1980 bis Oktober 1980 und die Zeit danach bis 1994
4.1.2.4 Balseros 1994
4.1.2.5 Seit 1994 bis heute
4.2 Die Enklave in Miami
4.2.1 Die Entstehung der Enklave
4.2.2 Faktoren zur Erklärung des wirtschaftlichen Erfolgs der Kubaner
4.2.2.1 Politische Identität
4.2.2.2 Schichtzugehörigkeit
4.2.2.3 Geographische Konzentration in Südflorida
4.2.2.4 Verlass auf informelle Netzwerke und den privaten Sektor
4.2.2.5 Traditionelle Rolle der Familie
4.2.2.6 Miamis Lage mit Bezug zu Lateinamerika
4.3 Lebensumstände der Kubaner heute in Miami/Dade County
4.3.1 Demographische Merkmale
4.3.2 Bildung, Beschäftigung, politischer Standpunkt
5 Das kubanisch-amerikanische Spanisch
5.1 Phonologie
5.1.1 Charakteristische Merkmale des kubanischen Spanisch
5.1.2 Phonetische Veränderungen durch den Einfluss des Englischen
5.2 Morphosyntax
5.2.1 Artikel
5.2.2 Substantive
5.2.3 Adjektive
5.2.4 Pronomina
5.2.5 Verben
5.2.6 Invariable Bestandteile: Adverbien, Präpositionen, Konjunktionen, Interjektionen
5.3 Lexikon
5.3.1 Lehnwörter
5.3.2 Bedeutungsentlehnungen und Lehnübersetzungen
5.3.2.1 Eingliedrige Entlehnungen
5.3.2.2 Mehrgliedrige Entlehnungen
5.4 Sprachgebrauch
5.4.1 Verwendung des Spanischen in Miami/Dade County
5.4.2 Bilinguismus und Diglossie in Südflorida
5.4.3 Einstellungen gegenüber der spanischen Sprache
5.4.4 Sprachpolitik in Miami/Dade County
5.5 Aufrechterhaltung des Spanischen
6 Analyse des El Nuevo Herald und des The Miami Herald
6.1 Hispanische Medien in Miami/Dade County
6.1.1 Radio und TV
6.1.2 Printmedien
6.2 Miamis größte Tageszeitungen
6.2.1 Das Unternehmen Knight Ridder
6.2.2 The Miami Herald
6.2.3 El Nuevo Herald
6.3 Vergleich El Nuevo Herald und The Miami Herald
6.3.1 Aufbau der beiden Zeitungen
6.3.2 Themen und Autoren
6.3.3 Kleinanzeigenmarkt
6.4 Sprachliche Besonderheiten in El Nuevo Herald
6.4.1 Morphosyntax
6.4.1.1 Artikel
6.4.1.2 Substantive
6.4.1.3 Adjektive
6.4.1.4 Pronomina
6.4.1.5 Verben
6.4.1.6 Invariable Bestandteile: Adverbien, Präpositionen, Konjunktionen, Interjektionen
6.4.2 Lexikon
6.4.3 Weitere Auffälligkeiten
7 Schlussbemerkung: Spracherhalt oder Sprachverlust?
Diese Arbeit analysiert die soziolinguistische Situation der kubanischen Einwanderer in Südflorida. Ziel ist es, den Gebrauch des Spanischen durch die Cuban-Americans zu untersuchen und zu bewerten, inwiefern die spanische Sprache trotz des englischsprachigen Umfelds im Alltag sowie in den Medien erhalten bleibt.
4.2.2.1 Politische Identität
Das wichtigste Band, das die kubanische Enklave zusammenhält, ist fraglos das gemeinsame Identitätsgefühl der Cuban-Americans. Die Leidenschaft, mit der sie an ihren politischen Eigenschaften als Exilanten festhielten, prägte ihre Orientierung und bestimmte ihre Entscheidung in Miami zu bleiben und den Niedergang Fidel Castros abzuwarten. Als sie erkannten, dass eine Rückkehr so schnell nicht möglich war, versuchten sie, ihr Leben in den USA wieder aufzubauen, ohne ihre Kernwerte aufzugeben. Sie feierten die Eröffnung jedes kubanischen Unternehmens als Sieg der freien Marktwirtschaft über den Kommunismus.
