Bachelorarbeit, 2018
41 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Problemdarstellung
3. Stand der Forschung
3.1 Methodik der Datenerhebung und Datenauswertung
3.2 Grundlagen der Kommunikation und Gesprächsführung
3.2.1 Was ist Kommunikation?
3.2.2 Bedeutung und Inhalte der Pflegeübergabe in einem Hospiz
3.2.3 Die Bedeutung kommunikativer Kompetenz im hospizlichen Setting bezogen auf die Pflegeübergabe
3.3 Rahmenbedingungen und gesetzliche Grundlagen für die Pflegeübergabe
3.4 Vorstellung der Praxisprojektarbeit: „Evaluation der Dienstübergabe am Beispiel der Hospiz Nordheide gGmbH“
3.4.1 Kurzdarstellung und Zusammenfassung der Ergebnisse
4. Welche Faktoren können den Kommunikationserfolg im Allgemeinen und bezogen auf die Pflegeübergabesituation im Hospiz positiv oder negativ beeinflussen?
4.1 Mögliche Störfaktoren bei der Pflegeübergabe
4.2 Schwierigkeiten oder Hindernisse in der Kommunikation zwischen den Pflegekräften
4.3 Voraussetzungen und Hilfen für eine „gelungene“ Kommunikation
5. Kommunikationshilfen – Kommunikationstools
5.1 Grundsätzliches für eine wirksame Informationsweitergabe
5.2 Das SBAR-Konzept – Vorstellung und Stand der Forschung
5.3 Mögliche Struktur der Pflegeübergaben im Hospiz mit SBAR als Tool zur fokussierten Kommunikation
5.4 Modellvorstellung des Übergabeablaufes im Hospiz in Anlehnung an das SBAR-Konzept
5.4.1 SBAR-Anwendungsbeispiel für die Pflegeübergabe in einem Hospiz
6. Zusammenfassung, Diskussion und Schlussfolgerungen
Die Bachelorarbeit untersucht, wie eine strukturierte Kommunikation den Ablauf von Dienstübergaben in einem Hospiz optimieren kann, um Informationsverluste zu minimieren und die Zufriedenheit von Patienten, Angehörigen und Mitarbeitern zu steigern. Ausgehend von einer Evaluation der bestehenden Übergabesituation wird ein auf dem SBAR-Modell basierendes Konzept entwickelt und angepasst.
3.2.2 Bedeutung und Inhalte der Pflegeübergabe in einem Hospiz
Eine Übergabe kann auch als Informationsinstrument bezeichnet werden. Sie dient dazu, die pflegerische Versorgung eines Patienten/eines Gastes kontinuierlich und lückenlos sicherzustellen. Sie ist in den jeweiligen pflegerischen Settings in der Regel ritualisiert, unerlässlich und gehört zwingend zum Pflegealltag. Neben der Weitergabe von patientenbezogenen Informationen müssen hier auch organisatorische Fragen, wie Dienstplangestaltung, Regelung von Arbeitsabläufen, sowie die Erfahrung von Lob, Wertschätzung oder kritische Anmerkungen für die geleistete Arbeit, Raum bekommen (vgl. Blanck & Zittlau 2017, S. 10ff). Oft wird der Übergabe auch eine „psychohygienische Funktion“ zugesprochen. Sie dient als „Ventilfunktion“ der notwendigen emotionalen Entlastung der Pflegekräfte.
Sabine Walther (1987) kam in ihrer Studie ebenfalls zu dem Ergebnis, dass Pflegende in vor allem in der Übergabesituation die Chance nutzen, neben der sachbezogenen Informationsvermittlung auch ihren Unmut über verschiedene Themen im Pflegealltag kundzutun (vgl. Walther 1987, S.177ff). Je nachdem in welchem Setting Pflegende arbeiten, gestalten sich auch die Dienstübergaben inhaltlich und formell unterschiedlich. Im Hospiz Nordheide gGmbH wird überwiegend eine patientenferne Übergabe in einem für alle einzusehenden „Dienstzimmer“ durchgeführt. Es wird mit Unterstützung durch die computergestützte Pflegedokumentation über den Patienten/Gast und seine/ihre An- und Zugehörigen gesprochen und nicht mit ihm oder ihr. Dadurch erfolgt eine subjektive Situationseinschätzung durch die zuständige Pflegefachkraft.
