Bachelorarbeit, 2018
72 Seiten, Note: 2,8
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
1. Einleitung
1.1 Hintergrund und Problemstellung
1.2 Leitfragen und Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit und Methodik
1.3.1 Das leitfadengestützte Experteninterview
2. Flughäfen im Wandel der Zeit
2.1 Geschichte der Luftfahrt und Entwicklung von Flughäfen
2.2 Arten von Flughäfen
2.3 Funktionen von Flughäfen
2.4 Funktionswandel von Flughäfen
2.5 Geschäftsbereiche von Flughäfen
2.5.1 Aviation-Bereich
2.5.2 Ground Handling
2.5.3 Non-Aviation-Bereich
2.6 Airport Cities
2.7 Wirtschaftliche Bedeutung von Flughäfen
2.8 Flughäfen als Konsum- und Erlebniswelten
3. Airport Retailing
3.1 Anforderungen
3.2 Kundengruppen
3.2.1 Passagiere
3.2.2 Flughafenbeschäftigte
3.2.3 Abholer und Bringer
3.2.4 Besucher und Umlandbewohner
3.3 Anordnung und Bereiche
4. Frankfurter Flughafen
4.1 Entwicklung
4.2 Lage und Verkehrsinfrastruktur
4.3 Erweiterung und Ausbau
4.4 Fraport AG
4.5 Jobmotor Flughafen
4.6 Airport City Frankfurt am Main
4.7 Gateway Gardens und The Squaire
5. Das Non-Aviation Geschäft am Frankfurter Flughafen
5.1 Wirtschaftsfaktor Non-Aviation
5.2 Airport Retailing Flughafen Frankfurt
5.3 Events und Highlights
5.4 Zukunftsprognosen
6. Vergleichsflughäfen
6.1 München
6.2 Hamburg
6.3 Amsterdam
7. Handlungsempfehlungen und Fazit
Die Arbeit untersucht die Entwicklung und Bedeutung des Airport Retailings sowie des Non-Aviation-Geschäfts am Beispiel des Frankfurter Flughafens. Ziel ist es, die Potenziale dieses Wachstumsbereichs zu analysieren und Erfolgsfaktoren für eine Steigerung der Attraktivität von Flughäfen als Shopping- und Erlebnisstandorte herauszuarbeiten.
3.1 Anforderungen
An Einkaufseinrichtungen und Gastronomiebetriebe an Flughäfen werden andere Ansprüche gestellt, als an vergleichbare Geschäfte in Einkaufszentren oder in Fußgängerzonen der Innenstädte. Der größte Unterschied liegt darin, dass die Geschäftsflächen von der Quadratmeterzahl in Flughafengebäuden eher begrenzt und meist deutlich kleiner sind, dafür aber von den Kosten für die Mieten der Räumlichkeiten wesentlich höher liegen als in den Innenstädten. Ein Vorteil, den die Flughafenstandorte innehaben, bezieht sich auf die hohe Anzahl an potenziellen Kunden, die tagtäglich die Geschäfte passieren. Diese verfügen in vielen Fällen im Vergleich zum Durchschnitt über ein hohes Einkommen und ein gesteigertes Kaufpotenzial. Im Gegenzug verlangen diese Faktoren von den Betreibern und dem Personal, dass sie sich auf die Bedürfnisse und Anforderungen der Passagiere und Passanten dementsprechend einstellen. Einzelhandel und Dienstleistungen an und in Flughäfen zu betreiben ist generell im Vergleich zu Einkaufszentren und Innenstädten eine kostspielige Angelegenheit.
Zunächst sind die hohen Personalkosten zu erwähnen. Diese ergeben sich durch die langen Öffnungszeiten von manchmal bis zu 24 Stunden und die Tatsache, dass die Läden bis zu 365 Tage im Jahr geöffnet sind. Sonn- und Feiertagszuschläge müssen dabei berücksichtigt werden. An das Personal werden ebenfalls bestimmte Anforderungen gestellt, die sie in Bezug auf die sich vor Ort befindliche Kundschaft und die Arbeitssituation umsetzen müssen. Unerlässlich ist dabei, aufgrund des hohen Anteils an internationalem Publikum, das Beherrschen der englischen Sprache in Wort und Schrift. Aber auch das Auftreten an sich ist von hoher Bedeutung für eine positive Wirkung nach außen. Am Flughafen herrscht häufig eine hektische Atmosphäre, daher ist es wichtig, dass das Personal entspannt, seriös und freundlich auftritt, ein Gefühl von Ruhe vermittelt und mit Stresssituationen gut umgehen kann.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, erläutert das Problem des Funktionswandels bei Flughäfen, stellt die Forschungsfragen sowie das Ziel der Untersuchung dar und beschreibt die methodische Vorgehensweise.
