Diplomarbeit, 2005
103 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Grundlagen der Portfolio-Theorie
2.1 Die Portfolio Selection-Theorie
2.1.1 Modellannahmen
2.1.2 Risiko- und Ertragsmöglichkeiten
2.1.3 Die Effizienzlinie
2.1.4 Das Separationstheorem
2.1.5 Der Diversifikationseffekt
2.2 Das Capital Asset Pricing Model
2.2.1 Modellannahmen
2.2.2 Die Kapitalmarktgerade
2.2.3 Die Wertpapiermarktgerade
2.2.4 Nichtexistenz einer risikofreien Anlage
3 Die Erweiterung auf internationale Portfolios
3.1 Das internationale Portfolio Selection-Modell
3.1.1 Die internationale Effizienzlinie
3.1.2 Diversifikationsmöglichkeiten durch internationale Streuung
3.1.3 Korrelationskoeffizienten im Zeitablauf
3.2 Das internationale Capital Asset Pricing Model
3.2.1 Der Ansatz von Grauer, Litzenberger und Stehle
3.2.2 Die Ansätze von Solnik, Sercu sowie Adler und Dumas
3.3 Zwischenfazit
4 Probleme des internationalen Portfolio-Managements
4.1 Der Einfluss von Wechselkursen
4.1.1 Rendite und Risiko einer ausländischen Aktie
4.1.2 Rendite und Risiko eines internationalen Portfolios
4.1.3 Hedging des Wechselkursrisikos
4.2 Integration versus Segmentierung der internationalen Märkte
4.2.1 Unterschiedliche Soll- und Habenzinsen
4.2.2 Kaufkraftparität
4.2.3 Direkte und indirekte Barrieren
4.3 Home Bias in internationalen Aktienportfolios
4.3.1 Internationale Diversifikation in den Portfolios deutscher Anleger
4.3.2 Erklärungsansätze für den Home Bias
4.3.2.1 Monetäre Investitionsbarrieren
4.3.2.2 Regulative Investitionsbarrieren
4.3.2.3 Hedging des Inflationsrisikos
4.3.2.4 Informationsbarrieren
4.3.2.5 Aussagen des Behavioural Finance-Ansatzes
4.3.2.6 Weitere Erklärungsansätze
4.3.3 Kritische Würdigung der Erklärungsansätze
5 Fazit
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen des Portfolio-Managements und deren Übertragung auf den internationalen Kontext, mit einem besonderen Fokus auf das Phänomen des "Home Bias" bei privaten Anlegern und dessen mögliche Ursachen.
2.1.1 Modellannahmen
Markowitz ist der Meinung, dass es darum geht, ein möglichst gut diversifiziertes Portfolio anzulegen. „A good portfolio is more than a long list of good stocks and bonds. It is a balanced whole, providing the investor with protections and opportunities with respect to a wide range of contingencies.” Er geht in seinem Mean Variance-Modell (MVM) von folgenden Annahmen aus:
1. Investoren verhalten sich grundsätzlich risikoavers, das heißt sie ziehen bei gleichem Risiko das Wertpapier mit der höheren erwarteten Rendite beziehungsweise bei gleicher erwarteter Rendite das Wertpapier mit dem geringeren Risiko vor.
2. Für die Investoren sind der Erwartungswert und die Standardabweichung (beziehungsweise die Varianz) der Wertpapierrenditen die einzigen Entscheidungskriterien.
3. Investoren verhalten sich rational und versuchen, den erwarteten Nutzen zu maximieren.
4. Der Planungshorizont, an dem sich die Entscheidungen der Investoren ausrichten, beträgt eine Periode.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Entwicklung der modernen Portfolio-Theorie und des CAPM dar und führt in das Untersuchungsziel sowie das Phänomen des Home Bias ein.
2 Grundlagen der Portfolio-Theorie: Hier werden die theoretischen Fundamente der aktiven und passiven Portfolioverwaltung sowie die Modelle von Markowitz und das CAPM detailliert erläutert.
3 Die Erweiterung auf internationale Portfolios: Dieses Kapitel untersucht die Vorteile einer internationalen Streuung und wie die klassischen Modelle in einen internationalen Kontext übertragen werden können.
4 Probleme des internationalen Portfolio-Managements: Hier erfolgt die detaillierte Analyse der Wechselkurseinflüsse, der Marktsegmente sowie die tiefergehende Untersuchung des Home Bias und seiner verschiedenen Erklärungsansätze.
5 Fazit: Das Fazit fasst die theoretischen Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass die internationale Diversifikation trotz einiger Barrieren weiterhin zu empfehlen ist.
Portfolio-Management, moderne Portfolio-Theorie, CAPM, internationale Diversifikation, Home Bias, Marktrisiko, systematisches Risiko, Wechselkursrisiko, Kaufkraftparität, Behavioral Finance, Investitionsbarrieren, Rendite, Varianz, Kovarianz, Beta-Faktor.
Die Arbeit beschäftigt sich mit internationalen Aspekten der Portfolio-Optimierung und der Bewertung von Aktien im Kontext globaler Märkte.
Die zentralen Themen sind die Portfolio-Theorie von Markowitz, das CAPM, die Vorteile internationaler Diversifikation sowie die Ursachen des beobachtbaren "Home Bias".
Das Ziel ist es, zu verstehen, warum Investoren ihre Portfolios entgegen theoretischer Empfehlungen nur gering international diversifizieren und welche Faktoren diesen Home Bias erklären könnten.
Die Arbeit basiert primär auf einer theoretischen Analyse und Modellierung unter Verwendung finanzwissenschaftlicher Gleichungen und vergleicht diese mit vorliegenden empirischen Studien.
Der Hauptteil behandelt die theoretische Ausweitung der Portfolio-Theorie auf den internationalen Bereich und die Untersuchung verschiedener Erklärungsansätze für den Home Bias, etwa durch Transaktionskosten, Steuern oder verhaltenswissenschaftliche Aspekte.
Portfolio-Management, Home Bias, internationale Diversifikation, CAPM, systematische Risiken und Marktintegration.
Ja, die Arbeit zeigt anhand von Daten, dass sowohl deutsche als auch Investoren anderer großer Industrienationen einen deutlichen Überhang an inländischen Wertpapieren in ihren Portfolios halten.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Wechselkursschwankungen bei Aktienmärkten oft überschätzt werden und das Aktienrisiko das Währungsrisiko in der Praxis dominiert.
Nein, der Autor stellt fest, dass diese Faktoren zwar einen Einfluss haben, das Ausmaß des beobachteten Home Bias jedoch nicht vollständig rechtfertigen können.
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