Masterarbeit, 2019
82 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Theoretischer Rahmen
2.1. Untersuchungsstand und Untersuchungsinteresse
2.2. Forschungsfragen
3. Erhebungs- und Auswertungsmethode
3.1. Feldzugang und Reflexion
3.2. Interview
3.3. Habitus-hermeneutische Auswertung
3.4. Transkription
3.5. Sequenzanalyse
3.6. Zuordnung in das Milieu nach Vester
4. Forschungsstand: Ausbildung nach dem akademischen Abschluss
4.1. Akademikerarbeitslosigkeit
4.1.1. Biologieabsolventen in Arbeitslosigkeit
4.2. Gründe für eine Doppelqualifizierung
4.2.1. Gründe für eine Ausbildung nach dem Studium
5. Einführung in den Fall 1 – Alina
5.1. Kurzbiographie
5.2. Ausarbeitung der Fallstudie
5.2.1. Herkunftsfamilie
5.2.1.1. Innerfamiliäre Beziehungen
5.2.1.2. Außerfamiliäre Beziehungen
5.2.2. Kindheit, Jugend und schulische Laufbahn
5.2.3. Studentische Laufbahn
5.2.4. Ausbildungslaufbahn
5.2.5. Gründe für die Zweitausbildung-Studium vs. Ausbildung
5.3. Habitussyndrom
5.4. Milieuzugehörigkeit
6. Einführung in den Fall 2 – Aleko
6.1. Kurzbiographie
6.2. Ausarbeitung der Fallstudie
6.2.1. Herkunftsfamilie
6.2.1.1. Innerfamiliäre Beziehungen
6.2.1.2. Außerfamiliäre Beziehungen
6.2.2. Kindheit, Jugend und Schulische Laufbahn
6.2.3. Studentische Laufbahn
6.2.4. Ausbildungslaufbahn
6.2.5. Gründe für die Zweitausbildung -Studium vs. Ausbildung
6.3. Habitussyndrom
6.4. Milieuzugehörigkeit
7. Fazit
Diese Arbeit untersucht die Beweggründe von Hochschulabsolventen, nach ihrem Studienabschluss eine Berufsausbildung aufzunehmen, und analysiert, ob dies als Bildungsabstieg oder als Ausweg aus der Arbeitslosigkeit zu verstehen ist. Im Fokus steht dabei die Rekonstruktion individueller Lebensgeschichten und Habitusstrukturen anhand zweier Fallbeispiele von Biologieabsolventen.
4.1.1. Biologieabsolventen in Arbeitslosigkeit
Obwohl die Biologie wichtige Impulse für andere wissenschaftliche Disziplinen liefert, hat sich dies auf den Arbeitsmarkt für Biologen nicht entsprechend ausgewirkt. Die Beschäftigungssituation für Biologen bleibt schwierig, auch wenn die Arbeitslosigkeit in den letzten Jahren zurückging. Laut der Bundesagentur für Arbeit ist die Arbeitslosenquote unter den Biologen vom 2011 bis 2015 um 29 Prozent gestiegen. Seit Jahren steht es mit den Beschäftigungsmöglichkeiten für Biologen nicht zum Besten. Sie sind in hohem Maße auf Stellen angewiesen.
Rund zwei Drittel aller Biologen arbeiten in den Bereichen: Schule, Hochschule und Forschung (vgl. Arbeitsmarkt für Naturwissenschaftler). Auf der Webseite: https://www.wila-arbeitsmarkt.de/blog/2015/05/20/jobs-f%C3%BCr-biologen/ stellt Jasmin Welker in einem Beitrag von 2015 sieben Berufsfelder von Biologen vor. Diese sind: 1. Jobs im Zoo/ Botanische Gärten; 2. Jobs in Behörden; 3. Jobs in Planungs- und Gutachterbüros; 4. Jobs in der Forschung; 5. Jobs in Museen und der Umweltbildung; 6. Jobs in Naturschutzverbänden; 7. Jobs in Naturparks und Naturschutzzentren. Welker erläutert die Problematik der Anstellung dieser Jobs – demnach sind Biologiestunden mit guten Noten oft überqualifiziert, haben nur mit einem Bachelorabschluss keine Chance in manchen Berufsfeldern oder haben so eine große Konkurrenz, dass die Stellen dann sogar von Nicht-Fachkräften besetzt werden. Außerdem seien die Stellen meistens nur befristet oder unterbezahlt. Auch von der Bundesagentur für Arbeit wird die Arbeitssituation von Biologen als äußerst prekär eingeschätzt. Denn auch außerhalb des öffentlichen Sektors sind die Chancen für eine Anstellung nicht viel besser. Bei den Angeboten aus der Industrie stehen Biologen stets in großer Konkurrenz zu anderen Naturwissenschaftlern. Chemiker, Pharmazeuten oder Mediziner bewerben sich auf dieselben Stellen und werden dabei häufig bevorzugt. Laut der Bundesagentur liegt dies vor allem daran, dass in der Privatwirtschaft zu wenig bekannt ist, was Biologen an den Hochschulen erlernen und über welchen Wissensbestand und Fähigkeiten sie verfügen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, ob eine Ausbildung nach dem Studium einen Bildungsabstieg darstellt, und erläutert die methodische Herangehensweise durch Bourdieus Habitus-Theorie.