2. Flughäfen im Wandel der Zeit: Das Kapitel befasst sich mit der geschichtlichen Entwicklung von Flughäfen, deren Funktionen und dem Strukturwandel von reinen Verkehrsanlagen zu komplexen Wirtschaftsstandorten und Airport Cities.
3. Airport Retailing: Hier werden die Anforderungen an den Handel an Flughäfen, die Analyse verschiedener Kundengruppen sowie die räumliche Anordnung und die Bedeutung für den Non-Aviation-Bereich beleuchtet.
4. Frankfurter Flughafen: Dieses Kapitel widmet sich der Historie, dem Ausbau und der Bedeutung des Frankfurter Flughafens, inklusive der Rolle der Fraport AG und Großprojekten wie "The Squaire" und "Gateway Gardens".
5. Das Non-Aviation Geschäft am Frankfurter Flughafen: Das Kapitel analysiert den wirtschaftlichen Faktor der Nicht-Luftverkehrs-Bereiche, die Strategien des Retailings, veranstaltungsbezogene Events sowie zukünftige Prognosen.
6. Vergleichsflughäfen: Es werden die Strategien der Flughäfen München, Hamburg und Amsterdam im Bereich Airport Retailing dargestellt, um sie mit den Ergebnissen am Standort Frankfurt zu vergleichen.
7. Handlungsempfehlungen und Fazit: Die Arbeit schließt mit Empfehlungen der Autorin zur Steigerung der Potenziale des Airport Retailings sowie einer zusammenfassenden Beantwortung der Leitfragen.
Flughafen, Non-Aviation, Airport Retailing, Airport City, Frankfurt, Passagiere, Wirtschaft, Einzelhandel, Gastronomie, Infrastruktur, Standortentwicklung, Fraport, Konsumerlebnis, Kundengruppen, Umsatzpotenzial.
Die Bachelor-Thesis thematisiert den Wandel von Flughäfen von reinen Verkehrsknotenpunkten hin zu multifunktionalen Handels- und Erlebnisstandorten, fokussiert auf das sogenannte Airport Retailing am Frankfurter Flughafen.
Die Untersuchung deckt die geschichtliche Entwicklung von Flughäfen, die Einteilung in Aviation- und Non-Aviation-Geschäftsbereiche, Konzepte von Airport Cities sowie die ökonomischen Erfolgsfaktoren für Einzelhandel und Dienstleistungen ab.
Das Hauptziel ist die Analyse der Potenziale, die sich hinter den Non-Aviation-Geschäften verbergen, sowie die Ermittlung von Erfolgsfaktoren für eine Steigerung des Shopping-Erlebnisses am Flughafen Frankfurt.
Die Arbeit basiert primär auf einer literaturbasierten Recherche und ergänzend auf einem leitfadengestützten Experteninterview mit der Leitung des Retailbereichs der Fraport AG, um qualitative Einblicke in das Untersuchungsfeld zu gewinnen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis des Airport Retailings, die historische und aktuelle Entwicklung des Frankfurter Flughafens, die detaillierte Betrachtung der Geschäftsbereiche und einen internationalen Vergleich mit anderen Flughäfen.
Die wesentlichen Begriffe sind Airport Retailing, Non-Aviation-Geschäft, Airport City, Frankfurt, Passagierstruktur, Einzelhandel an Flughäfen und wirtschaftliche Wertschöpfung.
Als eines der bedeutendsten internationalen Drehkreuze mit einer über 80-jährigen Geschichte und einer ausgeprägten "Airport City"-Struktur bietet Frankfurt ein ideales Beispiel für die Untersuchung der komplexen Wechselwirkungen zwischen Luftverkehr und gewerblichen Dienstleistungen.
Obwohl Passagiere die primäre Zielgruppe darstellen, werden Besucher und Umlandbewohner zunehmend als Konsumenten attraktiv, da sie das Potenzial haben, auch außerhalb des Reiseverkehrs durch das Angebot an Gastronomie und Einzelhandel zusätzliche Umsätze zu generieren.
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