Der Patient /der Gast wird nicht unmittelbar erlebt, sondern es wir über ihn/sie berichtet (vgl. Blanck & Zittlau 2017, S. 12). Eine Übergabe besteht immer aus einer Vielzahl von unterschiedlichen Informationen, welche oft ohne das Setzen von Prioritäten oder Struktur weitergeben werden. Es findet häufig keine Unterscheidung von wichtigen zu unwichtigen Informationen seitens der Pflegkräfte statt und ist stets von subjektiven Interpretationen geprägt. Das Zusammenführen von verschiedenen Informationen bildet jedoch die Grundlage für die weiterführende Pflege und den daraus abzuleitenden Pflegeprozess.
1. Einleitung: Diese Einführung thematisiert die fundamentale Bedeutung von Kommunikation im Pflegealltag und leitet die Forschungsfrage nach einer strukturierten Übergabegestaltung im Hospiz ab.
2. Problemdarstellung: Hier wird der Anlass für die Arbeit dargelegt, der aus einem Praxisprojekt entstand, in welchem Informationsverluste und unstrukturierte Übergaben identifiziert wurden.
3. Stand der Forschung: Dieses Kapitel behandelt theoretische Grundlagen der Kommunikation, die Bedeutung der Pflegeübergabe sowie die Methodik der Datenerhebung für die Praxisprojektarbeit.
4. Welche Faktoren können den Kommunikationserfolg im Allgemeinen und bezogen auf die Pflegeübergabesituation im Hospiz positiv oder negativ beeinflussen?: Hier werden äußere und innere Störfaktoren sowie personenbedingte Hindernisse in der Kommunikation detailliert analysiert und diskutiert.
5. Kommunikationshilfen – Kommunikationstools: Das Kapitel führt das SBAR-Konzept als Instrument ein, erläutert dessen Nutzen für die Patientensicherheit und zeigt eine Modellanpassung für das hospizliche Setting auf.
6. Zusammenfassung, Diskussion und Schlussfolgerungen: Zum Abschluss werden die Ergebnisse reflektiert, die Notwendigkeit einer praktischen Implementierung betont und ein Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe gegeben.
Pflegeübergabe, Kommunikation, Hospiz, SBAR-Konzept, Pflegedokumentation, Informationsfluss, Teamkommunikation, Patientensicherheit, Palliative Care, Kommunikationsstörungen, Dienstübergabe, Qualitätsmanagement, Pflegequalität, interprofessionelles Team, Professionalisierung
Die Arbeit untersucht, wie eine strukturierte Kommunikation, insbesondere durch den Einsatz des SBAR-Konzepts, die Dienstübergaben in einem Hospiz verbessern und effizienter gestalten kann.
Die Schwerpunkte liegen auf der Kommunikationspsychologie im Pflegeteam, den Rahmenbedingungen der Pflegeübergabe in Hospizen sowie der Anwendung von Qualitätsmanagement-Tools zur Fehlerreduktion.
Die Arbeit fragt danach, wie die Pflegeübergabe in einem Hospiz strukturell und inhaltlich so gestaltet werden kann, dass sowohl die Bedürfnisse der Patienten und Angehörigen als auch die der Teammitglieder optimal erfüllt werden.
Die Autorin nutzt eine Literaturrecherche in medizinischen und pflegewissenschaftlichen Datenbanken sowie Ergebnisse eines vorangegangenen Praxisprojekts, das teilnehmende Beobachtungen und Mitarbeiterbefragungen umfasste.
Der Hauptteil analysiert theoretische Kommunikationsmodelle, identifiziert Störfaktoren bei Übergaben und entwickelt auf Basis des SBAR-Tools ein spezifisches Modell für das Hospiz Nordheide gGmbH.
Besonders prägend sind die Begriffe Pflegeübergabe, SBAR-Konzept, Kommunikation, Hospiz und Patientensicherheit.
Im Hospiz steht die ganzheitliche Betrachtung (physisch, psychisch, sozial, spirituell) in einer oft weniger zeitkritischen, aber hoch sensiblen Umgebung im Vordergrund, während im Akutkrankenhaus der Fokus stärker auf medizinischen Interventionen und Schnittstellen liegt.
Das SBAR-Konzept bietet eine klare, einheitliche Struktur (Situation, Background, Assessment, Recommendation), die leicht erlernbar ist, Prioritätensetzung fördert und so Kommunikationsfehler und Informationsverluste effektiv minimiert.
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