2. Theoretischer Rahmen: Das Kapitel stellt die Habitusanalyse nach Bourdieu sowie die vier Kapitalformen vor, welche als Grundlage für das Verständnis individueller Lebensläufe dienen.
3. Erhebungs- und Auswertungsmethode: Hier wird das lebensgeschichtliche Interview als qualitative Methode vorgestellt und die Anwendung von Sequenzanalyse sowie Milieuzuordnung nach Vester dargelegt.
4. Forschungsstand: Ausbildung nach dem akademischen Abschluss: Das Kapitel beleuchtet die Arbeitsmarktsituation für Akademiker, speziell Biologen, und diskutiert wissenschaftliche Hintergründe zur Doppelqualifizierung.
5. Einführung in den Fall 1 – Alina: Diese Fallstudie analysiert die Bildungs- und Lebensgeschichte von Alina, die nach ihrem Biologiestudium eine Ausbildung zur PTA begann.
6. Einführung in den Fall 2 – Aleko: Hier wird der Lebenslauf von Aleko untersucht, der nach einem Biologiestudium den Weg in eine Kochausbildung einschlug.
7. Fazit: Das Fazit führt die Analysen zusammen und beantwortet die Forschungsfrage, indem es die Ausbildung nach dem Studium als Ergänzung des kulturellen Kapitals statt als Abstieg bewertet.
Habitus-Theorie, Bourdieu, Doppelqualifizierung, Akademikerarbeitslosigkeit, Biologieabsolventen, Biografie-Forschung, Milieuanalyse, Vester, Bildungsabstieg, Lebensverlaufsforschung, Qualifikationserweiterung, Habitus-Hermeneutik, berufliche Neuorientierung, Sequenzanalyse, Statusverlust.
Die Arbeit untersucht, warum hochschulgebildete Individuen nach ihrem Studium eine Berufsausbildung beginnen und ob dieser Schritt als Bildungsabstieg oder als bewusste Strategie gegen Arbeitslosigkeit zu werten ist.
Die zentralen Themen umfassen die Akademikerarbeitslosigkeit (mit Fokus auf Biologieabsolventen), die soziologische Theorie des Habitus nach Bourdieu sowie die Milieutheorie nach Vester zur Analyse von Bildungsbiografien.
Das primäre Ziel ist es, die Beweggründe für eine Doppelqualifizierung zu ergründen und die Frage „Ausbildung nach dem akademischen Abschluss – Ein Bildungsabstieg oder Ausweg aus der Arbeitslosigkeit?“ wissenschaftlich zu beantworten.
Die Autorin nutzt die qualitative Biografie-Forschung, insbesondere das lebensgeschichtliche Interview, in Kombination mit der habitus-hermeneutischen Sequenzanalyse und der Milieuzuordnung nach Vester.
Im Hauptteil werden der theoretische Rahmen und der aktuelle Forschungsstand dargelegt, gefolgt von zwei detaillierten Einzelfallanalysen (Alina und Aleko), deren Lebenswege, Familienhintergründe und Entscheidungsprozesse sequenziell ausgewertet werden.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Habitus-Theorie, Doppelqualifizierung, Akademikerarbeitslosigkeit, Biografie-Forschung, Milieuanalyse und Bildungsabstieg charakterisieren.
Die Herkunftsfamilie ist maßgeblich für die Habitusprägung der Probanden. Die Analyse zeigt, wie familiäre Erziehungsstile, Rollenverteilungen und emotionale Unterstützung – oder deren Fehlen – die Bildungs- und Berufswahl der Absolventen beeinflusst haben.
Beide entschieden sich aufgrund von mangelnden beruflichen Perspektiven in ihrem Fach und dem Wunsch nach Arbeitsmarktsicherheit für eine Ausbildung. Während bei Alina der Wunsch nach Familiengründung im Vordergrund steht, strebt Aleko nach Selbstverwirklichung und Unabhängigkeit.
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