Our sense of identity was related to our economic success. If we had not kept together; if we had disseminated throughout the United States; if we had blended with the surrounding community; if we had not built an enclave of our own; if we had not created a market for ourselves, then we would not have been economically successful.
Da sie von der US-Regierung als politische Flüchtlinge angesehen wurden, erhielten sie außerdem finanzielle Unterstützung, welche die anderen Immigrantengruppen nicht bekamen. Neben den Regierungsprogrammen errichtete vor allem die CIA in Miami einen sehr großen Stützpunkt mit dem Ziel, Castro mit Hilfe der Exilkubaner zu stürzen. Viele waren bei der CIA beschäftigt und erhielten dadurch ein Einkommen, das später als Startkapital für eigene Unternehmen diente.
1 Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage und der Relevanz der spanischen Sprache in Südflorida.
2 Begriffsklärungen und Definitionen: Theoretische Abgrenzung der Konzepte Bilinguismus und Diglossie für die soziolinguistische Analyse.
3 Spanisch in den USA: Überblick über die historische Entwicklung und die gegenwärtige Situation hispanischer Bevölkerungsgruppen in den USA.
4 Kubaner in Südflorida: Darstellung der Einwanderungsgeschichte der Kubaner sowie der Entstehung der wirtschaftlichen Enklave in Miami.
5 Das kubanisch-amerikanische Spanisch: Detaillierte linguistische Untersuchung der Besonderheiten in Phonologie, Morphosyntax und Lexikon.
6 Analyse des El Nuevo Herald und des The Miami Herald: Empirische Untersuchung des Sprachgebrauchs in den führenden Tageszeitungen Miamis.
7 Schlussbemerkung: Spracherhalt oder Sprachverlust?: Synthese der Ergebnisse hinsichtlich der Zukunftsperspektiven des Spanischen in Südflorida.
Südflorida, Miami, Kubaner, Cuban-Americans, Bilinguismus, Diglossie, Spanisch, Sprachgebrauch, Enklave, El Nuevo Herald, Medienanalyse, Immigration, Sprachpolitik, Morphosyntax, Lehnwörter.
Die Arbeit untersucht die sprachliche Situation der kubanischen Bevölkerungsgruppe in Südflorida, insbesondere unter Berücksichtigung der sozioökonomischen Faktoren, die den Erhalt der spanischen Sprache in dieser Region beeinflussen.
Die zentralen Themen umfassen die Immigrationsgeschichte der Kubaner, die soziolinguistische Struktur der Enklave in Miami, linguistische Besonderheiten des kubanisch-amerikanischen Spanisch sowie die Rolle der Medien in diesem Prozess.
Das Ziel der Arbeit ist es, aufzuzeigen, wie und warum sich das Spanische als lingua franca der Wirtschaft in Südflorida etablieren konnte und ob es langfristig erhalten bleibt oder durch Assimilation verloren geht.
Neben einer umfangreichen Literatur- und Theorieanalyse nutzt die Arbeit eine empirische Inhaltsanalyse der Zeitungen El Nuevo Herald und The Miami Herald, um sprachliche Besonderheiten und Nutzungsmuster konkret zu belegen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Darstellung der Einwanderungsgeschichte, die soziologische Erklärung für den wirtschaftlichen Erfolg der Kubaner ("Enklaven-Ökonomie") sowie eine linguistische Zerlegung der Sprachmerkmale.
Die Untersuchung wird durch Begriffe wie Südflorida, kubanische Enklave, Bilinguismus, Sprachwandel und Medienpräsenz charakterisiert.
In der Zeitung zeigen sich deutliche Einflüsse des Englischen durch Lehnwörter, Bedeutungsentlehnungen und morphosyntaktische Anpassungen, die in Spanien nicht üblich sind, in Miami jedoch zur Norm gehören.
Die wirtschaftliche Enklave in Miami ermöglicht es Kubanern, in vielen Lebensbereichen komplett auf Spanisch zu interagieren, was den Zwang zur Assimilation an die englische Sprache stark verringert.
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