Bachelorarbeit, 2019
50 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Bilanzielle Behandlung von Forschungs- und Entwicklungskosten nach IAS 38
2.1. Ansatz von Forschungs- und Entwicklungskosten nach IAS 38
2.2. Bewertung von Forschungs- und Entwicklungskosten nach IAS 38
3. Definition und Messung der Wertrelevanz von Rechnungslegungsinformationen
4. Empirische Untersuchungen zur Wertrelevanz von aktivierten Forschungs- und Entwicklungskosten
4.1. Untersuchung der Wertrelevanz anhand des Markwertes
4.2. Untersuchung der Wertrelevanz anhand des Aktienkurses
4.3. Untersuchung der Wertrelevanz anhand der Aktienrendite
4.4. Einfluss von opportunistischen Verhalten von Managern auf die Wertrelevanz von aktivierten Forschungs- und Entwicklungskosten
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die bilanzielle Abbildung von Forschungs- und Entwicklungskosten (F&E) gemäß den Vorschriften des IAS 38 wertrelevant für Investoren am Kapitalmarkt ist und welche Rolle dabei der Ermessensspielraum des Managements spielt.
4. Empirische Untersuchungen zur Wertrelevanz von aktivierten Forschungs- und Entwicklungskosten
Nachdem die Grundzüge des IAS 38 bekannt sind und der Begriff Wertrelevanz abgegrenzt ist, kann die Frage untersucht werden, ob die Rechnungslegungsvorschriften nach IAS 38 und damit die anteilige Aktivierung von Entwicklungskosten sowie die Aufwandserfassung von F&E-Ausgaben wertrelevante Informationen zu Verfügung stellen. Im ständigen Konflikt zwischen Objektivität und Relevanz bei der Abbildung von F&E-Ausgaben, vertritt der ISAB durch den IAS 38 die Seite der Relevanz. F&E-Ausgaben werden als Investition von Zeit und Geld gesehen, die dem Unternehmen in Zukunft einen Vorteil gegenüber den Konkurrenten verschaffen können und enthalten somit Informationen über den Unternehmenswert, der den Jahresabschlussadressaten nicht vorenthalten werden sollte. Durch die verschiedenen Ansatzkriterien des IAS 38 versucht der IASB einen Ausgleich zwischen Relevanz und Verlässlichkeit der Rechnungslegung zu erreichen. Aufgrund der Argumentation des IASB wird die Hypothese aufgestellt, dass F&E-Ausgaben, wenn sie nach den Vorschriften des IAS 38 abgebildet werden, wertrelevant sind.
Bei den Untersuchungen muss jedoch ein besonderes Augenmerk auf die Ermessensspielräume des IAS 38 gelegt werden, da durch diese die Wertrelevanz eingeschränkt werden könnte. Angesichts der Relevanz dieser Untersuchung für die Standardsetter gibt es ein breites Spektrum an Literatur, das sich mit der Untersuchung von Wertrelevanz von F&E-Ausgaben beschäftigt. Die Wertrelevanz wird im Folgenden anhand verschiedener Börsendaten, wie Marktwert, Aktienkurs sowie Aktienrendite untersucht.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die wachsende Bedeutung immaterieller Vermögenswerte und die Schwierigkeiten der Rechnungslegung, diese korrekt abzubilden, insbesondere hinsichtlich der kontroversen Behandlung von F&E-Kosten.
2. Bilanzielle Behandlung von Forschungs- und Entwicklungskosten nach IAS 38: Es werden die strengen Ansatzkriterien und Bewertungsvorschriften für selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte erläutert, wobei ein Fokus auf dem durch den Standard eingeräumten Ermessensspielraum liegt.
3. Definition und Messung der Wertrelevanz von Rechnungslegungsinformationen: Dieses Kapitel definiert Wertrelevanz im Kontext der Kapitalmarktrelevanztheorie und stellt das Feltham-Ohlsen-Modell als zentrales methodisches Instrument für die empirische Analyse vor.
4. Empirische Untersuchungen zur Wertrelevanz von aktivierten Forschungs- und Entwicklungskosten: In verschiedenen Teilkapiteln wird auf Basis von Marktwerten, Aktienkursen und Renditen analysiert, ob die Aktivierung von F&E-Kosten als wertrelevantes Signal wahrgenommen wird und inwiefern Manager dieses zur Ergebnissteuerung nutzen.
5. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass die bilanzielle Behandlung von F&E-Kosten nach IAS 38 zwar wertrelevant ist, aber die Qualität der Information durch potenzielle opportunistische Gestaltungsspielräume des Managements beeinflusst wird.
IAS 38, Forschungs- und Entwicklungskosten, F&E, Wertrelevanz, Rechnungslegung, Aktivierung, Kapitalmarkt, Feltham-Ohlsen-Modell, Immaterielle Vermögenswerte, Ergebnissteuerung, Management, Bilanzpolitik, Unternehmenswert, Aktienrendite, Rechnungslegungsstandard.
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob die Aktivierung von Forschungs- und Entwicklungskosten gemäß IAS 38 für Investoren wertrelevante Informationen liefert oder ob der Ermessensspielraum bei der Aktivierung das Bild der wirtschaftlichen Lage verzerren kann.
Die zentralen Themen umfassen die regulatorischen Anforderungen an die Bilanzierung immaterieller Werte nach IFRS, die Messung von Wertrelevanz anhand von Börsendaten sowie die Analyse von Anreizen zur Ergebnissteuerung durch das Management.
Das primäre Ziel ist zu klären, ob die nach IAS 38 aktivierten Kosten tatsächlich eine Aussagekraft über zukünftige Ertragspotenziale eines Unternehmens besitzen und somit als wertrelevant für den Kapitalmarkt einzustufen sind.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung zahlreicher empirischer Studien, die zur Überprüfung der Wertrelevanz schwerpunktmäßig das Feltham-Ohlsen-Modell sowie Regressionsanalysen verwenden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Ansatz- und Bewertungsregeln nach IAS 38, gefolgt von einer kritischen empirischen Analyse der Wertrelevanz unter Einbeziehung verschiedener Börsenkennzahlen wie Marktwert, Aktienkurs und Rendite.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie IAS 38, F&E-Aktivierung, Wertrelevanz, Ergebnissteuerung, Feltham-Ohlsen-Modell und Kapitalmarktreaktion charakterisiert.
Die Ergebnisse sind heterogen: Während eine Mehrheit der Studien eine grundlegende Wertrelevanz bestätigt, deuten viele Untersuchungen darauf hin, dass ein echtes Wahlrecht für Manager die Informationsqualität erhöhen könnte, da dies den Ermessensspielraum legitimiert und für Investoren transparenter macht.
Einige Studien identifizieren Anreize für Manager, Aktivierungen zur Ergebnissteuerung zu nutzen, insbesondere bei Unternehmen unter Erfolgsdruck oder mit schwachen Bilanzkennzahlen, wobei jedoch einige Forscher auch zu dem Schluss kommen, dass der Markt in der Lage ist, dieses Verhalten zu antizipieren und entsprechende Korrekturen vorzunehmen.
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